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Generelles Sexverbot in elterlicher Wohnung gegenüber volljährigem Kind


06.08.2006 01:22 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Ich (volljährig) wohne noch bei meinen Eltern. Meine Eltern sind Mieter einer Wohnung. Einmal die Woche kommt meine Freundin vorbei und wir haben ca. 2 Stunden durchgehend Sex. Meiner Mutter empfindet die Sexgeräusche dabei "abartig" und will mir verbieten in meinem Zimmer (das sich ja in der Wohnung meiner Eltern befindet)künftig Sex mit meiner Freundin zu haben.
Ich begehe jedoch keinen ruhestörenden Lärm, die Tür habe ich gedämmt und wir haben die Musikanlage währenddessen laufen, damit die Stöhngeräusche nicht so deutlich hörbar werden. Wir nehmen also Rücksicht. Außerdem meint mein Vater, er würde die Geräusche manchmal gar nicht oder kaum hören.

Jedoch fühlt sich meine Mutter dennoch gestört und meint sie würde sich vor dieser Geräuschkullisse so sehr ekeln, dass sie das nicht abkönne und ich eben in die Wohnung meiner Freundin soll um das dort zu machen oder mir eine eigene Wohnung nehmen soll.


Meine Frage nun: Hat meine Mutter das Recht mir das zu verbieten zur Tageszeit (also außerhalb der im Mietvertrag geregelten Ruhezeiten) in meinem Zimmer Sex mit meiner Freundin zu haben und darf Sie mich beim Zuwiderhandeln rein rechtlich gesehen dann aus der Wohnung werfen?
bzw. Darf Sie mir generell verbieten, dass beim Sex nach außen hörbare leise Geräusche entstehen, nur weil sie sich auch bei Geräuschen die unterhalb des gemessenen Pegels für ruhestörenden Lärm liegen subjektiv gestört fühlen könnte?

Reicht die Beurteilung meiner Mutter, die glaubt (obwohl Sie es nie gesehen hat), dass die Sexpratiken abartig und moralisch verwerflich seien aus, um so ein Verbot zu erteilen?

Ich hoffe und danke sehr für Ihre kompetente Hilfe!


Sehr geehrter Fragesteller,

die Frage ist eher nicht rechtlicher Natur, da Sie in keinem Mietverhältnis zu ihren Eltern stehen, zumindest rein rechtlich.

Enge Familienangehörige wie Ehepartner/in, Eltern und Kinder gelten nicht als Untermieter/innen im Sinne des Gesetzes. Ihnen dürfen die Mieter/innen "den von ihren Weisungen abhängigen Mitgebrauch" der Wohnung gestatten.

Das bedeutet praktisch, dass ein gemeinsamer Haushalt geführt und den Angehörigen die Wohnung nicht zum völlig selbstständigen Gebrauch überlassen wird. Eine längerfristige Aufnahme von Angehörigen (mehr als sechs Wochen) ist dem Vermieter schriftlich anzuzeigen, bedarf jedoch nicht seiner Genehmigung.

Einzige Möglichkeit ist es mit Ihrer Mutter zu sprechen und versuchen sich anzunähern oder eben auszuziehen. Vernünftige uristische Lösungen gibt es für dieses (typische) Eltern-Kind Problem nicht.

Ich hoffe dennoch, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen.


Mit freundlichen Grüßen


Tawil
Rechtsanwalt
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