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Geschäftsführertätigkeit nach der Insolvenz


20.11.2006 21:32 |
Preis: ***,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe folgende Frage:

Sachverhalt:


Der Herr G ist Geschäftsführer der x GmbH. Herr G stellt rechtzeitig einen Insolvenzantrag.

Nach 3 Monaten bekommt er ein Angebot als Geschäftsführer der Y GmbH zu arbeiten. Die Gesellschafter der X GmbH sind damit einverstanden.

Meine Frage lautet : Darf ein Geschäftsführer nach anmeldung einer Insolvenz für eine GmbH danach nochmals Geschäftsführer sein? Ich habe was von einer 5 Jahres Frist gelesen , dass dieser 5 Jahre nicht GF sein darf wenn er wegen Bankrott verurteilt worden ist.

Bezieht sich das nur auf verurteilte Geschäftsführer oder grundsätzlich für jeden Geschäftsführer der eine Insolvenzantrag für die GmbH gestellt hat?
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Anfrage beantworte ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt.

Soweit die Voraussetzung für einen Insolvenzantrag bei einer GmbH vorliegen, ist der Geschäftsführer verpflichtet innerhalb von drei Wochen einen insolvenzantrag zu stellen. Eine Untersagung in einer anderen GmbH als Geschäftsführer bestellt zu werden bedeutet dies nicht.

Hinsichtlich der Neubestellung zum GmbH-Geschäftsführer gibt es in der Tat eine Regelung, wonach der GmbH Geschäftsführer nicht bestellt werden darf.

Nach § 6 Abs. 2 S. 3 GmbHG sind solche Personen als GmbH-Geschäftsführer/Liquidatoren nicht bestellungsfähig, die in den letzten fünf Jahren wegen einer Straftat nach §§ 283 bis 283 d StGB (Bankrott, Verletzung der Buchführungspflicht, Gläubiger- und Schuldnerbegünstigung) rechtskräftig verurteilt worden sind. Verurteilte Täter einer solchen Insolvenzstraftat können nach deutschem Recht daher nicht zum GmbH-Geschäftsführer/Liquidator bestellt werden, was dem Gläubigerschutz Rechnung trägt.

Allerdings setzt dies eine rechtskräftige Verurteilung voraus. Ein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens für die bisherige GmbH reicht hierzu nicht aus.

Ich hoffe Ihnen einen Überblick verschafft zu haben.

Mit besten Grüßen

RA Schröter

Anbei die Regelung betreffend einer Versagung der Bestellung zum Insolvenzverwalter.

§ 6 Abs. 2 Satz 3 GmbHG
Wer wegen einer Straftat nach den §§ 283 bis 283d des Strafgesetzbuchs verurteilt worden ist, kann auf die Dauer von fünf Jahren seit der Rechtskraft des Urteils nicht Geschäftsführer sein; in die Frist wird die Zeit nicht eingerechnet, in welcher der Täter auf behördliche Anordnung in einer Anstalt verwahrt worden ist. Wem durch gerichtliches Urteil oder durch vollziehbare Entscheidung einer Verwaltungsbehörde die Ausübung eines Berufs, Berufszweigs, Gewerbes oder Gewerbezweigs untersagt worden ist, kann für die Zeit, für welche das Verbot wirksam ist, bei einer Gesellschaft, deren Unternehmensgegenstand ganz oder teilweise mit dem Gegenstand des Verbots übereinstimmt, nicht Geschäftsführer sein.
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