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Gerichtlich angeordnetes Abstammungsgutachten steht bevor

10.07.2018 10:47 |
Preis: 60,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Saeger


Sehr geehrte Damen und Herren,
meine Ex-Freundin ist in dem Jahr in dem ich mit ihr zusammen war schwanger geworden. Da ich berechtigte zweifel habe der Vater zu sein, wie durch Nachrichten auf ihrem Handy oder die Tatsache, dass als Sie mich damals angeschrieben hatte sie noch mit jemanden in einer Beziehung war mit dem sie kurz nachdem ich mich von ihr getrennt habe auch wieder zusammen gewesen ist. Diese Person war sogar des öfteren bei ihrem Vater, der im selben Haus wohnt, zu Besuch um "Honig zu kaufen". Und auf Grund dass ich eine Nachricht von einem anderen Mann, in der Herzen und Kuss-Smilies waren, kurz gesehen habe, als Sie mir ein Bild auf ihrem Handy zeigen wollte, was Sie dann schnell weggerissen hat und sofort aggressiv auf meine Frage reagiert hat, habe ich meiner Meinung nach berechtigte Zweifel als einziger in Frage zu kommen. Ihrer Aussage gegenüber dem Jugendamt nach, wäre ich 100% der Vater. Eintragen lassen hatte sie mich jedoch nicht. Zuletzt forderte mich das Jugendamt zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung auf. Dieser bin ich nachgekommen und hatte hierfür auch eine Anwältin die mich vertreten hat kontaktiert. Diese hat jedoch leider keine meiner Interessen vertreten und auch im Gerichtssaal kein Wort gesagt. Schon vor der Verhandlung war ich etwas irritiert, weil ich dachte beide Seiten kommen rechtzeitig, also ein paar Minuten früher um eventuelle Fragen bzw. Strategien zu besprechen. Sie kam jedoch 1 Minute vor Beginn der Verhandlung in die Eingangshalle und hat nur geschaut wär anwesend ist und gesagt dass ist gut dann kann ich noch schnell eine rauchen.
So genug der langen Erzählerei, kommen wir zum wichtigen Punkt. Bereits am Donnerstag, 12.07.2018 um 11:00 Uhr bin ich zum Test auf dem Gesundheitsamt eingeladen. Ich weiss das ist alles sehr kurzfristig, aber durch einen Bandscheibenvorfall sind mir einige Dinge aus dem Blickfeld geraten. Meine Frage jetzt kann man noch etwas machen, wie den Termin aufzuschieben und dann noch einmal gerichtlich abklären ob ich diesen Test überhaupt machen muss, und warum die anderen erwähnten Männer nicht? Desweiteren denke ich, sollte hier fristgemäß nichts mehr möglich sein, ist es von Vortei durch einen engagierten Fachanwalt der mit dem Familienrecht bestens vertraut ist, allein schon hinsichtlicher Unterhaltsforderungen, vertreten zu werden. Ich brauche jemanden der zielorientiert ist und meine Interessen durchsetzt und vertritt.

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Sehr geehrter Fragensteller,

wenn Sie durch ärztliches Attest beweisen können, dass Sie wegen Krankheit nicht an der Untersuchung nicht teilnehmen können, dann können Sie den Test aufschieben.

Alleine, dass noch andere potenzielle Erzeuger in Frage kommen, führt nicht dazu, dass die Anordnung rechtswidrig ist.

Beachten Sie bitte, dass die Fragen nach dem Zufallsprinzip im Beratungspool zugeteilt werde. Die Kollegin Frau Holzapfel oder ein anderer Familienrechtler wird sich sicher der Unterhaltsberechnung annehmen, wenn denn der Test überhaupt ihre Vaterschaft ergeben sollte.

MfG
D. Saeger
- RA -

Nachfrage vom Fragesteller 10.07.2018 | 14:38

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung, wenngleich ich mir gewünscht hätte, dass auch verschiedene Möglichkeiten und Lösungsansätze skizziert würden, die sich mir ergeben könnten,bestmöglichst aus dem Fall herauszukommen.

Da ich noch eine Rückfrage habe, möchte ich diese gern nutzen.
Wir gehen davon aus, dass ich Vater bin. Daher interessiert mich natürlich am meisten, wie ich den Unterhalt möglichst weit nach unten bzw. viell. sogar komplett auf Null drücken kann.


