Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Gerichtlicher Mahnbescheid von Freenet - wie reagieren?

| 03.04.2009 07:31 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Trettin


Hallo.

ich bin mir unsicher was ich jetzt tun soll und bitte deshalb um Rat.
Im Februar 08 habe ich wegen Umzugs meinen DSL-Tarif und IM SELBEN SCHREIBEN den bestehenden Freenet-Phone (Call-by-Call?)-Tarif gekündigt.(die Kündigung hätte zum 26.03.08 greifen müssen). Gleichzeitig schrieb ich auch, dass für uns ab dem 28.08. eine Flatrate (Internet und Telefon) über die Deutsche Telekom besteht.

Ich erhielt eine Kündigungsbestätigung von Freenet. (In dieser Kündigungsbestätigung wurde zwar nur auf den DSL-Tarif eingegangen, aber das habe ich erst später bemerkt nachdem der Ärger schon angefangen hatte).

Auf jeden Fall hat man bei Freenet meine Kündigung für den Phone-Tarif übersehen. Man hat das wohl einfach nicht beachtet, denn erhalten haben sie mein Schreiben ja!

Im April hatte ich eine Störung mit meinem Anschluss, Telefonate mit der Telekom ergaben, dass Freenet den Anschluss wohl noch besetzt hat und Gespräche - trotz Flatrate bei der Telekom - noch über Freenet liefen! Entsetzt schrieb ich eine Reklamation an Freenet und von dort wurde mit sofortiger Wirkung aus dem Telefontarif entlassen (schon allein das zeigt doch eignetlich, dass hier ein Versäumnis von Freenet vorgelegen haben muss, oder?!)

Meine Mai- und Juni-Rechnungen enthielten noch Forderungen von Freenet, diese ließ ich zurückgehen. Hier waren allerdings noch Forderungen von vor dem 26.03.08 enthalten, diese überwies ich wieder zurück.

Nun hat Freenet noch zwei Forderungen offen: Einmal 34,37 und einmal 22,71 Euro. Beides Beträge, die aus Telefonaten nach dem 31.03.08 entstanden sind - zu einem Zeitpunkt wo ich dachte, ich telefoniere mit meiner Flatrate der Telekom!

Unzählige Schriftwechsel folgten. Auch Telefonate mit der teuren Servicehotline von Freenet. Eine Mitarbeiterin von dort bestätigte mir, dass sie mein Schreiben erhalten haben und las mir sogar den Satz vor, in welchem ich meinen Phone-Tarif kündigte.
Also habe ich die Forderungen nicht bezahlt.

In einem Schreiben vom 23.07. schrieb Freenet mir dann: "Sollten Sie belegen können, dass Sie Ihre Gesprächsverbindungen ab dem 26.03.08 aufgrund einer bestehenden Telefonflatrate mit der Deutschen Telekom geführt hätten, bitte wir um Übermittlung. Bitte teilen Sie uns dabei auch vorsorglich Ihre Bankverbindung mit.
Also schickte ich meinen Telekom-Auftrag als Beweis - und erhielt als nächstes Schreiben gleich eine Mahnung von Acoreus-Inkasso. Einige Schriftwechsel folgten, in einem schrieb Acoreus: Nach Kündigung oder Widerruf eines Preselection-Vertrages muss die Anbietervoreinstellung bei der Deutschen Telekom auf einen neuen Anbieter oder zurück auf die DT durch den Anschlussinhaber selbst geändert werden. Die Beendigung des "alten" Preselection-Vertragesht keinen Einfluss auf die Anbietervoreinstellung bei der DT. Wird idese Umschalunt nicht oder nicht rechtzeitig beantragt, werden Gespräche weiterhin zum jeweils gültigen "Call-by-Call"Tarif über das Netz des alten Preselectionanbieters geführt und über die DT in Rechnung gestellt. Dies ist im vorliegenden Inkassovorgang der Fall".
Ich habe ehrlich gesagt nicht ganz verstanden was die von mir wollten, denn ich habe bei Freenet gekündigt und bei der Telekom einen neuen Vertrag abgeschlossen - dass muss als Verbraucher doch reichen?! Was soll man denn noch mehr tun?

