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Gepäck verspätet - Montrealer Abkommen, Mietwagen Benzin


24.09.2004 13:34 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen



Ich flog kürzlich von Berlin nach Saarbrücken, wobei mein aufgegebenes Gepäck allerdings nach Augsburg fehlgeleitet wurde und mir erst am übernächsten Tag per Taxi nach Hause zugestellt wurde. Dummerweise befand sich in dem Gepäck mein Autoschlüssel, sodaß ich die Heimreise nicht mit meinem auf dem Parklatz des Flughafens abgestellten PKW sondern mit einem Mietwagen (Heimatort 80 km entfernt)antreten musste.
Die hieraus resultierenden Kosten ( 143,58 €: Mietwagen, Benzin, Zeitaufwand für die Rückfahrt zum Flughafen um mein Auto abzuholen, höhere Parkgebühr)habe ich der Airline
umgehend in Rechnung gestellt. Für mich überraschend und skandalös lehnt die Fluggesellschaft die Kostenübernahme mit Verweis auf einen Hauftungsauschluss, der sich auf das Montrealer Abkommen in Form der EU Verordnung EG 889/2002 bezieht, ab.
Muss ich dies so hinnehmen, bzw. welche Möglichkeiten hab ich an mein Geld zu kommen?
Guuten Tag,

Sie wollen einen Folgeschaden wegen verspäteter Gepäckaushändigung geltend machen. Hierfür ist grundsätzlich das Montrealer Abkommen bzw. die genannte EU Verordnung 889/02 einschlägig.

Nach Art. 19 des Übereinkommens von Montreal haftet das Luftfahrtunternehmen für Schäden durch Verspätung bei der Beförderung von Reisegepäck, es sei denn, dass es beweisen kann, dass alle zumutbaren Maßnahmen zur Schadensvermeidung ergriffen wurden oder die Ergreifung dieser Maßnahmen unmöglich war.

Die Haftung ist auf ca. € 1.200,- begrenzt, sofern das Luftfahrtunternehmen den Schaden nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt hat.

In Ihrem Fall könnte es allerdings sein, dass sich die Fluggesellschaft auf ein erhebliches Mitverschulden von Ihnen beruft, weil Sie den Autoschlüssel nicht (wie üblich) im Handgepäck hatten. Hilfreich wäre hier der Wortlaut des ablehnenden Schreibens.

Sie können jetzt versuchen, unter Hinweis auf das Montrealer Abkommen selbst zumindest eine Teilzahlung auf Ihre Forderung zu erreichen, dies könnte wegen des relativ kleinen Betrags auch aus Sicht der Fluggesellschft, etwa wegen "KulanZ" durchaus sinnvoll sein. Ansonsten rate ich Ihnen, einen Rechtsanwalt mit der weiteren Bearbeitung zu beauftragen.

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben, und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Ralf Thormann, Rechtsanwalt
Fachanwalt für Verwaltungsrecht, Recklinghausen
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