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Gesetzliche Regelung, wenn Miterben vor dem Erbschaftsfall schon Geld erhalten haben

15.07.2015 11:37 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

nachfolgend eine Frage zu folgendem Hintergrund:
Bei einem Erbschaftsfall sind zwei Geschwister Alleinerben, d.h., es gibt keine weiteren Erben. Es existiert auch kein Testament. Nun hat aber ein Geschwisterteil in den letzten 15 Jahren vor dem Tod des Erblassers von diesem wiederholt Geldzuwendungen per Banküberweisungen erhalten. Das Geld wurde nicht zurück gezahlt. Die überwiesenen Beträge sowie das Datum der Überweisungen wurden vom Erblasser zusätzlich in einem Notizbuch handschriftlich festgehalten.

Nun die Frage:

Wie müssen diese Zuwendungen bei der Aufteilung des zu vererbenden Vermögens gemäß aktueller Gesetzeslage berücksichtigt werden?

Danke im Voraus und freundliche Grüße

15.07.2015 | 12:17

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Frage beantworte ich wie folgt.

Ich gehe davon aus, dass die beiden Geschwister ein Elternteil nach gesetzlicher Erbfolge beerben.

Ich gehe davon aus, dass es sich nicht um Darlehen handelt.

Bei unentgeltlichen Zuwendungen findet § 2050 BGB: Ausgleichungspflicht für Abkömmlinge als gesetzliche Erben Absätze 1 bis § 3 BGB Anwendung.

Je nach Art der Zuwendung ist diese bei der Verteilung des Nachlasses auszugleichen oder auch nicht. Das hängt vom Zweck der Zuwendung ab, davon was der Erblasser gewollt hat und unter Umständen auch von der Höhe der Zuwendung. Es kommt auf die konkreten Umstände an.

Grundsätzlich kann der Erblasser zu Lebzeiten über sein Vermögen frei verfügen und muss die Abkömmlinge nicht gleich behandeln.
In Ihrem Fall wurden die Zuwendungen vom Erblasser notiert. Ohne weitere Angaben kann ich dazu nicht Stellung nehmen.

>Ist eine Ausgleichtung vorzunehmen, so sind die Zuwendungen bei der Verteilung des Nachlasse zu berücksichtigen.

>Ist keine Ausgleichung vorzunehmen, weil eine Zuwendung gemäß § 2050 BGB: Ausgleichungspflicht für Abkömmlinge als gesetzliche Erben vorliegt und der Erblasser eine Ausgleichung nicht angeordnet hat, kommen unter Umständen Pflilchtteilsergänzungsansprüche in Betracht.

Anhand Ihrer Angaben ist eine abschließende Beurteilung nicht möglich.

Legen Sie den Sachverhalt mit den Unterlagen einem Rechtsanwalt / einer Rechtsanwältin für Erbrecht in Ihrer Nähe vor, damit Sie umfassend beraten werden können.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt


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