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Getrennt lebender Ehemann verschafft sich immer wieder Zugang zum gemeinsamen Haus 1

14.03.2017 14:09 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Ich wohne mit meinen (unseren) drei Kindern in einem Haus (nennen wir es Haus 1), das auch meinem Mann gehört.
Ich habe mich getrennt. Er lebt deshalb seit ca. einem ¾ Jahr in unserem Nachbarhaus (Haus 2), was auch uns beiden gehört und auf demselben Grundstück steht. Erwähnen muss ich, dass beide Häuser (eigenständige mit allem, was dazu gehört – Küche, Bad, Wohnzimmer, Schlafzimmer, weitere Zimmer) über eine abschliessbare Tür zugänglich sind.
Diesen Durchgang benutzt er regelmässig, um seine Wäsche in Haus 1 zu waschen. Er könnte sich problemlos für sein Haus 2 eine eigene Waschmachine kaufen – wozu ich ihn mehrmals aufgefordert habe. In wenigen Fällen hat er sich auch schon ins Wohnzimmer vor dem Fernseher gesetzt, um seine Macht zu demonstrieren, z.B. als er einen Brief vom Jugendamt auf Unterhaltszahlung bekommen hat.
Die Unterhaltszahlung akzeptiert er u.a. auch nicht, weil er alle Ausgaben (betrifft Nebenkosten und Kreditabzahlung) um die Kinder hat und wir doch eigentlich zusammen wohnen. Ich möchte erwähnen, dass ich diese restlichen Ausgaben sofort alle übernehmen würde, wenn ich die Unterhaltszahlung von ihm erhalten würde. Aber darum soll es hier nicht gehen. Ich möchte damit nur aufzeigen, wie verworren die Situation ist, in der ich momentan mit meinen drei Kindern lebe.
Ich habe meinen Mann nun über Monate mehrmals angesprochen, dass er bitte klingeln soll, wenn er das Haus 1 betritt (aber auch davon hatte er bisher einen Schlüssel). Er hat das ignoriert und mit der Aussage abgewiesen, dass ihm dieses Haus auch gehört.
Ich bin momentan nicht bereit, mit meinen Kindern hier auszuziehen. Jeder bewohnt ein Haus, keiner befindet sich in einer räumlichen Notsituation.
Wir haben Zugewinngemeinschaft.

Nach mehrmaliger Ansprache, dass mein Mann meine Privatsphäre akzeptieren soll, habe ich das Haus zugeschlossen und ihm den Schlüssel für Haus1 weggenommen.
Darüber und über die bereits angesprochenen Gründe habe ich ihn parallel schriftlich benachrichtigt.

Daraufhin hat er uns am ersten Tag den Strom abgestellt, am zweiten Tag das Wasser abgedreht, am dritten Tag hat er versucht, das Schloss zu öffnen.
Dann hatten wir vier Wochen Ruhe. Niemals der Versuch eines Gespräches. Auf meine Versuche bekomme ich nur Geschrei zurück.

Nach vier Wochen hat er sich ungefragt Zutritt verschafft (wie auch immer - das einfache Schloss vom Durchgang hatte ich neu eingebaut).

Das Schloss von Haus 1 hat er nun ausgewechselt, so dass wir nicht mehr in unser Haus hineinkamen.

Ein Anruf bei der Polizei half mir nur insoweit weiter, dass er uns zwar Schlüssel aushändigen muss. Aber er hat nun weiterhin wieder Zugang zu unserem bewohnten Haus 1.

Mein Mann kümmert sich in keiner Weise um die Kinder.
Nach einem Aussenbandriss am Knie vor 10 Wochen konnte ich zwei Wochen nicht aus dem Haus. Er hat sich gnadenlos nicht um seine Kinder gekümmert. Ich konnte sechs Wochen kein Auto fahren, Freunde waren für mich und die Kinder einkaufen…

Meine Frage nun:
Ich möchte meine Privatsphäre mit meinen Kindern haben.
Ich möchte deshalb nicht akzeptieren, dass mein Ehemann Zugang zu unserem Haus 1 hat.

Unabhängig von einer Scheidung, was kann ich machen, dass mein getrennt lebender Ehemann keinen Zugang (Schlüssel) zu unserem Haus 1 mehr hat und ich ungestört von ihm mit meinen Kindern in dem Haus 1 wohnen kann?
Welche Kosten kommen mit eventuell weiteren Handlungen auf mich zu?

Beste Grüße!

14.03.2017 | 17:10

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,

hier sollten Sie eine ganz klar gerichtliche Entscheidung herbeiführen, denn nur eine solche wird voraussichtlich die Situation herbeiführen, die Sie und die Kinder brauchen.

Sie haben die Möglichkeit ein Wohnungszuweisungsverfahren einzuleiten.

Das bedeutet, dass das Familiengericht auf Antrag Ihnen die Nutzung des Hauses 1 allein übertragen kann ( natürlich mit den Kindern). Ihnen und den Kindern wird dann das Haus 1 allein zugewiesen.

Voraussetzung für einen solchen Antrag ist das Vorliegen einer unbilligen Härte, die hier schon allein wegen der Beeinträchtigung der Kinder gegeben sein wird.

Ich gehe davon aus, dass diese unter der derzeitigen Situation leiden; möglicherweise sind schon Leistungseoinbrüche in der Schule oder Auffälligkeiten im Kindergarten zu verzeichnen.

Mit der Zuweisung sollte der getrenntlebende Mann die Schlüssel abgeben; im Notfall werden Sie die Schlösser auswechseln müssen, wenn er sich nicht an eine Entscheidung hält.

Ungeachtet dessen haben Sie dann auch die Möglichkeit im Wege eines Unterlassungsanspruchs gegen den getrenntlebenden Mann vorzugehen.

Es kommt auch nicht darauf an, dass er Miteigentümer ist. Er hat die alleinige Nutzung durch Sie hinzunehmen.

Für diesen Antrag kann Verfahrenskostenhilfe beantragt werden, wenn Sie über keine ausreichenden Einkünfte verfügen sollten, was im Einzelnen zu klären ist.

Ich rate Ihnen anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Möglicherweise ist dann doch noch eine einvernehmliche Regelung möglich. Wenn dieses nicht der Fall ist, bleibt nur das gerichtliche Wohnungszuweisungsverfahren.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle


ANTWORT VON

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