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Geschäftsveräußerung im Ganzen


06.02.2018 18:14 |
Preis: 63,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Busch



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe am 15.07.2017 einen Pizza-Lieferdienst vom Inhaber abgekauft. Mit Hilfe meines Steuerberaters wurde ein Kaufvertrag erstellt, in diesem der Kaufpreis zzgl. MwSt. ausgewiesen worden ist. Laut meines Steuerberaters liegt keine Veräußerung im Ganzen vor. Nachdem ich alles bezahlt habe und die MwSt. beim zuständigem Finanzamt gelten machen wollte, wurde mir dieses verweigert unter der Begründung das es sich um eine Veräußerung im Ganzen handelt.

Den Lieferdienst habe direkt nach dem Kauf geschlossen und nicht weitergeführt. Da ich in der selben Stadt ebenfalls einen Lieferdienst habe ging es mir im erster Linie darum einen Mitbewerber weniger zu haben.

Nach langer Überlegung und viel Umbau habe ich dann nach 6 Monaten in dem gekauften Geschäft eine Zweigstelle meiner jetziger Filiale eröffnet.

Zwei meiner Freunde haben ebenfalls solche Geschäfte gemacht und es lief alles ohne Probleme. Sprich hier wurden auch Lieferdienste übernommen, die MwSt. ausgewiesen und wieder erstattet.

Heute war ich beim zuständigem Abteilungsleiter des Finanzamtes. Ohne wirklichem Ergebnis. Er meinte sogar das ich eventuell für Steuerschulden des Verkäufers haften könnte. §75 AO

Nun meine Frage was soll ich unternehmen? Liegt hier eventuell ein Fehler vom Steuerberater vor? Wie bekomme ich meine bezahlte MwSt. wieder zurück?

Viele Grüße

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ob der Steuerberater hier einen Beratungsfehler gemacht hat, kann auf der Basis Ihrer Angaben nicht final beantwortet werden, ist aber durchaus möglich.
Es erscheint schon unewöhnlich, dass der Steuerberater an der Vertragserstellung wesentlich beteiligt ist, dem Grunde nach ist ihm dies nämlich berufsrechtlich nicht gestattet. Ein Hinweis auf die steuerlichen Gefahren gehört zwingend zur Beratung dazu.

Um jedoch final beurteilen zu können, ob Sie gegen den Berater vorgehen können, sollte der Vertrag und Ihre Kommunikation mit dem Berater geprüft werden, damit ein eventuell bestehender Anspruch vernünftig aufgebaut werden kann.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 06.02.2018 | 22:24

Sehr geehrter Herr Busch,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Wenn alles so ist wie angegeben, könnte ich dann die MwSt. vom Steuerberater holen?

Könnten Sie auch noch auf das Thema "Geschäftsveräußerung im Ganzen" eingehen? Warum gab es bei meinen Bekannten die Probleme nicht, sondern nur bei mir?

Ich habe nichts anders gemacht. Nur das zuständige Finanzamt ist ein anderes.

Viele Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.02.2018 | 22:50

„Wenn alles so ist wie angegeben" - dieser Zustand existiert in der Praxis relativ selten. Wenn ein Beratungsfehler vorliegt, was ohne Kenntnis des Sachverhalts nicht beurteilt werden kann, dann haben Sie Ersatzansprüche. Aber schon der Hinweis des Steuerberaters, dass er bestimmte Fragen nicht beantworten kann und Sie noch einen Anwalt befragen sollten, kann eine Haftung ausschließen.

Ohne Kenntnis aller Unterlagen kann ich auch nicht beurteilen, weswegen in Ihrem Fall eine Geschäftsveräußerung im Ganzen vorliegt aber bei Ihren Bekannten nicht. Es kommt nicht darauf an, was Sie gemacht haben, sondern was auf der Verkäuferseite geschehen ist, dort muss man prüfen und dazu benötigt man detaillierte Kenntnis des gesamten Vorgangs.

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