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Geschwärzte Passagen im Testament bei Pflichtteil

12.12.2018 20:00 |
Preis: 33,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Lars Winkler


Zusammenfassung: Der Pflichtteilsanspruch bezieht sich immer auf den gesamten Nachlass einschließlich der Gegenstände, die durch Vermächtnis übertragen werden. Der Pflichtteilsberechtigte hat Anspruch auf ein Nachlassverzeichnis.

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe eine Frage bzgl. des Berliner Testamentes meiner Mutter die leider vor 1 Jahr verstarb. Als einzige Tochter wurde mir der Pflichtteil v. 25% zugesprochen, ihr Ehemann aus 2. Ehe wurde Alleinerbe. Leider leugnet sie u.a. das vorhanden sein des Familienschmucks. Mir ist bekannt dass es Familienschmuck über mehrere Generationen gab und vermute dass die betreffende Passage im Testament geschwärzt wurde. Ich weiss, dass ich als Pflichtteilsberechtigte Tochter geschwärtzte Passagen im Testament akzeptieren muss, nur wie soll ich dann aus dem Gesamtnachlass den Pflichtteil errechnen wenn relevante Details geschwärzt sind?

Nun zu meiner Frage:
Der Pflichtteil bezieht sich auf das gesamte Vermögen meiner Mutter, wer betitelt und beziffert mir gegenüber die unkenntlich gemachten Textpassagen und bezieht sich der Pflichtteil überhaupt auch auf geschwärzte Passagen oder auf ein ggf. dort gemachtes Vermächtnis?

Haben Sie recht herzlichen Dank für eine ausführliche Antwort,
vielen Dank im voraus!

Sehr geehrte Fragestellerin,

Lassen Sie mich Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Die geschwärzten Passagen dürften mit dem Erbfall nach Ihrer Mutter überhaupt nichts zu tun haben. Geschwärzt werden solche Passagen bei Ehegattentestamenten dann, wenn diese ausschließlich den Erbfall nach dem anderen Ehegatten, hier also nach dem Mit Ihnen nicht mit Ihnen nicht verwandten Ehemann betreffen. Mit dem Familienschmuck dürfte die Passage also nichts zu tun haben.

Wenn Sie deswegen Zweifel haben Fragen Sie ruhig beim Rechtspfleger am Nachlassgericht nach und lassen Sie sich versichern, dass die geschwärzte Passage mit Ihrem Anspruch nichts zu tun hat.

Ansonsten bezieht sich der Pflichtteil auf den gesamten Nachlass der Mutter einschließlich der Gegenstände, die durch Vermächtnisse weitergegeben werden.

Der Pflichtteilsberechtigte hat gemäß § 2314 BGB einen Anspruch gegen den Erben auf Erstellung eines Nachlassverzeichnisses. In diesem Verzeichnis ist der gesamte Nachlass aufzulisten und zu bewerten. Damit dient das Nachlassverzeichnis als Grundlage für den Pflichtteilsanspruch.

Abgesehen davon dürfte Ihnen das Testament nichts helfen wenn der Erbe die Existenz des Schmucks bestreitet. Der Pflichtteilsanspruch bezieht sich nämlich immer auf das was zum Todeszeitpunkt vorhanden ist, völlig unabhängig von Angaben im Testament.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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