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Gesellschafter Vertrag


09.10.2017 17:26 |
Preis: 48,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Rechte und Pflichten eine Gesellschafters


Hallo,
Ich und mein Geschäftspartner möchten eine UG Gründen. Die Anteile werden wie folgt auf geteilt.
Ich 40% Anteile mein Geschäftspartner 60%. Beide werden als Geschäftsführer eingesetzt werden.

Kann mein Geschäftspartner mich kündigen? Hat er davon noch andere Vorteile als 20% mehr Gewinn.

Danke schön
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Eine Kündigung bzw. ein Ausschluss eines Gesellschafters ist nur möglich, wenn ein wichtiger Grund vorliegt oder dies vertraglich geregelt ist. Ein solcher Ausschluss kann im Gesellschaftsvertrag geregelt sein. Ist dies nicht der Fall bedarf es für einen Ausschluss gegen den Willen des auszuschließenden Gesellschafters eine gerichtliche Entscheidung.

Im Falle eines Ausschlusses entsteht für den ausscheidenden Gesellschafter ein Abfindungsanspruch.

2. Nach § 46 GmbHG bedürfen fogende Tätigkeit eines Mehrheitsbeschlusses:

1. die Feststellung des Jahresabschlusses und die Verwendung des Ergebnisses;
1a. die Entscheidung über die Offenlegung eines Einzelabschlusses nach internationalen Rechnungslegungsstandards (§ 325 Abs. 2a des Handelsgesetzbuchs) und über die Billigung des von den Geschäftsführern aufgestellten Abschlusses;
1b. die Billigung eines von den Geschäftsführern aufgestellten Konzernabschlusses;
2. die Einforderung der Einlagen;
3. die Rückzahlung von Nachschüssen;
4. die Teilung, die Zusammenlegung sowie die Einziehung von Geschäftsanteilen;
5. die Bestellung und die Abberufung von Geschäftsführern sowie die Entlastung derselben;
6. die Maßregeln zur Prüfung und Überwachung der Geschäftsführung;
7. die Bestellung von Prokuristen und von Handlungsbevollmächtigten zum gesamten Geschäftsbetrieb;
8. die Geltendmachung von Ersatzansprüchen, welche der Gesellschaft aus der Gründung oder Geschäftsführung gegen Geschäftsführer oder Gesellschafter zustehen, sowie die Vertretung der Gesellschaft in Prozessen, welche sie gegen die Geschäftsführer zu führen hat.

Insoweit kann der Mitgesellschafter Sie z.B. bei der Feststellung des Jahresabschlusses überstimmen oder auch die Bestellung oder Abberufung eines Geschäftsführers gegen Ihren Willen vornehmen.

3. Eine Änderung des Gesellschaftsvertrages bedarf einer qualifizierten Mehrheit, § 53 GmbHG, so dass gegen Ihren Willen keine Änderung des Gesellschaftsvertrages möglich ist.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
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