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Gerichtliches Mahnverfahren trotz beglichener Schuld

02.04.2014 13:45 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


15:28

Hallo,

ich hatte vor über einem halben Jahr einen Artikel gekauft und diesen über Clickandbuy (Bezahlmethode aus dem Internet) bezahlt. Nun war ich mit dem Artikel unzufrieden und da sich der Verkäufer nicht gemeldet hat, habe ich die Zahlung zurückgehen lassen. Da Clickandbuy nur ein "Vermittler" ist entstand mir durch die widerrufende Lastschrift eine Schuld bei Clickandbuy in Höhe der Kosten des Artikels + Bearbeitungsgebühr.

Ich habe Clickandbuy anschließend über den Vorfall informiert und wurde dennoch angemahnt.
Ich stellte mich zunächst stur und wollte vom Verkäufer zunächst einmal mein Geld zurückbekommen und habe anschließend den besagten Betrag (125,48€) an Clickandbuy überwiesen - dies geschah etwa 2 Tage nach gesetzter Frist unter Androhung eines Inkassosunternehmens seitens Clickandbuy.

Das Geld wurde an die von Clickandbuy übermittelte Bankinformationen gesendet.

Paar Wochen später bekam ich ein Brief von einem Inkassounternehmen über die volle Summe + Mahn - und Bearbeitungsgebühren. Das Ganze umfasste dann eine Summe von 230€, also fast das doppelte des Ursprungs.

Ich wies das Inkassounternehmen daraufhin, dass ich den Betrag bereits überwiesen hatte und übermittelte einen Bankauszug. Ich bat zusätzlich schriftlich um eine Prüfung der Sachlage, um die Zahlung zuzuordnen und den Quatsch zu beenden. Das Inkassounternehmen reagierte nur mäßig auf meine Anfragen und übermittelten weiterhin Mahnbriefe + weitere Kosten.

Anschließend wurde eine Anwältin mit dem Fall beauftragt, die ebenfalls die bereits gezahlten Kosten bei mir eintreiben wollte. Ich übermittelte wieder die betreffenden Bankauszüge und den bisherigen Schriftverkehr mit dem Inkassounternehmen, wo ich nochmals deutlich daraufhin wies das der Betrag bereits bezahlt worden ist.

Die Anwältin teilte mir nun mit, dass der Betrag bei Clickandbuy eingegangen sei, jedoch aus buchungstechnischen Gründen nicht zugewiesen werden kann und auf einem Guthabenkonto bei Clickandbuy lagert. Ich hätte die Möglichkeit mich Clickandbuy auseinander zu setzen und den Betrag einzufordern - sollte jedoch trotzdem alle Mehrkosten bezahlen + den Betrag der auf einem Guthabenkonto lagert + entstandene Zinsen.

Dazu musst gesagt werden, dass mein Konto von Clickandbuy höchstpersönlich gekündigt worden ist und ich kein Zugang zu einem Guthabenkonto bei diesem Unternehmen besitze.

Nun ist das gerichtliche Mahnverfahren eingetroffen und ich bin nicht bereit 300,00€ zu bezahlen, da ich bereits Monate vorher um Aufklärung der Sache gebeten hatte und mein nötigstes dazu beigetragen habe. Des Weiteren hätten die Kosten der Anwältin vermieden werden können indem das Inkassounternehmen die Sachlage anständig geprüft und mich informiert hätte.

Sämtlicher Schriftverkehr liegt mir vor und eine Zahlung an Clickandbuy ist ohne Zweifel nachweisbar. Zusätzlich bestätigte mir die Anwältin das gezahlt worden ist.

Nun ist meine Frage:

Wie gehe ich an den Widerspruch heran und hat er Aussicht auf Erfolg?


Mit freundlichen Grüßen

Einsatz editiert am 02.04.2014 13:55:30

02.04.2014 | 14:05

Antwort

von


(948)
Golmsdorfer Str. 11
07749 Jena
Tel: 036412692037
Web: http://www.jena-rechtsberatung.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie müssen unbedingt Widerspruch einlegen.

Dieser muss nicht begründet werden.

Insoweit wird er im Zweifel auch keinen Erfolg haben, da das Gericht weder die Voraussetzungen der Forderung noch den Widerspruch prüft.

Die Gegenseite ist dann aber gehalten, in das Klageverfahren überzugehen.

Die Hauptforderung ist auch erledigt, da Sie diese bezahlt haben.

Dass diese Zahlung nicht zugeordnet werden kann, ist nicht Ihr Verschulden.

Insoweit kann sich die Gegenseite wirksam nur noch um die Nebenkosten streiten.

Da Sie sich damals aber mit der Zahlung in Verzug befanden, sind nach §§ 286 , 288 BGB diese zusätzlichen Kosten und Zinsen als Schadensersatz zu bezahlen.

Dem Grunde nach kann man nichts gegen diese Kosten einwenden, aber der Höhe nach sollte man sie prüfen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Steffan Schwerin

Rückfrage vom Fragesteller 02.04.2014 | 15:08

Hallo,

vielen Dank für Ihre schnelle Beantwortung.

Eine kleine Frage hierzu habe ich jedoch noch.

Sie haben geschrieben, dass es eigentlich nur noch um die Nebenkosten geht. Mir stellt sich dabei nur die Frage in wie weit die gültig gemacht werden können, denn:

1. Solange ich keine andere Bankinformation und/oder Zahlungsanweisung habe, gilt für mich doch das aktuelle?

2. Das Unternehmen hat ein Inkassounternehmen und eine Anwältin beauftragt, obwohl wie Sie ja auch festgestellt haben die Hauptforderung erfüllt worden ist. Ich bat das Inkassounternehmen die Sache zu prüfen und sie taten es nicht ausreichend (sie konnte die Zahlung nirgends verbuchen, erst die Anwältin konnte das)

Daher kann mir das Ganze doch nicht in Rechnung gestellt werden oder bin ich da auf dem Holzweg?

Vielen Dank

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.04.2014 | 15:28

1. Solange ich keine andere Bankinformation und/oder Zahlungsanweisung habe, gilt für mich doch das aktuelle?

Sie hatten eingangs berichtet, erst 2 Tage nach Frist gezahlt zu haben.

Insoweit befanden Sie sich in Verzug.

2. Das Unternehmen hat ein Inkassounternehmen und eine Anwältin beauftragt, obwohl wie Sie ja auch festgestellt haben die Hauptforderung erfüllt worden ist. Ich bat das Inkassounternehmen die Sache zu prüfen und sie taten es nicht ausreichend (sie konnte die Zahlung nirgends verbuchen, erst die Anwältin konnte das)

Daher kann mir das Ganze doch nicht in Rechnung gestellt werden oder bin ich da auf dem Holzweg?

Nein, sind Sie nicht.

Es dürfen natürlich keine doppelten Kosten anfallen.

Im Zweifel fallen die Inkassokosten weg, da es nicht erforderlich war, ein solches zu beauftragen.

ANTWORT VON

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