Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Geschäftsschädigung


| 20.12.2005 14:16 |
Preis: ***,00 € |

Wirtschaftsrecht, Bankrecht, Wettbewerbsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,

ichn habe seit einigen Jahren ein Versicherungsmaklerbüro und mir einen soliden Kundenstamm aufgebaut und einen guten Namen in unserer Umgebung geschaffen.

Mein Vater hatte über viele Jahre eine Versicherungsagentur in der Ausschließlichkeit. In diesem Jahr hat er sich in gegenseitigem Einvernehmen mit Ausgleichszahlung von dem Versicherungsunternhemen getrennt und arbeitet freiberuflich bei mir mit. Seinen Kundenbestand hat eine andere Agentur zur Betreuung bekommen.

Nun ist es aber so, daß viele Kunden garnicht von dem neuen Vertreter betreut werden wollen, sondern lieber von mir. Denn auch mein Vater ist sehr bekannt hier und hat einen guten Ruf und viele Kunden wissen, daß er für mich arbeitet.

Nun erzählt der neue Vertreter überall herum, daß es meine Firma bald nicht mehr geben wird und noch viele andere an den Haaren herbei gezogene Behauptungen nur um zum Abschluß beim Kunden zu kommen.

Ich scheue in keinster Weise eine fairen Wettbewerb mit sauberen Methoden. Aber was dieser Vertreter hier veranstaltet, dem muß einfach einhalt geboten werden. Denn je mehr Kunden ihm eine Absage erteilen, umso agressiver wird er.

Welche Möglichkeiten habe ich das zu unterbinden? Soll ich ihm eine Brief schreiben und ihm mit Klage drohen? Oder soll ich gleich zu einem Anwalt gehen und von ihm einen Brief schreiben lassen? Einen Schaden kann ich nicht beziffern. Aber regelmäßig rufen mich Kunden und Bekannte an, ob das denn stimmt, was erzählt wird. Ich habe einfach nur die Nase voll ständig erklären zu müssen.

Ich hoffe, Sie können mir helfen.
Viele Dank

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,

leider ist der Wettbewerb in harten Zeiten teilweise jenseits von Gut und Böse, was Sie nun in nicht zu rechtfertigender Weise zu sprüren bekommen. Hergegen sollten Sie auf jeden Fall wie folgt vorgehen:

1.)

Zunächst einmal müssen Sie alle Kunden und Bekannte, die Sie darauf angesprochen haben, bitten, die wahrheitswidrigen Angaben des Konkurrenzen schriftlich bestätigen zu lassen, um für den Fall der gerichtlichen Auseinandersetzung die Beweise zu sichern.

Denn hier haben Sie einen Unterlassungsanspruch und daneben auch einen Widerrufsanspruch gegenüber allen Kunden/Bekannten, denen gegenüber diese wahrheitswidrige Aussage gemacht worden ist. Bezüglich des Widerrufes sollten aber gleich auch die Namen der Personen genannt werden, denen gegenüber dieser Widerruf zu erklären ist.

Dabei ist aber eine gewisse Vorsicht zu beachten:

Denn durch den Widerruf wird diese "schlechte Erinnerung" bei Kunden wieder hervorgerufen, was zu beachten ist. Gleichwohl, wenn Sie dabei kein Risiko sehen, besteht neben dem Unterlassungsanspruch auch dieser Widerrufsanspruch.

Sowie Sie die Aussagen schriftlich haben, sollten Sie dann aber einen Rechtsanwalt mit der weitergehenden Interessenvertretung und auch Abfassung der Unterlassungs- und/oder Widerrufserklärung, sowie der Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen beauftragen. Denn auch die Schadensersatzansprüche bestehen dem Grunde nach, wobei Höhe und Umfang aber nach der derzeitigen Schilderung kaum belegt werden können. Die Rechtsanwaltskosten werden aber jedenfalls als erstattungsfähiger Schaden bezifferbar sein; denn auch diese hat der Vertreter zu tragen.

2.)

Neben diesen zivilrechtlichen Ansprüchen steht es Ihnen weiter frei (und auch das würde ich empfehlen), Strafanzeige (die Kosten sind aber nicht erstattungsfähig, so dass diie Strafanzeige von Ihnen selbst gemacht werden sollte) zu stellen und auch den Vorgesetzten des Vertreters zu informieren, da so etwas auch geeignet ist, unlauteren Wettbewerb zu unterbinden. Machen Sie dabei deutlich, dass die Versicherer sich dieses Verhalten Ihres Mitarbeiters zumindest bei einer Wiederholung anrechnen lassen müssen und dann auch mit einer wettbewerblichen Unterlassung für einen Wiederholungsfall zu rechnen sein wird.

Selbstverständlich kann all dieses auch über unser Büro erfolgen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Vielen Dank! Nun weiß ich erst einmal wie ich weiter vorgehen muß. "
FRAGESTELLER 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER