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Getrennte Veranlagung


12.04.2005 21:02 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Mein Ex-Mann und ich sind seit Mai 2003 getrennt, seit Ende Februar geschieden. Mein Mann hat ohne mein Wissen die Steuererklärung für 2002 eingereicht. Während unserer Ehe hatten wir die Steuerklassen 3/5, wobei ich in der schlechteren Steuerklasse war. Nun meine Frage: Ich möchte gern für 2002 eine getrennte Veranlagung machen, da ich voraussichtlich von dem Geld, was mir auf Grund der höheren Steuerklasse zusteht, nichts sehen werde.
Oder ist es möglich, den Betrag getrennt vom Finanzamt auszahlen zu lassen?

Es wäre schön, wenn Sie mir schnell helfen könnten.

Vielen Dank!
12.04.2005 | 21:38

Antwort

von


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Sehr geehrte Rechtssuchende,

grds können Sie auch während der Ehezeit getrennte Veranlagung beantragen. Im Falle einer gemeinsamen Veranlagung ergeht ein gemeinsamer Ehegattensteuerbescheid. Sie könnten gegen diesen Ehegattensteuerbescheid Einspruch einlegen. Damit aber nicht nur Ihr Ehegatte alleine den gemeinsamen Ehegattensteuerbescheid bekommt, das FA sucht sich, wenn keine anderweitige Regelung getroffen wurde, zumeist eine Person aus, der sie den Steuerbescheid als Empfangsbevollmächtigten zustellt, müssten Sie gegenüber den FA unbedingt anzeigen, dass Ihr Ehegatte nicht mehr Ihr Zustellungsbevollmächtigter ist. Ansonsten kann das FA den Bescheid alleine an ihren Ex-Ehemann zustellen und wenn dieser dann nicht innerhalb eines Monats nach Zugang des Bescheides Einspruch einlegt, so wird dieser rechtskräftig ohne dass man was machen könnte.

Zeigen Sie aber vorher an, dass er nicht mehr Empfangsbevollmächtigter für Sie ist, dann kann die Einspruchsfrist mangels Zustellung an Sie nicht laufen.

Im Einspruch müssten Sie dann glaubhaft machen, dass Sie für 2002 getrennte Veranlagung wünschen.

Allerdings sehe ich dann aber noch ein grosses Fristenproblem. Beziehen Sie nämlich Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit, dann hätten Sie Ihre Einkommenststeuererklärung für 2002 gem. § 46 Nr.8 EStG bis zum Ablauf des 31.12.2004 einreichen müssen. Allerdings gibt es im § 46 EStG hierzu aber zahlreiche Ausnahmen, die im Rahmen einer Erstberatung nicht abgeklärt werden können. Hierfür müssten Sie einen Steuerberater konsultieren.

Wenn Sie die Erklärung Ihres Ehegatten nicht anfechten sollten, würde ich gegenüber dem Finanzamt schriftlich anzeigen, dass Sie seit 2003 geschieden sind und deswegen die Steuerrückzahlungen getrennt an Sie und Ihren Ehegatten erfolgen sollen. Am besten rufen Sie vorher beim FA an, ich kann mir gut vorstellen, dass das FA für solche Fälle ein extra Formular vorhält.

Mit freundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

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