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Gerüst für Zeit in Rechnung gestellt, in der keine Arbeiten ausgeführt wurden

22.07.2019 17:51 |
Preis: 48,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Torsten Vogel


Zusammenfassung: Vertragsgestaltung bei Gerüststellung

Sehr geehrte/r Anwältin/Anwalt.

Der Zimmermann, der die oberste Geschossdecke innen in meinem Mehrfamilienhaus saniert hat, hat mir für die gesamte Standzeit das Gerüst und den Bauaufzug berechnet, obwohl in manchen Wochen gar nicht oder nur wenige Tage gearbeitet wurde. Beispiel: In der vorletzten Woche wurden nur drei Tage (Mi-Fr) gearbeitet, in der letzten Woche wurde nur noch das Gerüst abgebaut - am Freitag.
Die Terminplanung war allein die Entscheidung des Zimmermanns, von meiner Seite gab es keine Hindernisse, auch das Wetter spielte keine Rolle. Einige Zeit verging auch damit, dass der Zimmermann von ihm fahrlässig verursachte Schäden beseitigen musste.
Nun die Frage: Bin ich verpflichtet für die gesamte Standzeit die Miete für Aufzug und Gerüst zu bezahlen, auch wenn ich für die Untätigkeit des AN nicht verantwortlich bin?
Ich habe einen Bauleiter u.a. zur Überwachung der Arbeiten und zur Prüfung der Rechnungen beauftragt, der hat die Posten durchgewinkt und in letzter Konsequenz von den höheren Kosten profitiert. Auf Rückfrage kam eine weitergeleitete Mail des Zimmermanns, der argumentierte er müsse ja seinerseits das Gerüst für die gesamte Zeit bezahlen. Ist es tatsächlich meine Pflicht unter diesen Umständen die gesamte Standzeit zu bezahlen?

Mit freundlichen Grüßen



Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage kann auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben leider nicht abschließend beantwortet werden.

Es kommt auf die zu Grunde liegenden vertraglichen Abreden zwischen Ihnen und dem Zimmermann an.
In der Regel liegt einem solchen Vertrag ein Angebot des Handwerkers zu Grunde.

Sind dort die einzelnen Leistungen pro Einheit mit einem bestimmten Betrag beziffert spricht mein von einem Einheitspreisvertrag.
Ist für die gesamte Leistung unabhängig von der Menge des eingesetzten Materials und unabhängig von der Dauer ein fixer Betrag bestimmt spricht man von einem Pauschalpreisvertrag.

Sollte ihnen die Leistung "Stellung eines Gerüstes" daher zuzüglich einer Vorhalteposition nach Tagen oder Wochen (pro Woche, Betrag) angeboten worden sein, so richtet sich der Preis nach dem Zeitraum der Vorhaltedauer.

Wenn die Position pauschal "Gerüst Aufstellen und Vorhalten für die Dauere der Arbeiten" angeboten wurde, dann hat die Dauer der Vorhaltung des Gerüstes keinen Einfluss auf den Umfang des Werklohnes.

Manchmal wird beides auch kombiniert (Pauschalbetrag für Aufstellung, Abbau und Vorhaltung für die ersten zwei Wochen, weitere Betrag pro weitere Woche).

Je nach Art der getroffenen Regelung ist somit die Werklohnforderung korrekt oder nicht.
Ggf. nutzen sie die Nachfragefunktion zu näheren Erläuterung

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 22.07.2019 | 19:41

Danke für Ihre Antwort.
Angeboten waren vier Wochen, „alle nicht im Angebot beschriebenen und unvorhersehbaren Arbeiten werden mit dem Auftraggeber gesondert abgestimmt."
Das ist so nicht geschehen. Insbesondere das im Beispiel hervorgehobene Vorgehen, in einer Woche zwei Tage verstreichen zu lassen und in der Folgewoche bis zum Abbau bis Freitag zu warten - was nur ein Beispiel ist.
Ich frage mich daher nun grundsätzlich, ob da Streit lohnt oder ob ich einfach zu dumm und unerfahren war, solche Auswüchse zu begrenzen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.07.2019 | 23:54

Ob es sich für Sie lohnt mit der Gegenseite über den in Frage stehenden Betrag zu streiten, dies können sie nur selbst entscheiden.
Sie sollten hierzu einen Fachkollegen vor Ort konsultieren und diesem die Vertrags- und Abrechnungsunterlagen für eine vollständige Prüfung vorlegen.
Ohne Kenntnis der konkreten Vertragsunterlagen kann eine Einschätzung über dieses Portal nur eine grobe Orientierung geben.

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