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Geruchsbelästigung durch Nachbarn

| 26.05.2010 23:19 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Hallo,
ich habe schon ganz viel gelesen über Geruchsbelästigung durch rauchende Nachbarn, aber leider keine Antwort auf meine Frage gefunden.. Wir wohnen zu dritt (2 Erwachsene, 1 Kleinkind) in einer Mietwohnung und schräg unter uns wohnen 2 arbeitslose Menschen Mitte 40. Beide haben (unserer Meinung nach) ein Alkoholproblem, sind übergewichtig und schwitzen viel. Außerdem pöbeln sie uns öfters an und drohen meinem Lebensgefährten (23) sowie unserem Nachbarn von gegenüber (alleinstehend, 25) gerne mal mit Schlägen, wenn etwas nicht nach ihrem Willen verläuft. (wenn man z.B. aus Versehen die Tür ein bisschen zu laut schließt, man "zu schnell" die Treppen "rauftrampelt" usw.) .. Das ist allerdings nicht mein Hauptproblem.
Die beiden Personen lassen gerne ihre Wohnungstür offen stehen, sodass uns oberen Mietparteien oft übel wird, wenn wir den Hausflur betreten. Der Geruch ist undefinierbar. Wenn wir dann die Fenster im oberen Teil des Hausflures öffnen, weil dieser aggresive Gestank von altem Essen, Alkohol, Schweiß und weiß Gott was, einfach unausstehlich ist, trampeln die beiden die Treppe hoch, knallen die Fenster zu und beschimpfen uns als "bescheuert" oder gerne auch mal als "verdammte Juden".
Begrüßt wurden wir bei unserem Einzug 2008 übrigens durch die Worte "Wir haben hier schon 3 Familien rausgeekelt!".

Kann man dagegen irgendwas tun oder müssen wir das so hinnehmen? Die Wohnungsverwaltung verschickt zwar teilweise Schreiben à la "Da hat sich mal wer beschwert, dass ihr immer so rumpöbelt" aber passieren tut eigentlich nichts.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne auf Basis Ihres Einsatzes und des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts wie folgt beantworten möchte:

Sie haben sowohl Unterlassungsansprüche gegen Ihren Vermieter, soweit die störenden Nachbarn zur Miete wohnen, wovon ich ausgehe, sowie gegen diese selbst.

Möglicherweise besteht auch ein Kündigungsgrund, da der Hausfrieden nachhaltig gestört wird.
Ein wichtiger Grund zur außerordentlichen Kündigung liegt nämlich vor, wenn eine Vertragspartei den Hausfrieden nachhaltig stört, so dass dem Kündigenden unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls, insbesondere eines Verschuldens der Vertragsparteien, und unter Abwägung der beiderseitigen Interessen die Fortsetzung des Mietverhältnisses bis zum Ablauf der Kündigungsfrist oder bis zur sonstigen Beendigung des Mietverhältnisses nicht zugemutet werden kann.

Vorher wäre eine Abmahnung seitens des Vermieters grundsätzlich erforderlich.

Sie sollten einerseits ein Protokoll über die Belästigungen gleich welcher Art führen und Zeugen heranziehen, insbesondere Mitmieter.

Möglich wäre es auch, die Miete zu mindern, da Ihr Wohnwert durch die Belästigungen verringert wird. Insoweit hätten Sie dann auch ein Druckmittel gegenüber Ihrem Vermieter.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Abend.

Bewertung des Fragestellers 26.05.2010 | 23:36

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