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Gestrichener Urlaub & finanzieller Schaden


11.10.2005 00:07 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Guten Tag!

Ich arbeite im öffentlichen Dienst und mache seit einiger Zeit nenbenbei verschiedenen Lehrgänge im Fitnessbereich.
Die Lehrgänge sind immer einige Tage und so muß ich immer Urlaub nehmen. In Kürze steht wieder ein Lehrgang an, jedoch kann es sein daß mein Urlaub aufgrund Krankheit eines Kollegen gestrichen wird.
Muß ich hier selbst den gesamten finanziellen Schaden tragen (Stornogebühren, Hotel)?
Der Urlaub wird immer mündlich mit dem Vorgesetzen abgesprochen und erst wenige Tage vor dem eigentlichen Urlaub wird die Urlaubsschein ausgestellt und vom Chef abgezeichnet.

mfg

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

Ihre Rechtsfrage beantworte ich wie folgt:

Wenn der Arbeitgeber einen – auch nur mündlich – gewährten Urlaub zurücknehmen möchte, ist dieses nur noch vor dem Urlaubsantritt möglich. In jedem Fall müssen die „dringenden betrieblichen Erfordernisse“ (hier: Krankheit eines anderen Arbeitnehmers) benannt werden, die zu dieser Maßnahme führen.

Aber auch sofern der Arbeitgeber sich – wie hier – daran hält, muss er Ihnen alle aus der Stornierung des Urlaubs entstandenen unvermeidbaren Kosten als Schadensersatz erstatten, wenn er die erteilte Genehmigung des Urlaubs zurückzieht.

Wegen der zweifelhaften Praxis Ihrer Vorgesetzten, erst kurzfristig eine schriftliche Genehmigung (Urlaubsschein) auszustellen, werden Sie hier aber möglicherweise ein Beweisproblem haben.

Beachten Sie bitte auch, dass Sie sich wegen der Ihnen obliegenden Schadensminderungspflicht möglichst frühzeitig um eine Stornierung der Reise kümmern, da zwar nur ein Teil der Reisekosten an den Unternehmer zurückzuführen ist, aber in der Regel diese Kosten umso niedriger sein werden, je früher Sie absagen.

Im Rahmen der Schadensminderungspflicht könnte Ihnen grundsätzlich auch ein nicht getätigter Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung angelastet werden.
Bei einer Dauer des Urlaubs von nur wenigen Tagen und bei Direktbuchung dürfte Ihnen aber diese Möglichkeit wohl gar nicht erst eröffnet gewesen sein.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt
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