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Geschäftsführer einer GmbH trotz Strafbefehl

25.04.2018 12:35 |
Preis: 61,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Wehle


Guten Tag,

ich habe 2016 einen Strafbefehl wegen Insolvenzverschleppung nach §15a Abs. 1 und 4 InsO, 14 Abs. 1 Nr. 1 STGB mit 70 Tagessätzen erhalten.

Darf ich jetzt in einer anderen Branche als angestellter Geschäftsführer einer GmbH arbeiten und im Handelsregister eingetragen werden? Ich persöhnlich habe keine Insolvenz oder ähnliches gehabt.

Sehr geehrter Ratsuchender,

gern beantworte ich Ihre Frage aufgrund der von Ihnen getätigten Angaben wie folgt.

Nein, Sie können für die Dauer von 5 Jahren seit Rechtskraft des Strafbefehls nicht Geschäftsführer einer Kapitalgesellschaft (bspw. GmbH, UG…) sein.
Dies ergibt sich eindeutig aus § 6 Abs. 2 Satz 2 Nr. 3a GmbHG.

Dabei ist steht der rechtskräftig gewordene Strafbefehl einer entsprechenden rechtskräftigen Verurteilung gleich (vgl. § 410 Abs. 3 StPO).

Eine Tätigkeit in einer anderen Branche bzw. Ihre persönlichen finanziellen Umstände spielen hierbei keine Rolle.
Der amtierende Geschäftsführer könnte Ihnen jedoch Prokura erteilen.

Ich hoffe Ihre Fragen beantwortet zu haben und verbleibe mit

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Wehle
Rechtsanwalt /Aachen



Nachfrage vom Fragesteller 25.04.2018 | 13:25

Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Wie sieht es mit einer Ltd. aus die einen Niederlassung in Deutschland hat. Ist dies dort auch der Fall?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.04.2018 | 14:08

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen dank für Ihre Nachfrage.
Nein, eine solche Beschränkung gibt es im englischen Gesellschaftsrecht nicht. Insoweit könnten Sie hier Director einer Ltd. mit Geschäftssitz in Deutschland werden.
Bedenken sie jedoch vor einer voreiligen Entscheidung zugunsten einer Ltd. deren Nachteile, wie die doppelte Bilanzierung, den Verwaltungssitz in England, die bisher noch nicht entschiedenen Fragen zum Bestand englischer Gesellschaften mit dem Ausscheiden Großbritaniens aus der EU (die Niederlassungsfreiheit der Britten oder auch der brittischen Gesellschaften dürfte mit dem Vollzug des Austritts hinwegfallen), etc..

Die so gern unbedachte Gefahr der Durchgriffshaftung auf den Director einer Ltd. bei nichterfüllung der Bilanzierungspflichten in England sollte nicht unterschätz werden. Eine solche Pflichtverletzung würde auch zum Wegfall einer Schuldbefreiung in einer Privatinsolvenz führen und dergleichen mehr.
Ich rate hier dringend dazu einen versierten Kollegen vor Ort aufzusuchen und sich dazu umfassend beraten zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Wehle
Rechtsanwalt /Aachen


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