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Gesetzliche Erbfolge & Auskunftsanspruch

| 09.09.2009 09:22 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dennis Meivogel


Sehr geehrte Damen und Herren,

folgender Sachverhalt:

- Frau A (kürzlich verstorben)
- Tochter B und Sohn C (bereits verstorben)
- Kind D, E und F (von Tochter B)
- Kind G, H und I, J (von Sohn C)

Ich bin Kind G und die Enkelin meiner Oma (Frau A). Frau A (meine Oma) ist nun vor einiger Zeit verstorben. Es besteht seit langer Zeit kein bzw. wenig Kontakt zu meiner Oma und ihrer Tochter B (meiner Tante). In den letzten Jahren wurde meine Oma von meiner Tante gepflegt und hatte allem Anschein nach auch alle Vollmachten für meine Oma. Nach Aussage meiner Tante bestand kein Testament und das vorhandene Geld hätte gerade einmal für die Beerdigung gereicht. Weitere Informationen jeglicher Art werden verweigert.

Nun meine Fragen:

1. Besteht für die Kinder G, H, I und J ein gesetzlicher Erbanspruch?
2. Wenn ja, in welcher Höhe?
3. Spielt es dabei eine Rolle, aus welcher Ehe meines verstorbenes Vater die Kinder G, H, I und J kommen. (J aus erster Ehe meiner Vaters, I wurde von meiner Mutter in die Ehe "gebracht", G und H aus der Ehe meiner Eletern
4. Welche Möglichkeiten auf weitere Informationen haben wir? (Auskünfte über Vermögen, etc.)

Herzlichen Dank

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

1. und 3.
Nur die Abkömmlinge des Sohnes C können erbberechtigt beim Tode der Frau a sein. Nach Ihren Schilderungen stammt I nicht von Ihrem Vater ab, also dem Sohn C, und ist damit nicht als Erbe berufen. Dies ergibt sich aus § 1924 BGB. Danach sind gesetzliche Erben die Abkömmlinge des Erblassers, somit hier Tochter B und Sohn C. Gemäß § 1924 Abs. 3 BGB treten an die Stelle eines nicht mehr lebenden Abkömmlings die durch diesen mit dem Erblasser verwandten
Abkömmlinge. Dies wären im vorliegenden Fall also die Abkömmlinge des Sohnes C, also J, G und H.

2.
Da Kinder zu gleichen Teilen erben wie sich aus § 1924 Abs. 3 BGB ergibt, gilt vorliegend, dass der Nachlass je zur Hälfte der B und dem C zusteht. Da C vorverstorben ist, wird sein hälftiger Anteil auf die drei Abkömmlingen J, G und H aufgeteilt. Somit erben diese drei jeweils 1/6 des Nachlasses und Tochter B ½.

4.
Da nun zwischen der B, und J, G und H eine Erbengemeinschaft besteht, sind diese gemeinschaftlich zur Verwaltung des Nachlasses berufen, vgl. § 2038 BGB. Verfügungen über den Nachlass können nur gemeinschaftlich erfolgen, vgl. § 2040 BGB. Eine allgemeine Auskunftspflicht der Miterben untereinander gibt es nicht, da sich der Miterbe über den Bestand und Wert des Nachlasses jederzeit selber in Kenntnis setzen kann. Insoweit haben Sie gegenüber Dritten, wie Banken, Versicherungen etc. als Miterbe ein eigenes Auskunftsrecht. Auch den eventuell in den Nachlass gefallenen Grundbesitz können Sie betreten und besichtigen. Sie haben ferner das Recht die Auseinandersetzung, also die Aufteilung des Nachlasses unter den Miterben nach § 2042 BGB zu betreiben. Notfalls kann dies auch gerichtlich erfolgen.


Nachfrage vom Fragesteller 10.09.2009 | 09:04

Herzlichen Dank für Ihre Antworten, die ich inhaltlich verstanden habe.

Welches weitere Vorgehen meinerseits schlagen Sie vor?

Da wir keinerlei Informationen über Bankverbindungen, Konten, Sparbriefe, Immobilien, etc. haben und auch keine Ansprechpartner, ist es m.E. nicht möglich, sich als Erbberechtigter direkt an etwaige Institutionen zu wenden. Daher meine Frage nach dem Auskunftsanspruch…

Danke für eine kurze Einschätzung!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.09.2009 | 13:24

Sie sollten die Tochter B auffordern, an der Auseinandersetzung mitzuwirken und damit den Nachlass offenzulegen. Tut sie das nicht müssen Sie die Auseinandersetzung gerichtlich geltend machen. Im Rahmen dieses Verfahrens muss der Nachlass dann, falls nötig von einem Sachverständigen festgestellt und bewertet werden.

Reagiert also die Tochter B nicht, so sollten Sie nicht lange zögern und einen Kollegen vor Ort mit der Wahrnehmung Ihrer Rechte beauftragen.

Bewertung des Fragestellers 15.09.2009 | 16:56

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