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Gesetzlicher Unterhalt


16.06.2017 12:16 |
Preis: 38,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Da die Abitursnote keinen Zugang zum Medizinstudium in Deutschland ermöglicht hat, wählt ein junger Mann (18) für seinen Studienwunsch "Medizin" eine private Universität mit hohen Studiengebühren im EU-Ausland.

Zu Beginn übernimmt der Vater die Studiengebühren und die Lebenshaltungskosten in Höhe von ca. 13t Euro im Jahr. Nach 2 Jahren und dem abgeschlossenen Physikum stellt sich heraus, dass es an ähnlichen privaten Universitäten im EU-Ausland Kooperationsvereinbarungen mit deutschen Universitäten gibt, die für die besten 10% der ausländischen Studenten deutsche Studienplätze anbieten.

Der Vater schlägt nun vor, das 2. Jahr nochmal zu machen und dafür zu sorgen, dass der Sohn dann zu den besten 10% gehört, sich also ins Zeug legen sollte. Zum einen - so argumentiert der Vater - ist die klinische Ausbildung an deutschen Universitäten höhenwertig, der Abschluss anerkannter, die Promotion ein Dr. med. und kein PhD und zum Anderen fallen die Kosten der ca. 8000 Euro jährlichen Studiengebühren weg.

Der Sohn nimmt diesen Vorschlag nicht auf und besteht auf der Fortsetzung des Studiums an gleichem Ort. Der Vater ist enttäuscht und verärgert und streicht dem Sohn die finanzielle Unterstützung, da es aus seiner Sicht durchaus Wege gibt, die Qualität der Ausbildung zu erhöhen und dabei noch Kosten zu senken.

Der Sohn erhält 235 Euro Hinterbliebenenrente und fordert den Vater nun auf die gesetzliche Unterstützung an ihn zu bezahlen. Muss der Vater diese leisten, wenn ja, wie lange und wie hoch?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Der geschuldete Unterhalt richtet sich bei Volljährigen nach dem Einkommen beider Elternteile.

Die aktuelle Düsseldorfer Tabelle führt dazu folgendes an:

"Der angemessene Gesamtunterhaltsbedarf eines Studierenden, der nicht bei seinen Eltern oder einem Elternteil wohnt, beträgt in der Regel monatlich 735 EUR. Hierin sind bis 300 EUR für Unterkunft einschließlich umlagefähiger Nebenkosten und Heizung (Warmmiete) enthalten. Dieser Bedarfssatz kann auch für ein Kind mit eigenem Haushalt angesetzt werden."

Mehr als diese 735 EUR - abzüglich des anzurechenden Kindergeldes! - kann der Sohn also nicht verlangen. Der Unterhalt wird geschuldet, bis zum Abschluss der Berufsausbildung. Sollte eine Ausbildungsvergütung hinzukommen wäre diese anzurechnen.

Ob der Vater den Unterhalt alleine zahlen muss, oder ob sich die Kindesmutter daran beteiligen muss, hängt davon ab, ob auch die Kindesmutter Einkommen hat, und in welcher Höhe. Die Unterhaltspflicht ist dann entsprechend dem Anteil am Gesamteinkommen zu verteilen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 16.06.2017 | 14:18

Danke! 2 kurze Nachfragen:
1. "Bis zum Ende der Ausbildung": Welcher Abschluss ist das in einem Medizinstudium? Der Abschluss des Klinikums?
2. Wenn man nun von den 735 Euro ausgeht, kann das Kindergeld in Höhe von 205 Euro abgezogen werden, es bleiben dann 530 Euro. Kann man die Hinterbliebenenrente der verstorbenen Mutter auch davon abziehen? Diese Rente erhält der Sohn ja aus Berlin, es blieben dann 295 Euro für den Vater, richtig?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.06.2017 | 16:39

Unterhalt wird bis zum Abschluss des Studiums geschuldet. Bei medizinischen Berufen bis zur Promotion, da diese dort "dazu" gehört.

Ich gehe davon aus, dass Ihr Sohn keine Hinterbliebenenrente erhält, sondern Halbwaisenrente. Diese würde auf den Bedarf angerechnet, so dass ich Ihrer Berechnung zustimme.

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