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Gesamtschuldnerausgleichsanspruch nach §426 BGB

08.05.2008 15:23 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin P. Freisler


Zur Finanzierung des im Gesamthandseigentum von mir und meiner Ex-Frau stehenden ehemaligen Familienheims habe ich im Jahr 2002 ein Bauspardarlehen aufgenommen. Der zugrundeliegende Bausparvertrag wurde von mir alleine abgeschlossen. Auf dem Darlehensvertrag mit der Bausparkasse hat meine damalige Frau jedoch als "Ehegatte / weiterer Kreditnehmer" mit unterschrieben.

Im November 2005 habe ich dann die damals noch bestehende Restschuld des Bauspardarlehens i.H.v. rund 10.000 EUR alleine getilgt. Die dazu erforderlichen Geldmittel erhielt ich von meiner Mutter.

Wir lebten seit November 2004 getrennt. Die Scheidung wurde von mir im Juli 2005 beantragt und ist seit März 2006 rechtskräftig.

Besteht nun zum heutigen Tage noch ein Anspruch meinerseits gegen meine Ex-Gattin auf Zahlung des hälftigen Betrages dieser Sondertilgung?

Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund Ihrer Schilderungen beantworte ich Ihre Frage in einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt:

Ihre Frage kann hier nicht abschließend ohne Kenntnis des näheren Sachverhaltes pauschal beurteilt werden. Grundsätzlich haften zwei Kreditnehmer jeweils voll im Außenverhältnis und hälftig im Innenverhältnis. Nun kam es allerdings nach Ihrer Schilderung zu einer Scheidung. Im Rahmen dieser wird eine Vermögensauseinandersetzung vorgenommen worden sein. Sie sollten daher prüfen, welche Vereinbarungen hinsichtlich des Kredites, bzw. der abgesicherten Immobilie getroffen wurden, d.h. ob diese Verpflichtung bereits in welcher Art Berücksichtigung gefunden hat, sowie ggf. wer daraus aktuell nun den tatsächlichen Nutzen zieht. Denn insoweit kann sich das (ursprüngliche) Innenverhältnis von den o.g. 50:50 ändern. Dies gilt auch, sollten der Kredit oder die Raten auf eventuellen Unterhalt angerechnet worden sein.

Entscheidend für die Beantwortung Ihrer Frage sind somit die im Rahmen der Ehe/Trennung/Scheidung getroffenen Vereinbarungen. Ich rate Ihnen daher, diese zu prüfen bzw. sich mit Ihrem damaligen Anwalt in Verbindung zu setzen.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen eine erste rechtliche Orientierung geben zu haben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass eine abschließende rechtliche Bewertung Ihres Problems die Kenntnis des vollständigen Sachverhaltes erfordert. Im Rahmen dieses Forums können sich die Ausführungen aber ausschließlich auf Ihre Schilderungen stützen, und somit nur eine erste anwaltliche Einschätzung darstellen.

Ich empfehle Ihnen daher, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu beauftragen, sofern Sie eine abschließende Beurteilung erhalten möchten. Bitten beachten Sie, dass dabei weitere Kosten anfallen.

Gerne stehe auch ich Ihnen bei der weiteren Durchsetzung Ihrer Interessen zur Verfügung. Sollten Sie dies wünschen, können Sie sich jederzeit - gerne auch per eMail - mit mir in Verbindung setzen.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen


Martin P. Freisler
- Rechtsanwalt -


www.ra-freisler.de




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