Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Geschäftspartner verschwieg Privatinsolvenz und führte Geschäfte weiter


11.10.2017 14:04 |
Preis: 25,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Entstehen einer Forderung nach Insolvenzeröffnung


Hallo,

Firma F ist als Vertriebspartner für Person A tätig. Am 17.07. wurde von der GKV des A ein Insolvenzverfahren eröffnet. A hatte dies allerdings F nicht mitgeteilt und F führte den Vertrieb weiter. Die Vertriebsprovisionen nach dem 17.07. wurden nicht mehr an F bezahlt, bis F dann irgendwann erfahren hatte das A insolvent sei.

1. Wie kann Firma F noch an die ausstehenden Provisionzahlungen kommen?
2. Handelt es sich dabei um eine vorsätzlich begangene unerlaubte Handlung des A, da er ja wusste, dass er die Provisionen nicht zahlen kann, bzw. sein Konto vom Insolvenzverwalter eingefroren wurde?
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. In der Tat handelt es sich um eine Vertragsverletzung durch A. Dieser hätte seine Gläubiger über den Insolvenzantrag infomrieren müssen, da er aufgrund der beantragten und eröffneten Insolvenz nicht mehr zahlungsfähig ist. Eine Zahlung ausstehender Provisionszahlungen kann nur über die Anmeldung der Forderung zur Insolvenztabelle erfolgen. Ggfs. läßt sich mit dem Insolvenzverwalter eine Vereinbarung treffen, wenn dieser den Betrieb vortführt.

Eine Zahlung oder Sicherung Ihrer Forderung wird jedoch nicht mehr erfolgen, soweit nicht etwaige Forderung der Kunden von A, die F vermittelt als Sicherheit abgetreten wurden.

2. Forderungen die nach Insolvenzantrag entstanden sind, sind zur Insolvenztabelle mit dem Zusatz als Forderung aus unerlaubter Handlung anzumelden. Diese Forderung unterfallen dann, wenn diese festgestellt wird, nicht an der Restschuldbefreiung teil und kann nach Ablauf des Insolvenzverfahrens vollstreckt werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER