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Geschlossener Immobilienfond Opalenburg – Betrug? Wie komm ich raus?

| 25.11.2012 12:33 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Hallo!
Ich bin seit 2010 Treuhandkommanditist bei dem geschlossenen Opalenburg Immobilienfond: Safeinvest 2 (http://www.opalenburg.com/228.html ). Das schien mir zu dem damaligen Zeitpunkt eine gute Idee zu sein, mit kleinen monatlichen Raten (200€ über 15 Jahre) an einer Münchner Immobilie beteiligt zu sein.

Der Fond sollte bis 31.12.2011 25Mio € einsammeln und in Münchner Häuser Investieren. Lt. Emissionsprospekt (http://www.opalenburg.com/232.html ) kann diese Ansparphase einmalig um ein Jahr verlängert werden. Ebenso kann die Summe auf bis zu 50Mio € erhöht werden bzw. auch unterhalb von 25Mio € zu liegen kommen. Also keine genau definierten Ziele.

Nachdem ich bis heute keine offizielle Bilanz gesehen habe, und auch sonst nicht kontaktiert wurde, begann ich misstrauisch zu werden. Ich versuchte Anfang 2012 Kontakt per Mail aufzunehmen, und wurde auf später vertröstet. Man hat sich nie wieder gemeldet. Ein erneuter Versuch im November 2012 blieb bis Dato unbeantwortet. Auf der kostenpflichtige Hotline (+49 (0) 180 - 540 86 27 ) läuft nur ein Tonband, dass man hier nicht erreichbar sei, und eine zweite Nummer eines Münchner Büros ( 089 741 45 019 ) ist nur von 9-14h erreichbar. Bin gespannt ob man da reagieren wird…..

Ich hab mir dann mal die von Opalenburg veröffentlichten Bilanzen zum Safeinvest 2 Fond im https://www.bundesanzeiger.de/ angesehen. Im Jahre 2009 (Emissionsjahr) war die Summe 1.000€?! Im Jahr darauf wird ein Anlagevermögen von 3.579€ ausgewiesen, die Summe ist aber bei ca. 4,4 Mio €, wobei die Bilanz mit den veröffentlichten Daten nicht aufgeht. Betrachtet man die anderen Opalenburf Bilanzen (Safeinvest, Management GmbH) dann sieht das dort ebenfalls nicht ganz sauber aus. Ein bekannter Steuerberater hat mir gesagt, dass hier was nicht stimmen kann.

Das einzige Schreiben was ich in diesem Zusammenhang bekommen habe ist von einer RA-Kanzlei und besagt nur, dass ich im Jahr 2011 keine Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung ggü. dem Finanzamt habe. Meine Anteiligen Einkünfte sind mit ca. -400€ angegeben – Ich bin also an in der Ansparphase an einem Verlust beteiligt, sehr sonderbar.

Zusammenfassend:
• Ich wurde nie kontaktiert
• Kontaktversuche meinerseits blieben erfolglos
• Es gab keine Beteiligten-Versammlungen
• Die Website wurde seit 2009 nicht erkennbar geändert
• Es wurde noch keine Immobile angeschafft
• Die Bilanzen sind möglicherweise nicht korrekt

Meine Fragen:
1. Ich plane nun meine monatlichen Zahlungen von 200€ vorerst auszusetzen bis die Sache einigermaßen klar ist. Kann ich das machen, oder mache ich mich dadurch angreifbar? Der Plan ist das Geld in der Zwischenzeit auf einem anderen Konto zu parken. Wenn alles OK sein sollte zahl ich weiter, falls nicht geht’s zum Anwalt.

2. Ebenfalls will ich aus diesem Fond raus – Wie soll ich das angehen? Man kann lt. Prospekt nicht raus, außer im außerordentlichen Fall. Sind falsche Bilanzen außerordentlich genug? Ist das ganze Gehabe der Firma rechtmäßig in Ordnung?

3. Wer ist ebenfalls bei Opalenburg und hat ähnliche Probleme?

4. Kann man da ggf. zusammen was machen, damit die Sache mehr Gewicht bekommt (Sammelklage)?

5. Macht es Sinn – um andere zu warnen – das ganze Thema bei den Medien (Internet, Radio, Magazine, Verbraucherschutz) publik zu machen?

6. Besteht eine Chance mein bisher eingezahltes Geld (incl. Agio) wieder zu bekommen?

Ich bitte um Hilfe bzgl. weiteres Vorgehen und um Kommentare von „Leidgenossen"

Notfall?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Fragen möchte ich wie folgt beantworten:

1.)

Kündigen Sie diese Maßnahme schriftlich an und berufen Sie sich auf Ihr Zurückbehaltungsrecht. Machen Sie schriftlich deutlich, dass Sie die Zahlungen bunkern, bis eine Kontaktaufnahme erfolgt und die erbetenen Auskünft erteilt werden.

2.)

Falsche Bilanzen sind ein Grund zur außerordentlichen Kündigung.

Offenbar sind sich auch hinsichtlich der Verlusttragung getäuscht worden. Daher besteht sicherlich auch die Möglichkeit der Anfechtung wegen Täuschung.

Alle Unterlagen sollten aber vor Einleitung dieser Schritte genaustens geprüft werden.

3.)

Diese Frage kann auf dieser Plattform so nicht beantwortet werden.

4.)

Die Möglichkeit, dass mehrere Kläger sich zusammentun, besteht durchaus.

Allerdings werden Sie dadurch nicht mehr Gewicht bekommen.Da könnten mehrere Einzelklagen viel eher die Aufmerksamkeit des Richters wecken.

5.)

Sicherlich macht das Sinn. Nicht nur, dass Andere gewarnt werden; auch erhalten Sie so vielleicht eher Ihr Geld zurück.

6.)

Nach Ihrer Schilderung besteht die Chance auf dem Papier.

Wenn die Belanzen nicht stimmen sollten, die Firma nicht zu erreichen ist, plötzlich Verluste ohne vorherige Aufklärung Ihnen angelastet werden, spricht sehr viel dafür, dass da nicht alles mit rechten Dingen zugeht.

Dann wird ein Rückzahlungsanspruch möglich sein. Ob Sie allerdings dann irgendwann den Anspruch auch tatsächlich durchsetzen können, kann nur mit 50:50 bewertet werden.

Suchen Sie unverzüglich mit allen Unterlagen einen Kollegen auf, damit diese geprüft und der notwendige Schritt eingeleitet werden kann. Dieses kann auch die Stellung einer Strafanzeige sein.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php

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Bewertung des Fragestellers 25.11.2012 | 14:13

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FRAGESTELLER 25.11.2012 4,8/5,0
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