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Geschwindigkeitsüberschreitung Frankreich


29.07.2005 17:49 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

Am 6.6.05 wurde ich auf der französischen Autobahn in der Nähe von Narbonne (zulässige Geschwindigkeit 130 km/h) mit 212 Kilometer pro Stunde gemessen. Nach Abzug der Toleranz blieben 201 km/h. An Ort und Stelle musste ich € 750,- entrichten. Der Führerschein wurde entzogen. Mit einem Ersatzführerschein durfte ich dann doch nach Hause fahren. Offensichtlich eine Ausnahme da ich selbst Querschnittgelähmt bin und meine Frau als Beifahrerin das Fahrzeug nicht steuern konnte. Zusätzlich bekam ich eine Vorladung für eine Verhandlung am 27.9.05 um 9:00 Uhr in Narbonne. Meinen deutschen Führerschein bekam ich ein paar Tage später an meine Heimatadresse per Post zugesandt. Als der Polizist uns verabschiedete deutete er an, dass ich zu der Vorladung nicht erscheinen sollte (da eventuell eine höhere Strafe droht), aber auf jeden Fall das Gericht anzuschreiben, mit einer Entschuldigung, warum ich nicht erscheinen könne. Ich dachte mir dass die weite Entfernung und zusätzlich meine Querschnittlähmung ein Entschuldigungsgrund sein könnte?

Meine Fragen:

1. Soll ich überhaupt reagieren oder die Vorladung ignorieren?

2. Welche Konsequenzen drohen eventuell daraus(ignorieren)?

3. Soll ich die Entschuldigung mit oben genannten Gründen schreiben und damit erledigt sich die Sache?
29.07.2005 | 18:50

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller, sehr geehrte Fragestellerin,

zunächst bedanke ich mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage der mir von Ihnen mitgeteilten Informationen gerne beantworten möchte.

Sie sollten durchaus auf die Vorladung reagieren und unter Hinweis auf ihre Körperbehinderung darauf hinweisen, dass ein Erscheinen zum Termin, auch aufgrund der immensen Entfernung, unverhältnismäßig ist. Sollten Sie allerdings Einwände gegen die Geschwindigkeitsmessung beziehungsweise gegen das Verfahren haben, sollten Sie darauf in dem Schreiben hinweisen beziehungsweise darauf dringen, diese schriftlich vorzubringen.
Voraussichtlich wird die dortige Behörde dann das Verfahren auf sich beruhen lassen.

Generell drohen ihnen durchaus Konsequenzen, wenn sie (stillschweigend) nicht zu dem betreffenden Termin erscheinen. Ersichtlich geht es in der Anhörung darum, ein entsprechendes Fahrverbot zu verhängen beziehungsweise gegebenenfalls eine höhere Geldbuße festzulegen. Allerdings müssen sie sich nicht sorgen, dass ihm der Führerschein beispielsweise in Deutschland aberkannt wird oder ähnliches. Möglich ist aber, dass ihnen allenfalls die Berechtigung aberkannt wird, für den betreffenden Zeitraum ein KZ in Frankreich zu führen.

Sie sollten die Entschuldigung schreiben, voraussichtlich wird das Verfahren eingestellt, aber garantieren kann man das nie, da dies jede Präfektur anders handhabt.

Ich hoffe, Ihnen mit dersummarischen Prüfung der Rechtslage weiter geholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-
www.anwaltskanzlei-hellmann.de


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 22.11.2005 | 13:45

Auf die angeführten Vorgänge erhielt ich nun mit Datum des Schreibens vom 10. Nov. 2005 das Urteil aus Frankreich in französisch. Nach Übersetzung geht daraus hervor, dass die Geldstrafe bestätigt wurde und zusätzlich ein Fahrverbot für 4 Monate verhängt wurde. Als Ausländer habe ich 2 Monate Einspruchsfrist. Ich akzeptiere das Urteil. Wann tritt das Fahrverbot in Kraft, bzw. wann kann ich wieder rechtmäßig in Frankreich Auto fahren? (Dazu steht nichts im Urteil)

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.11.2005 | 21:15

Sehr geehrter Fragesteller,

ich bitte höflichst darum, zukünftig Nachfragen, die an und für sich lediglich dazu dienen, Verständnisprobleme zu beseitigen, künftig zeitnah zu stellen. Ferner werden zukünftig Erweiterungen der Fragestellungen (vor allem bei Auslobung eines so geringen Betrages) nicht mehr beantwortet.

Das Fahrverbot tritt mit Rechtskraft (Verfristung des Einspruchs) in Kraft, soweit keine andere Frist genannt ist oder noch genannt wird. Nach Ablauf der Frist dürfen Sie dort wieder ein KFZ führen. Allerdings sollten Sie im Zweifel nochmals mit den dortigen Behörden kommunizieren.

mfg

RA Hellmann

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