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Gesellschafter einer GmbH finden keinen Geschäftsführer

| 01.03.2015 15:21 |
Preis: ***,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Busch


Mit welchen Konsequenzen hat eine GmbH und die Gesellschafter zu rechnen, wenn sie es nicht schaffen für die GmbH einen GF zu bestellen.

Folgender Fall:
Vor einigen Jahren haben drei Personen gemeinsam eine GmbH gegründet. Das Unternehmen erwirtschaftet immer noch jährlich einen kleinen Gewinn. Der Fokus und das Interesse des ehemaligen Teams hat sich aber mit der Zeit geändert. Die GmbH hatte in der Vergangenheit immer einen der Gesellschafter als GF angestellt. Jetzt kann es sein dass der aktuelle GF bald aus seiner Position ausscheidet und sich unter den Gesellschaftern kein neuer GF finden lässt.

Mit welchen Konsequenzen hat
- Der ausscheidende GF zu rechnen?
- Die Gesellschaft zu rechnen?
- Die Gellschafter zu rechen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Für den Fall, dass ein neuer Geschäftsführer nicht gefunden werden kann, so sind die übrigen Gesellschafter verpflichtet, einen Insolvenzantrag wegen Führungslosigkeit der Gesellschaft zu stellen.

Den ausscheidenden Geschäftsführer treffen keine besonderen Konsequenzen.
Die Gesellschaft müsste, wie beschrieben, in ein Insolvenzverfahren geführt werden, wenn sich wirklich kein neuer Geschäftsführer finden sollte.
Die Gesellschafter sind verpflichtet, wie beschrieben, unverzüglich einen Insolvenzantrag zu stellen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 02.03.2015 | 12:45

Was passiert wenn der Insovenzantrag nicht gestellt wird?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.03.2015 | 13:42

Wird der Antrag nicht gestellt, so machen sich die Gesellschafter strafbar, bitte lesen Sie Absatz 3 und 4.

§ 15a
Antragspflicht bei juristischen Personen und Gesellschaften ohne Rechtspersönlichkeit

(1) Wird eine juristische Person zahlungsunfähig oder überschuldet, haben die Mitglieder des Vertretungsorgans oder die Abwickler ohne schuldhaftes Zögern, spätestens aber drei Wochen nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung, einen Eröffnungsantrag zu stellen. Das Gleiche gilt für die organschaftlichen Vertreter der zur Vertretung der Gesellschaft ermächtigten Gesellschafter oder die Abwickler bei einer Gesellschaft ohne Rechtspersönlichkeit, bei der kein persönlich haftender Gesellschafter eine natürliche Person ist; dies gilt nicht, wenn zu den persönlich haftenden Gesellschaftern eine andere Gesellschaft gehört, bei der ein persönlich haftender Gesellschafter eine natürliche Person ist.

(2) Bei einer Gesellschaft im Sinne des Absatzes 1 Satz 2 gilt Absatz 1 sinngemäß, wenn die organschaftlichen Vertreter der zur Vertretung der Gesellschaft ermächtigten Gesellschafter ihrerseits Gesellschaften sind, bei denen kein persönlich haftender Gesellschafter eine natürliche Person ist, oder sich die Verbindung von Gesellschaften in dieser Art fortsetzt.

(3) Im Fall der Führungslosigkeit einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung ist auch jeder Gesellschafter, im Fall der Führungslosigkeit einer Aktiengesellschaft oder einer Genossenschaft ist auch jedes Mitglied des Aufsichtsrats zur Stellung des Antrags verpflichtet, es sei denn, diese Person hat von der Zahlungsunfähigkeit und der Überschuldung oder der Führungslosigkeit keine Kenntnis.

(4) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer entgegen Absatz 1 Satz 1, auch in Verbindung mit Satz 2 oder Absatz 2 oder Absatz 3, einen Eröffnungsantrag nicht, nicht richtig oder nicht rechtzeitig stellt.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage damit beantwortet zu haben.

Bewertung des Fragestellers 02.03.2015 | 16:04

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