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Gesetzliche Erbfolge - Voraussetzungen für die Beantragung eines Erbscheins


15.01.2007 21:25 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes



Hallo liebes Anwaltsteam,

die Patentante meiner Frau ist verstorben. Sie war ledig und hatte keine Kinder. Ihre Eltern leben nicht mehr. Sie hatte insgesamt zehn Geschwister, von denen noch sieben leben. Die drei Verstorbenen haben jeweils sechs, drei und zwei Kinder, so dass wir insgesamt auf achtzehn Personen kommen.
Nun ist es so, dass sie recht vermögend war. Allerdings ist innerhalb der kurzen Zeit nun schon ein gehöriger Streit unter den Beteiligten entbrannt.
Meine Frau möchte nun einen Erbschein beantragen, damit das ganze Theater ein Ende hat. Sie ist die Tochter von der vorverstorbenen Schwester.
Kann es sein, dass immer noch ein Testament auftaucht? ( am 20.11.2006) verstorben)
Wenn Sie einen Erbschein beantragt, so haben wir auf einer Internetseite gelesen, dass man wissen muß, ob schon vorherige Erbauszahlungen gewesen sind? Sie wollte wohl im letzten Jahr Geld verteilen und hat dies wohl auch gemacht, aber niemand steht dazu. Wie soll meine Frau das dann an Eides statt versichern?
Wenn kein Erbschein beantragt wird, meldet sich das Nachlassgericht automatisch und innerhalb welcher Frist?

Vielen Dank im Voraus!

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Sehr geehrte Fragestellerin,

Testamente können privat aufbewahrt werden oder beim Amtsgericht amtlich verwahrt werden. Wenn kein privat aufbewahrtes Testament gefunden wurde, sollten Sie dem Amtsgericht Mitteilung über den Tod der Patentante machen, falls dies noch nicht geschehen ist. Wurde ein Testament hinterlegt, wird dieses dann durch das Amtsgericht eröffnet.

Für die Beantragung des Erbscheins ist Folgendes vorzulegen:
-Personalausweis
-Sterbeurkunde
-Familienstammbuch
-Angaben darüber, ob und welche Personen vorhanden sind, durch die der Erbe von der Erbfolge ausgeschlossen bzw. sein Erbteil gemindert werden würde
-Angaben darüber, ob und welche Testamente oder Erbverträge vorhanden sind
-Angaben darüber, ob ein Rechtsstreit über das Erbrecht geführt wird
-Angaben darüber, welcher eheliche Güterstand mit dem Verstorbenen bestanden hat.

Die Richtigkeit dieser Angaben muss nachgewiesen werden. Liegen keine Unterlagen oder sonstige Beweismittel vor, ist sind die Angaben an Eides Statt zu versichern.

Weitere Angaben sind zunächst nicht erforderlich. Es müssen keine etwaigen Zahlungen bei der Beantragung des Erbscheins angeben werden, die nicht sicher bekannt sind. Im Erbscheinsverfahren erfolgt noch keine Nachlassauseinandersetzung.

Der Erbschein wird vom Gericht nur auf Antrag erteilt. Sie können also nicht abwarten, bis sich das Nachlassgericht automatisch meldet.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt
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