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Getrennt lebendes Paar in einem Haus

21.06.2009 14:48 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Vor sechs Jahren haben meine Lebensgefährtin und ich (wir sind zwei Frauen) ein Haus gekauft, welches uns zu gleichen Anteilen gehört. Nun hat sich meine Freundin von mir getrennt, weil sie festgestellt hat das sie keine monogame Beziehung leben kann. Dies musste ich in den letzten Jahren auch schmerzhaft feststellen. Sie hatte mindestens drei Affären und auch zum Zeitpunkt der Trennung gab es eine andere Frau.
Meine Ex-Freundin möchte aber nicht aus dem gemeinsamen Haus ausziehen, sondern hier mit mir wie in einer WG leben, bis wir das Haus verkauft haben (was noch einige Jahre dauern kann, weil noch vieles am Haus gemacht werden müsste). In der Theorie hört sich das gut an, in der Praxis ist es sehr schwer, weil das Leben mit ihr einfach nur noch Psychoterror ist. Meine Ex- Freundin hat extrem viel gelogen und mich mehr als einmal hintergangen. Ausserdem ist sie depressiv und selbstmordgefährdet, war deswegen kurzzeitig auch in Behandlung, hat diese aber abgebrochen weil sie sich, so wie sie sagt, in ihrem schwarzen Loch sehr wohl fühlt. Wir haben 3 Hunde, 5 Katzen und ein paar Nagetiere. Wären die Tiere nicht, wäre ich längst ausgezogen. Da meine Ex aber sehr unzuverlässig ist, gerne mal für ein paar Tage einfach so verschwindet ohne das irgendjemand weiß wo sie steckt, habe ich Angst, sie hier mit den Tieren allein zu lassen. Sie ist extrem unberechenbar, ich weiß nie was sie als nächstes vorhat.
Im letzten Jahr, nachdem ich erfahren habe das sie eine Affäre mit ihrer Auszubildenden hat, ist sie für 2 Monate ausgezogen ohne mir auch nur ein Wort davon zu sagen, dass sie geht. Als ich dann irgendwann den Wunsch äußerte, das Haus allein abzuzahlen, kam sie wieder.
Problematisch ist auch, dass sie auf unserem Grundstück ihre Werkstatt hat in der sie 4 Tage pro Woche arbeitet, bzw. arbeiten sollte. Der finanzielle Aspekt ist auch so ein Thema. Sie arbeitet sehr wenig und verdient daher auch nur wenig (sie baut Klarinetten und wird nach Stücklohn bezahlt). Statt dessen verbringt sie Zeit im Internet oder mit den diversen Frauen oder im Garten. Das Resultat ist, dass die meisten Rechnungen von mir bezahlt werden müssen. Von den drei Darlehen für dieses Haus zahle ich zwei allein ab.
Die Schwierigkeit im Moment liegt darin, dass es nicht möglich ist ein vernünftiges Gespräch mit ihr zu führen. Sie rastet dann aus und hat nun mehrfach gedroht mich umzubringen. Sie hat sogar verschriftlicht was sie mit mir machen möchte um mich zu töten. Ich würde hier gern Ruhe einkehren lassen und hatte den Vorschlag gemacht, dass sie, so wie im letzten Jahr, für eine Weile auszieht und wir uns erstmal nicht begegnen. Und wenn dann Ruhe eingekehrt ist, überlegen wir weiter. Das will sie aber absolut nicht. Und die Situation hier eskaliert immer mehr, weil sie anscheinend Spaß daran hat mich fertig zu machen.
Vor zwei Tagen hat sie mich im Obergeschoss eingesperrt als ich genug von ihren Lügen und Verbalattacken hatte und sie hier rausschmeißen wollte. Nach einigen Minuten konnte ich mich dann aber allein befreien, und sie ist abgehauen. Seitdem habe ich sie nicht mehr gesehen. Sie hat aber schon angekündigt in den nächsten Tagen wiederzukommen. Mittlerweile lebe ich hier nur noch in Angst und Schrecken.
Diese neue Frau (ich weiß nicht genau ob die beiden was miteinander haben) ist jetzt auch häufiger hier im Haus und feindet mich massiv an. Ich weiß das meine Ex-Freundin ihr erzählt hat, ich würde meiner Ex etwas antun wollen. Ich weiß aber auch, das sie solche Geschichten sehr gerne erzählt, und nicht nur mit mir als Hauptdarstellerin. Auch das macht mir Angst.
Kann ich dieser Frau Hausverbot erteilen? Was kann ich überhaupt machen um mich und die Tiere zu schützen? Zum Ausziehen zwingen kann ich meine Ex nicht, aber welche Rechte habe ich denn hier noch? Gibt es in so einem Fall nicht irgendwelche Regeln an die wir beide uns halten müssen?
Vielen Dank für die Antwort

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Frage.

1. Sie können sehr wohl erreichen, dass Ihre Lebensgefährtin das Haus verläßt. Da Sie Opfer einer Freiheitsverletzung durch die Lebensgefährtin geworden sind, können Sie nach § 2 GewSchG die Zuweisung des Hauses an sich durch das Familiengericht beantragen. Da Sie beide Miteigentümer sind, würde dies aber in der Regel auf 6 Monate befristet. Eine Verlängerung wäre aber möglich. Bei der Frage der Zuweisung werden alle Belange gegeneinander abgewogen, auch die Interessen der Tiere können ergänzend eine Rolle spielen.

So hätten Sie erst einmal eine "Atempause". Es kommt bei der Zuweisung nicht darauf an, ob Sie beide Eigentümer sind, dies spielt für die Frage der Befristung eine Rolle. Sie müssen den alleinigen Nutzungsanspruch innerhalb von drei Monaten ab der Tat gegenüber Ihrer Lebensgefährtin geltend machen, sonst ist der Überlassunganspruch ausgeschlossen. Sie sollten daher schriftlich ein Frist zum Auszug setzen, am besten gleich durch einen Anwalt. Wenn sich die Gegnerin weigert oder gar nichts tut, kann der Antrag beim Familiengericht gestellt werden. Dadurch ändert sich nicht die Eigentumslage am Haus, es wird nur Ihnen die alleinige Nutzung zugewiesen.

Das Miteigentum können Sie nur durch Teilungsversteigerung nach § 180 ff. ZVG aufheben, wenn nicht vorher eine Einigung auf den Verkauf oder die Übernahme durch Sie erfolgt. Dies ist aber häufig mit wirtschaftlichen Einbußen verbunden.

2. Bei Lebensgefährten greift kein Zugewinnausgleich wie in einer Ehe, es sei denn es wäre etwas derartiges vertraglich vereinbart. Persönliche und wirtschaftliche Leistungen werden nicht abgerechnet und es gilt das bei gemeinsamen Schulden je nach Leistungsfähigkeit getilgt wird. Für höhere Tilgunsleistungen kann in der Regel kein Ausgleich verlangt werden. Sie sollten daher auch wegen der Eigentumsverhältnisse auf eine schnelle Lösung drängen, weil Sie für Ihre Leistungen keinen Ausgleich erhalten werden.

Ich rate dringend zu anwaltlicher Hilfe.

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