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Generelle Themen


| 18.06.2006 15:58 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jens Jeromin



Hallo,

wegen einem Hundebiss habe ich einen Anwalt aufgesucht (Schmerzensgeld). Die Versicherung hat für die außergerichtliche Wahrnehmung eine Deckung von 2000 erteilt. Da die Verletzung nun chronisch geworden ist (nur noch mit Krücken laufe), möchte nun die Summe erhöhen auf mind. 6000 bzw. habe auch bereits die Genehmigung meiner Rechtsschutzversicherung für das gerichtliche Verfahren über diesen Gegenstandswert erhalten.
Nun erstellt der Anwalt seine Rechnung für seine außergerichtliche Tätigkeit, allerdings auf der Grundlage von 6000 Euro. Dafür liegt aber gar keine Genehmigung seitens der Versicherung vor, da ja für die außergerichtliche Verhandlung nur 2000 Euro genehmigt sind.
Und nun soll ich selbst die Differenz an den Anwalt zahlen. Das war aber niemals ausgemacht. Der Anwalt hätte mich doch zumindest vorher darauf hinweisen müssen. Diese Rechnung trifft mich jetzt wie aus heiterem Himmel. (Habe nur eine sehr kleine Rente)
Wie ist hier die Rechtslage - darf der Anwalt im Nachhinein diese erhöhte Summe 6000 Euro) seiner Rechnung zugrunde legen?
Bitte um Hilfe und bedanke mich im Voraus!

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Sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Informationen wie folgt beantworte:

Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass das Mandatsverhältnis zwischen Ihnen und Ihrem Anwalt besteht, deshalb schuldet der Anwalt Ihnen sein Tätigwerden und Sie ihm die Vergütung.

Entscheidend ist daher für den Anwalt, wieweit Sie ihn beauftragt haben, nicht was Ihr Rechtschutzversicherer an Kosten übernimmt.

Wenn Sie Ihren Anwalt beauftragt haben (ein "ja, dann machen Sie jetzt 6.000 € geltend" am Telefon genügt), außergerichtlich zunächst 2.000 und dann 6.000 € geltend zu machen, darf Ihr Anwalt auch zu 6.000 € abrechnen, da dies dem von Ihnen erteilten Auftrag entspricht.

Wurde außergerichtlich nur über 2.000 € gesprochen und erst auf 6.000 € erhöht als das Klageverfahren bereits im Gang war, darf Ihr Anwalt außergerichtlich auch nur zu 2.000 € abrechnen.

Sie haben diesen Aspekt nicht angesprochen, aber der Vollständigkeit halber: falls Ihr Anwalt außergerichtlich Zahlung von 2.000 € verlangt hat und zugleich (sinngemäß) dass die Gegenseite anerkennt, auch für künftige Schäden, die im Zusammenhang mit dem Schadensereignis stehen, einstandspflichtig zu sein, so kann auch hieraus eine Erhöhung des Gegenstandswertes folgen, zur abschließenden Beurteilung müsste jedoch die gesamte Korrespondenz bekannt sein.

Sofern Ihr Anwalt beauftragt war, auch schon außergerichtlich 6.000 € zu fordern, sollten Sie ihm darlegen, dass seine Rechnung Sie überrascht und Sie erwartet hätten, dass er hinsichtlich der Erhöhung des Gegenstandswertes eine angepasste Deckungszusage des Rechtsschutzversicherers einholt.

Sowohl für Ihren Anwalt, als auch für Sie wäre ein Anwaltswechsel zum jetzigen Zeitpunkt mit Einnahmeausfall bzw. Mehrkosten verbunden, so dass beide Seiten in diesem Punkt ein Interesse daran haben dürften, aufeinander zuzugehen.

Ich hoffe Ihnen hiermit eine erste Orientierung ermöglicht zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt

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"Sehr geehrter Herr Jeromin,

besten Dank für Ihre Antwort, die mir enorm weitgeholfen hat, da ich jetzt klar sehe, dass ich die außergerichtliche Gebür mit dem nachträglich erhöhten Gegenstandswert nicth zu zahlen brauche, sondern nur den außergerichtlich tatsächlich geltend gemachten Betrag. "
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