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Gesellschaftsrecht - Firmengründung

06.01.2021 08:40 |
Preis: 70,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo zusammen,

wir haben folgenden Fall und drehen uns seit Wochen im Kreis, daher freue ich mich über ihre ausführliche Hilfe.
Ein Freund und ich wollen eine Firma gründen. Wir wollten mit einer GbR starten, die sich dann ggf. in ein paar Jahren (vermutlich 3 Jahren lt. Umsatzplanung) in eine GmbH wandeln soll.
Ein dritter Bekannter findet die Idee sehr interessant und würde sich gerne mit 7000 € beteiligen, dafür haben wir 7 % Anteile ausgehandelt. Kurz ausgeholt: jetzt kommen ständig Gegenvorschläge und alles stockt wieder, so dass ich überlege das Angebot zurückzuziehen.

Meine Voraussetzung:
- er bekommt kein Mitsprache- und Informationsrecht, nur eine stille Teilhaberschaft oder wie man das richtig nennen will.
- egal in welcher Konstellation, es sollen am Ende nie mehr als 7 % Anteile für ihn herauskommen.
- es müssen min. 7000 € für den Einstieg des Teilhabers bezahlt werden, ohne dass sich für meine Anfangseinlage etwas ändert, bei einer Gründung einer Kapitalgesellschaft min. 15000- 20000 €.

Welche Möglichkeiten haben wir?
Es standen zwei Ideen im Raum.

1. Gründung einer GbR mit einem Wandeldarlehen über 7000 €, die sich bei einer Wandlung in die GmbH in 7 % Anteile wandeln.
Wenn ich das mache, kann ich dann regeln, dass es nur eine stille Teilhaberschaft wird (ohne Mitsprache s. oben)?
Wenn sich 7000 € in 7 % wandeln, muss ich dann 93000 € aufbringen, damit 100 % (100000 €) erreicht werden oder kann ich ihn 7000 € zahlen lassen und selbst mit 12500 € bei der GmbH starten, ohne dass er mehr Anteile bekommt?
Welche Gefahren gibt es sonst in dieser Konstellation?

2. Gründung einer GmbH (evtl. auch UG)
Hier sollte das gleiche sein, wie oben beschrieben. Wir legen 12500 € zum Start ein, er davon 7% für seine Anteile (das wären 875 €). Dann hat er ein Agio ins Spiel gebracht, um den Rest auf 7000 € einzulegen, ohne dass es Auswirkungen auf die Anteile hat.
Kurze Bemerkung: Er würde eine Kapitalgesellschaft aus Steuer und Haftgründen bevorzugen, dass ist uns egal und bringt mir nichts am Anfang außer deutlich mehr Arbeit. Für den Mehraufwand akzeptiere ich nur eine Anteilsvergabe in Höhe von min. 15000 - 20000 €. Die jährliche Bilanzierungspflicht, usw., höheren Kosten trage ich nicht, weil es nicht mein Interesse ist. Eine spätere Wandlung ist zwar vorgesehen, aber bis dahin sollten die Kosten aus dem laufenden Cash-Flow kommen und nicht vom Stammkapital.
Ich will also nur 7 % vergeben, wenn ich selbst nicht mehr wie 12500 € (zu Beginn zu zweit) einlegen muss. Dafür erhalte ich aber 15000 - 20000 € und kann diese frei verwenden ohne jemals mehr etwas an Anteilen zu verlieren oder zurückzuzahlen.

Ok, Sie denken vielleicht, das hört sich krass an, weil ich weniger einlege wie er, aber dafür 93 % behalte. Auch noch kurz als Hintergrund: Er ist nur Teilhaber und macht keine operativen Geschäfte.
Ich reduziere bei meinem aktuellen Arbeitgeber um 25 % meine Arbeitszeit und mein Gehalt und bin somit von meinem Gehaltsverzicht in den drei Jahren (die eigentlich bis zur GmbH gedacht waren) schon sehr deutlich über dem Wert, was er einlegt. Dadurch relativiert sich das.

Vielleicht haben Sie auch einen ganz anderen Ansatz. Es wäre sehr schön, wenn Sie mir helfen könnten.

Ganz kurz noch abschließend: Ich reden bei der GmbH immer von 12500 €, da dass als Mindeststartkapital notwendig ist. MIr ist aber auch bewusst, dass im Haftungsfall 25000 € fällig sind. Somit haben wir auch deutlich mehr Risiko mit unseren 93 %, falls es schiefgehen sollte.

Vielen Dank, schöne Grüße
Michael

06.01.2021 | 09:41

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne möchte ich Ihre Frage auf der Grundlage Ihrer Angaben im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten.

Zunächsteinmal wäre es problemlos möglich, dass Sie mit Ihrem Geschäftspartner eine GbR gründen und sich der dritte im Rahmen einer stillen Beteiligung beteiligt. Hierbei beschränken sich die Rechte auf eine Gewinnbeteiligung. Kontrollrechte können vertraglich - zumindest teilweise - ausgeschlossen werden.

Wenn Sie mit dem Stillen Gesellschafter eine Kapitalbeteiligung in Höhe von 7.000 EUR vereinbaren, ist dies völlig unabhängig davon, welche Beiträge Sie und Ihr Mitgesellschafter der GbR leisten.

Wenn Sie die GbR später zunächst in eine OHG und dann in eine GmbH umwandeln, setzt sich die stille Beteiligung an der GmbH fort. Allerdings nur dann, wenn Sie eine echte Umwandlung vornehmen. Gründen Sie die GmbH neu und regeln die Rechtsverhältnisse individuell, müssen Sie auch mit dem stillen Gesellschafter neue Vereinbarungen schließen. Vorsorgliche diesbezügliche Vereinbarungen können Sie aber bereits im Vertrag der Stillen Gesellschaft festlegen für den Fall, dass eine GmbH mit dem gleichen Unternehmenszweck gegründet wird. Hierbei ist es gesellschaftsrechtlich möglich, dass der Dritte Anteile in nominaler Höhe von 1.750 EUR übernimmt, aber ein Aufgeld in Höhe von 5.250 EUR zahlt. Er wäre dann zu 7 Prozent beteiligt und wäre Gesellschafter mit allen Rechten und nicht mehr nur still beteiligt. Wenn also Gesellschafterrechte nicht gewünscht sind, rate ich dazu von der unmittelbaren Beteiligung abzusehen und ihn weiter als stillen Gesellschafter (dann an der GmbH) zu beteiligen.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Herzliche Grüße
Michael Krämer
Rechtsanwalt


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