Ich habe dann noch einmal geantwortet dass man mir - wenn das so wäre mit dem was mir im letzten Schreiben mitgeteilt hat - das gleich sagen hätte können (dann hätte ich mir eine Menge Briefe und Inkassogbühren gespart) und dann war es mir zu blöd.
Tja, und gestern flatterte mir ein gerichtlicher Mahnbescheid über 185,79 ins Haus. Von 57,08 Euro bin ich mittlerweile nun bei 185,79 Euro Forderungen angekommen.
Ich weiß jetzt nicht mehr, was ich tun soll. Ich möchte den Betrag natürlich nicht zahlen, habe aber Angst dass noch mehr an Kosten auf uns zukommt falls wir vor Gericht müssen.

Was soll ich denn nun tun? Doch zahlen (was mich wirklich ärgern würde) oder WIderspruch einlegen?

Vielen Dank!

Sehr geehrte Fragestellerin,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, zu der ich auf der Grundlage Ihrer Schilderung und Ihres Einsatzes gerne wie folgt Stellung nehme:

Meines Erachtens müssen Sie die in Rede stehenden Telefonate nicht bezahlen. Zwar haben Sie (unwissentlich) kostenpflichtige Leistungen Ihres alten Anbieters in Anspruch genommen, so daß an sich ein Zahlungsanspruch gegen Sie besteht.

Diesem Anspruch können Sie aber wohl einen Schadensersatzanspruch in gleicher Höhe entgegensetzen. Denn hätte der Anbieter Ihre Kündigung ordnungsgemäß bearbeitet, wären die Verbindungen über die Deutsche Telekom AG abgewickelt worden - und zwar ohne (zusätzliche) Kosten für Sie.

Das scheint Ihr alter Anbieter im übrigen auch so zu sehen; anders läßt sich das Schreiben, in dem er einen Beleg für die Existenz einer "Flatrate" fordert, kaum verstehen.

Vor diesem Hintergrund lohnt es sich m. E., dem Mahnbescheid zu widersprechen. Ob Sie von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, können natürlich nur Sie selbst entscheiden.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Trettin
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 03.04.2009 | 13:25

Vielen Dank für Ihre Antwort, Herr Trettin.

Sie denken also nicht, dass ein Versäumnis meinerseits vorliegt? Weil ich nicht richtig drauf geachtet habe dass die erhaltene Kündigung sich auf den DSL-Tarif bezog? Kann man mich dafür belangen dass ich nicht nachgehakt habe?

Meinen Sie, dass die Sache vor Gericht geht? Ich bin in diesen Dingen völlig unerfahren sozusagen...

Danke und viele Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.04.2009 | 17:49

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Ob die Gegenseite die vermeintliche Forderung nach einem Widerspruch gegen den Mahnbescheid weiterverfolgt, kann ich nicht sagen.

Auch läßt sich nicht völlig ausschließen, daß Ihnen ein Gericht ein Mitverschulden anlastet, weil Sie nach Erhalt der "unvollständigen" Kündigungsbestätigung untätig geblieben sind.

Aus meiner Sicht kann dies den Anbieter aber erstens nicht völlig, sondern - wenn überhaupt - nur teilweise entlasten. Und zweitens betrifft dieser Aspekt ohnehin nur die Hauptforderung in Höhe von knapp 60,00 €. Denn es dürfte keinesfalls erforderlich gewesen sein, ein Inkassounternehmen zu beauftragen und den Erlaß eines Mahnbescheids zu beantragen, obwohl der Anbieter noch mit Ihnen "verhandelte" ("Sollten Sie belegen können ...").

Jedenfalls die Nebenforderungen sind daher m. E. unbegründet. Insofern ließe sich daran denken, dem Mahnbescheid nur teilweise, nämlich in bezug auf diese Nebenforderungen zu widersprechen.

Ich hoffe, daß ich Ihnen damit weiterhelfen konnte. Sollte der Anbieter seine vermeintlichen Ansprüche nach einem Widerspruch gegen den Mahnbescheid weiter geltend machen, stehe ich Ihnen gerne für eine Vertretung zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Trettin
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 06.04.2009 | 12:35

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 06.04.2009 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70134 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Ich wollte eine grobe und unabhängige Meinung zum ausgestellen Arbeitszeugnis, dass ich erhalten habe. Die Hinweise und Bewertung ist für mich absolut nachvollziehbar. Die Empfehlung keine weiteren rechtlichen Schritte einzugehen ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Danke für die hervorragende Antwort und Beratung, die in diesem Rahmen möglich ist. Sie war sehr ausführlich, verständlich und prompt. Wäre die Anwältin in meiner Nähe, wäre ich sofort ihre Mandantin. Für alle Bewertungen sehr ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Frage direkt und verständlich beantwortet. ...
FRAGESTELLER