1. Ich verdiene 1.600 netto monatlich über das Jahr gesehen.Hier sind schon Bonuszahlungen, 13. Gehalt etc. eingerechnet. Meine Wohnung kostet 650 Euro, Strom 55Euro, GEZ ca. 18 Euro , Kabel 20 Euro, Internet und Festnetz 20 Euro, Handy 50 Euro, Sky 27 Euro, Zahnzusatz 20 Euro, Gewerkschaft 25 Euro, Auto 50 Euro Versicherung, Finanzierung des Autos 250 Euro, Pivat-Kredit mit 200 Euro, Privathaftpflicht 50 Euro Versandhausratenzahlung 50 Euro. In Summe rund 1.500 Euro kosten. Davon ist noch nicht getankt, um an die Arbeit zu kommen und noch kein Essen gekauft. An der Rechnung sieht man ja bereits, dass nichts übrig bleibt.

Daher die Frage, wie werden die Unterhaltskosten kalkuliert?
Ich überlege, in die Wohnung meiner jetzigen Freundin zu ziehen, um die Wohnungskosten zu senken (halbieren). Ist das strategisch überhaupt sinnvoll in Anbetracht der anstehenden Unterhaltskalkulation? Was raten Sie mir hier?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.07.2018 | 14:55

Sehr geehrter Fragensteller,

es gibt im vorliegenden Fall keinen realistischen Weg den Test auf Dauer zu vermeiden.

Zu der Frage der Berechnung des Unterhalts sei zum einen auf die Düsseldorfer Tabelle verwiesen:

http://www.olg-duesseldorf.nrw.de/infos/Duesseldorfer_Tabelle/Tabelle-2018/Duesseldorfer-Tabelle-2018.pdf

Mehr als 348 € werden es auf jeden Fall momentan nicht.

Zu den Möglichkeiten das Nettoeinkommen zu bereinigen:

https://www.scheidung.org/bereinigtes-nettoeinkommen/:

"Grundsätzlich wird bei einem Arbeitnehmer bei der Bereinigung seines Nettoeinkommens eine Pauschale von 5 % des Einkommens für Arbeitsaufwendungen abgezogen. Neben diesem Pauschbetrag gibt es jedoch auch noch weitere Posten, die je nach Einzelfall in Abzug gebracht werden können:

Berechnung vom Unterhalt: Ein bereinigtes Einkommen kann zahlreiche Positionen berücksichtigen.
Berechnung vom Unterhalt: Ein bereinigtes Einkommen kann zahlreiche Positionen berücksichtigen.
Fahrtkosten:
Ähnlich zur jährlichen Einkommenssteuererklärung können für berufsbedingte Anfahrtswege je gefahrenem Kilometer eine Pauschale in Höhe von 30 Cent abgezogen werden – je Arbeitstag. Dies kann gegebenenfalls auch für die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgen.
Arbeitsaufwendungen:
Entstehen dem Beteiligten im Rahmen seines Berufes besondere Kosten für Arbeitsmittel, Arbeitskleidung und deren Reinigung, so können auch diese Berücksichtigung finden, um das bereinigte Nettoeinkommen zu ermitteln.
Mehrbedarf aufgrund von Krankheit:
Ein bereinigtes Nettoeinkommen muss vor allem auch berücksichtigen, dass im Falle einer chronischen oder dauerhaften Erkrankung ein Mehrbedarf für Medikamente, medizinische Versorgung und Pflege entstehen kann. Damit die Versorgung des Betroffenen gewährleistet werden kann, sind etwaige Posten vom Einkommen dann abzugsfähig.
Kreditraten und andere Verbindlichkeiten:
Um bei der Ermittlung des Anspruches auf Unterhalt ein bereinigtes Nettoeinkommen zur Grundlage zu machen, können mitunter auch Schulden vom Einkommen in Abzug gebracht werden. Je nach Einzelfall ist jedoch genau zu bewerten, welche Schulden tatsächlich anrechenbar sind. Ausschlaggebend können hierfür sein: Datum der Kreditaufnahme, Grund der Verschuldung, Höhe der monatlichen Tilgungsrate, Schuldner u. v. m.
Aufwendungen für die Altersvorsorge:
Mitunter berücksichtigt ein bereinigtes Nettoeinkommen auch Ausgaben, die zum Zwecke der Altersvorsorge aufgewendet werden. Hierzu können etwa die Riesterrente oder aber kapitalbildende Lebensversicherungen zählen.
Beiträge für eine private Krankenversicherung:
Die Beiträge können besonders bei privaten Krankenversicherungen sehr hoch sein. Dementsprechend können auch diese gegebenenfalls vom Einkommen abgezogen werden."

Demensprechend sind leider die meisten der von Ihnen genannten Posten nicht abzugsfähig.

Über Zahnzusatz 20 Euro, Gewerkschaft 25 Euro, Auto 50 Euro Versicherung, Finanzierung des Autos 250 Euro, Pivat-Kredit mit 200 Euro, kann man sicher diskutieren. Das wären dann 1055 € minus 880 € Selbstbehalt = 175 € Kindesunterhalt pro Monat im Rahmen in einer ersten groben Einschätzung.

MfG
D. Saeger
- RA -


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