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Gespräch mit nomosexuellen Arbeitskollegen, Programm als 'schwul' bezeichnet

16.02.2013 12:50 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Hallo zusammen,
ich hatte gestern eine freundliche Unterhaltung mit einem homosexuellen Arbeitskollegen. Dabei habe ich nicht ihn selbst beleidigt aber ein Programm als "schwul" bezeichnet. Er hat mich sofort auf meinen negativen Gebrauch der Bezeichnung seiner sexuellen Orientierung angesprochen und ich habe mich in aller Form entschuldigt. Es tut mir wirklich leid, zumal er noch ein Freund ist. Er hat die Entschuldigung angenommen.

Ich nehme an, das war "rechtlich" gesehen sehr diskriminierend. Mich würde interessieren, ob das, im schlimmsten Fall und bei einer Meldung an die Personalabteilung seinerseits zu einer Abmahnung, Entlassung führen könnte?

Obwohl wir nur zu zweit waren, würden Sie mir wahrscheinlich raten dies im Ernstfall vor der Personabteilung nicht zu bestreiten?

Viele Grüße



Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich unter Zugrundelegung der mir übersandten Informationen beantworten möchte:
Sie werden aufgrund der Bezeichnung eines Programmes mit dem Wort "schwul" keine Abmahnung erhalten bzw. es wird Ihnen keine gerechtfertigte Abmahnung erteilt. Abmahnungen dienen dazu, den Arbeitnehmer bei einem Verstoß gegen seine arbeitsvertraglichen Pflichten eine Warnung auszusprechen. Zwar gibt es einen ungeschriebenen Verhaltenskodex zwischen den Arbeitnehmern und grobe Verstöße dagegen, können zu einer Abmahnung führen (z.B. sexuelle Belästigung einer Kollegin am Arbeitsplatz), aber Sie haben ohne Absicht einer Beleidigung ein Programm als „schwul" bezeichnet. Sollten Sie eine Abmahnung erhalten, so würde ich Ihnen bei diesem Sachverhalt dringend zu einer schriftlichen Gegendarstellung raten, da diese Abmahnung nicht gerechtfertigt wäre.
Eine Abmahnung führt immer zum „Verbrauch eines Sachverhalts", d.h. eine Kündigung gegen eine arbeitsvertragliche Pflicht ist sozial nie gerechtfertigt und angemessen, wenn zuvor wegen desselben Verstoßes abgemahnt wurde. Ich gehe dabei davon aus, dass Sie in einem Unternehmen arbeiten, in dem das Kündigungsschutzgesetz Anwendung findet (mindestens 10,25 Arbeitnehmer), da Sie von einer „Personalabteilung" sprachen. Diese Personalabteilung würde, sollte es zu einem Gespräch kommen, sicherlich erkennen, dass Sie ohne beleidigende Absicht gehandelt haben.
Ich bin mir sicher, dass Sie weder eine Abmahnung noch eine Kündigung zu befürchten haben. Sollte trotzdem eine Kündigung ergehen, müssen Sie innerhalb von 3 Wochen nach Zugang Kündigungsschutzklage erheben. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass Sie hier anwaltliche Unterstützung brauchen, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

Ute Lins
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Arbeitsrecht

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