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Gesetzliche Krankenversicherung AG nicht gemeldet

09.08.2018 21:36 |
Preis: 60,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Hallo,

Meine Tochter war Schülerin und mit ihrem Vater in privater KV und Beihilfe bis Sept 2017.
Sie arbeitete ab Juli bei einer Agentur zur Vermittlung von Servicekräften auf 450€ Basis. Da sie noch Schülerin war, war sie beim Vater mitversichert.
Durch Verzögerungen bei der Aufnahme des Studiums wurde das Kindergeld gestrichen und somit erlosch gleichzeitig die Beihilfeberechtigung zum 30. September 2017. Zu diesem Zeitpunkt intensivierte sie ihre vorher auf Mini-Job-Basis (unter 450 €/Monat) bei einer Agentur zur Vermittlung von Servicekräften geführte Tätigkeit auf ein Maß, das sie als Teilzeitbeschäftigte versicherungspflichtig machte: z. B. September 768 €, Oktober 900 €, Dezember 215 € (Jahresurlaub), Januar 678 €, Feb. 464 €, März 220 € (Studienbeginn).
Diese Einkommen stellen eine Teilzeitbeschäftigung dar. Dazu meldete sie sich auch bei der Techniker Krankenkasse an und teilte dies dem Arbeitgeber mit. Die ganze Kommunikation zwischen AG und den Mitarbeitern läuft über WhatsApp. Somit liegen keine schriftlichen Unterlagen als „Beweis" vor.
Durch diese Versicherungspflicht wurde der Vertrag mit der privaten Krankenversicherung für meine Tochter fristlos aufgelöst.
Mit dem Schreiben vom 04.09.2017 bestätigt die TK die Mitgliedschaft ab dem 1.9.2017. Die Versicherungskarte ging am 23.09.2017 ein. Auch eine Schutzimpfung für eine Urlaubsreise wurde erstattet. Es deutete nichts darauf hin, dass es zu Problemen bei der Anmeldung gekommen war und kein Versicherungsschutz bestand. So wurden im notwendigen Umfang auch weitere Arztbesuche durchgeführt.
Nach erfolgter Anmeldung zum Studium wurde das Kindergeld wieder aufgenommen.
Am 7. Mai 2018 kam ein Schreiben der TK mit den zukünftigen Beitragssätzen ab 15. März als Studentin. In dem gleichen Brief stand eine Bemerkung mit der rückwirkenden Kündigung . Es gab keinen Hinweis darauf, dass es seit Beginn der Anmeldung (September 2017) irgendwelche Probleme mit der Krankenversicherung gegeben hätte und kein Versicherungsschutz bestand. Wir gingen davon aus, dass es buchungstechnisch einfach länger dauert. Und daher sahen wir auch keinen Handlungsbedarf.
Im Juli kam eine Zahlungsaufforderung für Arztkosten und Medikamente (für Okt 2017). Die Forderungen für Jan bis März liegen noch nicht vor, aber meine Tochter war in diesem Zeitraum auch beim Arzt.
Es war allen Beteiligten somit nicht bewusst, dass ab dem 1. Oktober kein Krankenversicherungsschutz bestand. Uns war auch nicht klar, dass so etwas als Teilzeitbeschäftigte überhaupt möglich ist.
Nach verschiedenen Telefonaten mit dem Arbeitgeber und TK ist die Situation festgefahren. Wahrscheinlich ging AG davon aus, dass meine Tochter als Studentin bereits versichert ist. An welcher Stelle das Missverständnis entstand ist nicht mehr nachvollziehbar, jedoch hat AG angeboten, die Anmeldung „rückabzuwickeln" um den Versicherungsschutz rückwirkend auch wieder herzustellen. Dies lehnt TK ab.
Wie kann das Problem gelöst werden?
Eigentlich will meine Tochter bei TK bleiben.
Vielen Dank

09.08.2018 | 22:11

Antwort

von


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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

der Arbeitgeber hätte Ihre Tochter bei der Krankenkasse anmelden müssen. Die Krankenkasse muß nunmehr bei ihm die Beiträge nachfordern.

Sie sollten den Sachverhalt schriftlich der Krankenkasse mitteilen. Auch der Arbeitgeber sollte schriftlich bei der Krankenkasse die Anmeldung durchführen.

Ihre Aussage: „In dem gleichen Brief stand eine Bemerkung mit der rückwirkenden Kündigung." verstehe ich nicht ganz. Bitte schicken Sie mir das entsprechende Schreiben der TK noch unter anwalt@ra-vasel.de zu! Ich werde meine Antwort dann ggf. ergänzen.

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt


Ergänzung vom Anwalt 09.08.2018 | 23:10

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

die Krankenkasse hat die Beschäftigung Ihrer Tochter als kurzfristige Beschäftigung angesehen und die Mitgliedschaft daher annuliert. Sie hätten gegen diese Entscheidung Widerspruch einlegen müssen. Die Widerspruchsfrist ist nunmehr abgelaufen. Jetzt können Sie allerdings noch einen Antrag auf Überprüfung des Bescheides gem. § 44 Abs. 1 SGB X bei der Krankenversicherung stellen und darin den tatsächlichen Sachverhalt schildern.

Gern können Sie insofern auch mich mit der Wahrnehmung der Interessen Ihrer Tochter beauftragen.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Auskünften gedient zu haben und weise darauf hin, daß diese auf Ihren Angaben beruhen. Bereits geringfügige Abweichungen des Sachverhalts können zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen.

Nutzen Sie im Zweifelsfall gern die kostenlose Nachfragefunktion!

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt


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