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Gesamtschuldnerausgleich - Wie vorgehen?


28.04.2005 17:51 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Hallo,

ich hatte ab Mitte 2002 gemeinsam mit einem Bekannten (Herrn B.) ein Haus angemietet. Ende Juli 2004 bin ich durch Nachmieterstellung dort ausgezogen.
[In dieser Angelegenheit gab es im Nachhinein eine Menge Schwierigkeiten, die ich in einem früheren Beitrag vom 04.02.2005 hier schon beschrieben habe, vgl. "Nachmieter eingezogen, dann verschwunden - wer ist verpflichtet?]

Die heutige Frage bezieht sich nun auf folgende Situation:

Der Mietzins wurde seinerzeit von Herrn B. überwiesen; ich habe ihm immer die Hälfte in Bar gegeben.
In der Zeit vor meinem Auszug (etwa Mitte Feb´04 bis Mai´04) haben wir auf Grund eines erheblichen Wasserschadens eine gekürzte Miete überwiesen. Es dauerte dann noch bis Ende Dez´04 - also nach meinem Auszug - um sich mit dem Vermieter einvernehmlich auf die Höhe dieser Kürzung zu einigen. Kurzum, wir wurden aufgefordert, eine entstandene Differenz von über 1.500,- EUR nach zu zahlen.

Nun hätte im besten Fall jeder von uns die Hälfte überwiesen und (zumindest) diese Sache wäre erledigt gewesen. So dachte ich und überwies meinen Teil in Höhe von 750,- EUR sofort.
Aber! Da Herr B. nach meinem Auszug mit weiteren Mieten rückständig und letztlich fristlos gekündigt wurde, hat der Vermieter von mir als Gesamtschuldner auch die andere Hälfte eingefordert. Ich bin dieser Forderung nachgekommen, da ich allein seinerzeit eine Bankbürgschaft als Kaution eingebracht hatte, die ich so viele Monate nach meinem Auszug im Original auch der Bank endlich zurückgeben musste.

Der Vermieter, Herr B. und ich haben uns Anfang Februar 2005 anlässlich der Hausübergabe (bei der ich nicht direkt zugegen war) getroffen, um Rückzahlungsmodalitäten zu vereinbaren: Herr B. an den Vermieter sowie an mich. Leider war Herr B. zu keinen konkreten Aussagen fähig, da er sich erst mit seiner zukünftigen wirtschaftlichen Situation auseinandersetzen wollte!!?

Als (früherer) Bekannter versprach er jedoch unter 4 Augen, dass er mir gegenüber Teilzahlungen leisten will, spätestens innerhalb von 6 Monaten jedoch den gesamten Betrag zurück zu zahlen gedenkt. Dies war das letzte Mal, dass ich mit ihm gesprochen habe!

Seit dem ist jeder ´freundschaftliche´ Versuch, den Kontakt aufzunehmen, gescheitert. Ich habe unzählige Male angerufen - er nimmt nicht ab, ruft nicht zurück. Auf SMS und E-MAIL ebenso keine Reaktion. Und auch eine Erinnerung über persönliche Kontakte von ihm blieb erfolglos.

Also:
Wie habe ich hier weiter vorzugehen? (Schriftlich, mit Fristsetzung, Zahlungsvorschläge ja/nein, etc.)
Wie hoch sind meine Kosten, falls das nicht ohne Anwalt durchzusetzen ist? Da muss ich sicher in Vorleistung gehen?
Lohnt sich dies vielleicht gar nicht, und ich kann die 750,- EUR gleich vergessen, weil da nichts zu holen scheint?

Danke im Voraus für eine Beantwortung.


PS. Der Vermieter hat einen Anwalt eingeschaltet und mir mitgeteilt, dass er auf das erste Schreiben mit Fristsetzung schon mal keine Reaktion bekam. Schöne Aussichten...
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Nach Ihrer Schilderung befindet B sich auf jeden Fall, durch Fristablauf Ihre Aufforderung zu zahlen, im Verzug.

Sie sollten die Forderung daher gerichtlich, am besten im Wege des Mahnbescheides geltend machen. Die Rechtsanwalt- und Verfahrenskosten werden mit festgesetzt und sind von B zu tragen.

Nach Erhalt des Titels – der Ihre Forderung sichert – können Sie immer noch eine Ratenzahlung vereinbaren.

Den Kollegen müssen Sie als Auftraggeberin zunächst bezahlen.

Die Kosten für die Einreichung des Mahnbescheides liegen incl. Gerichtsgebühr bei rund 120 €, für den Vollstreckungsbescheid kommen rund 40 € hinzu.

Einen Rechner für mögliche weitere Prozesskosten finden Sie auf unserer Homepage unter „Informationen“.

Über die Erfolgsaussichten einer evtl. Vollstreckung kann ich natürlich nichts sagen, bedenken Sie aber, dass Sie 39 Jahre Zeit haben.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend und zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich.

Mit freundlichen Grüßen


Stefan Steininger
Rechtsanwalt

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