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Geschäftliche Schulden


| 10.04.2007 11:36 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sabine Reeder



Hallo,

ich bin seit 2001 geschieden, der Zugewinn wurde bisher nicht geregelt, da ich an unserem Haus und unserer Eigentumswohnung zu 1/2 Miteigentümerin bin. Nun sind auf beiden Objekten noch Schulden. Da während der Ehe geschäftliche Schulden durch den Betrieb meines Ex-Mannes entstanden sind und ich diese Kreditverträge mitunterzeichen mußte, weil der Kredit über Grundschulden abgesichert wurde, ist nun meine Frage, kann er die geschäftlichen Schulden bzw. Zinsen und Tilgung aus den geschäftlichen Schulden, von den Mieteinnahmen abziehen? Kann er die geschäftlichen Schulden vom Wert der gemeinsamen Immobilien abziehen, weil ich die Kreditverträge mit unterschrieben habe?

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben wie folgt beantworten möchte:

Bei einer rechtkräftigen Scheidung im Jahr 2001 ist eine Zugewinnausgleichsforderung nun bereits verjährt § 1378 IV BGB.

Ehegatten haften im Güterstand der Zugewinngemeinschaft und der Gütergemeinschaft nicht für die Schulden des anderen Ehegatten.

Anders ist es leider dann, wenn Verträge gemeinsam unterzeichnet werden. Dann liegt eine Haftung als Gesamtschuldner vor und jeder der die Schulden gegenüber dem Gläubiger begleicht, kann im Innenverhältnis den Ausgleich vom anderen Schuldner verlangen.
Ihr Mann kann von daher die Tilgungen und Zinsen hälftig von Ihnen verlangen, bzw. mit den Mieteinnahmen aufrechnen.

Für eine Wertermittlung des Endvermögens beim Zugewinnausgleich sind Verbindlichkeiten natürlich abzuziehen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiter helfen und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Sabine Reeder
Rechtsanwältin

Meine Antwort umfasst nur die Informationen, die mir zur Verfügung gestellt wurden. Für eine verbindliche Bewertung ist eine umfassende Sachverhaltsermittlung vonnöten, die im Rahmen einer Online-Beratung nicht möglich ist.

Nachfrage vom Fragesteller 10.04.2007 | 16:34

Sehr geehrte Frau RA Reeder,

vielen Dank für die schnelle und sehr hilfreiche Antwort. Darf ich Sie noch fragen, wie lange er rückwirkend Kosten geltend machen kann. Er hat die letzten 8 Jahre aufgerechnet und seinen Stundenaufwand mit 20 EUR in Rechnung gestellt. Bezahlen kann ich es sowieso nicht da ich nur 700 EUR im Monat verdiene. Er ist schon längere Zeit arbeitslos und seit Oktober letzten Jahres bekommt er kein Arbeitlosengeld. Kann ich gerichtlich erwirken das er das Haus verkaufen muß oder irgendwie aus den geschäftlichen Schulden rauskommen? Damit nicht bald alles weg ist?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.04.2007 | 20:33

Gerne beantworte ich Ihre Nachfrage. Sie sollten den Einwand der Verjährung erheben. Die regelmäßige Verjährung beträgt drei Jahre und beginnt mit dem Schluss des Jahres indem der Anspruch entstanden ist. Alle Forderungen aus dem Jahr 2003 sind bereits am 01.01.2007 verjährt. Es kann somit nur mit den Forderungen aus 2004,2005 und 2006 aufgerechnet werden. Ein Stundenlohn von 20 € halte ich auch für übertrieben. Wenn Sie Miteigentümerin des Hauses sind, können Sie eine Teilungsversteigerung beantragen.

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