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Geräteschuppen/Gartenhaus ist nach 9 Monaten undicht.

| 16.10.2014 08:58 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Zusammenfassung: Ihre erste Frage betrifft das private Baurecht, den Werkvertrag (Bauvertrag), die Miteigentümergemeinschaft (ggf. Wohnungseigentümergemeinschaft ?) und hier insbesondere auch Fragen der Verwaltung des Miteigentums.

Wir sind eine Eigentümergemeinschaft an mehreren Ferienwohnungen. Zu den Ferienwohnungen gehören auf dem Grundstück zu jeder Wohnung kleine Schuppen aus Holz, die Mülltonnen, Gartengeräte, oder Fahrräder beherbergen.
Die Holzhäuschen waren nun in die Jahre gekommen und die Eigentümergemeinschaft hat die Hausverwaltung gebeten Angebote für eine Neuerrichtung zu machen.
Dies ist in 2013 geschehen. Die Verwaltung legte daraufhin den Eigentümern Angebote für zwei verschiedene Ausführungen vor. Die eine Ausführung bestand aus etwas dickeren wänden uns sollte 4.000 € Eigentümer inkl. Aufbau und Entfernung der alten Häuser kosten.
Das zweite Angebot belief sich auf Holzhäuser mit einer geringen Wandstärke und einem Preis von ca. 1.600 € inkl. Entsorgung der alten Häuser und Aufbau. Darunter verstanden wir alle einen fachgerechten Aufbau. Eine konkrete Beschreibung der Häuser und über die beauftragte Bauausführung haben wir Eigentümer keine Unterlagen erhalten sondern uns auf die Verwaltung verlassen, die selbst als Bauträger für viele Massivbauten tätig ist.
Optional wurde angefragt, ob ein Anschluss an die Regenwasserkanalisation erfolgen sollte, was zu weiteren Kosten geführt hätte. Da sich die Häuser auf einem Sandboden (Norddeutschland) befinden und dahinter ein Graben verläuft in den das Regenwasser direkt versickern kann, verzichteten die Eigentümer auf diese Möglichkeit. Außerdem entschied man sich dafür die kostengünstigere Variante des Holzhauses zu wählen.
Die Hausverwaltung beauftrage dann eine Firma mit der Lieferung und dem Aufbau der Holzhäuser.
Diese waren dann im Spätsommer des Jahres 2013 errichtet worden. Der anstrich des rohen Holzes war von jedem Eigentümer selbst vorzunehmen.
Die Rechnung für die Häuser wurde von dem bauausführenden Unternehmen über die Hausverwaltung direkt an jeden Eigentümer erstellt.

Im Spätsommer des Jahres 2014 teilte ein Eigentümer mit, dass die Dächer des Holzhäuser wegen nicht abfließenden Dachwassers undicht waren und die darunter befindlichen Pressspanplatten, die zur Dacheindeckung dienten (mit darüber gelegter Dachpappe) bereits aufquollen und schimmelten.

Die Hausverwaltung teilte daraufhin mit, dass die bauausführende Firma aussagte, dass die Undichtigkeit deswegen kam, weil die Eigentümer keine Dachentwässerung gewünscht hatten und darum auch keine Regenrinnen und Fallrohre angebracht worden seien, obwohl die Häuser mit ihren Dachschrägen jeweils direkt aneinander grenzen und hier eine Hohlrinne entstand, die lediglich mit Dachpappe belegt war.(Wir waren natürlich nur davon ausgegangen, dass kein Anschluss an die Kanalisation erfolgte).
Zur Reparatur des Schadens bot die Firma lediglich das Abspritzen der Dachpappe mit Silikon an. Die schimmeligen, aufgequollenen Dachplatten sollten nicht ausgetauscht werden.
Die Hausverwaltung setzte auf unseren Widerspruch hin noch einen drauf und meinte, mehr müsse nicht gemacht werden, schließlich hätten sich die Eigentümer bewusst für die billigeren Häuser entschieden. Da könne man dann nicht mehr erwarten.
Dies wollen wir so nicht hinnehmen. Müssen wir wirklich bei günstigeren Häusern damit rechnen, dass sie nicht dicht sind? Wir meinen nicht.
Außerdem wären wir u.U. bereit, einen Teil für Dachrinnen zu zahlen. Aber die Dachplatten müssten vom Unternehmen in jedem Falle ausgetauscht werden. Was kann man von Verwaltung bzw. bauausführender Firma verlangen?

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich im hiesigen Format (www.frag-einen-anwalt.de) wie folgt beantworten:


Ihre erste Frage betrifft das private Baurecht, den Werkvertrag (Bauvertrag), die Miteigentümergemeinschaft (ggf. Wohnungseigentümergemeinschaft ?) und hier insbesondere auch Fragen der Verwaltung des Miteigentums.

Zunächst drängt sich auf Ansprüche gegen den Werkunternehmer bzw. Bauunternehmer zu prüfen, und zwar unter dem Gesichtspunkt der Mängelgewährleistung ("Garantie") beim Bau bzw. Werkvertrag. Hier stellt sich die Frage, ob die Häuser quasi "schlüsselfertig" nach dem Stand der Technik geplant und gebaut werden mussten. M.E. ist die von Ihnen geschilderte Bauausführung klar als "Pfusch am Bau" zu bezeichnen. Planer und Bauunternehmer hätten m.E. jedenfalls die Nebenpflicht gehabt darauf hinzuweisen, dass so eben keine ordentliche Dachentwässerung - nach den einschlägigen Regeln der Technik (z.B. DIN Normen) besteht, und in der Folge das Dach bzw. die Dachkonstruktion Schaden nehmen kann. M.E. hätten die Dächer ggf. nicht mit einer "Hohlrinne" verbunden werden dürfen, zumal das Dach bis zur sogenannten Traufe autonom hätte entwässert werden müssen.

M.E. hätte das auch die Verwaltung - mit wohl etwas atypischer Verbindung zum Werkunternehmer/ Bauunternehmer - merken müssen, und zwar bei der ihr wohl obliegenden Überwachung der Planung und der Bauausführung. Es könnten hier auch Ansprüche gegen die "Verwaltung" (aus Dienstvertrag oder Auftrag) bestehen.

Rein praktisch wird es Streit betreffend der Ursache des Schadens geben (Planungsfehler ? Falsche Bauausführung ? Fehlende Überwachung durch die Verwaltung oder die Miteigentümer ?) geben.

Es gilt eine entsprechende Drohkulisse gegenüber der Verwaltung und dem Bauunternehmer aufzubauen, um ggf. im Wege eines Vergleichs (Kompromiss) ggf. auch aus Kulanz, die Problematik gemeinsam beheben bzw. beheben zu lassen.

Ich unterstelle dabei, dass - wie leider oft - ein ordentlichen Leistungsverzeichnis bzw. ein richtiges Angebot auch betreffend der Planung und Bauausführung, sowie eine Dokumentation (nicht nur bei Abnahme) fehlt, und hieraus z.B. Beweisprobleme folgen könnten.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben. Gerne weise ich Sie darauf hin, dass Sie die kostenlose Nachfragefunktion nutzen können.

Mit freundlichen Grüßen


Peter Lautenschläger
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 16.10.2014 | 12:29

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Stellungnahme vom Anwalt: