Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Generelle Lastschriftsperre verhindert EC Zahlungen mit Mahnungsergebnisse

30.05.2016 12:15 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Hallo, vor acht 4 Jahren haben ich eine generell Lastschriftsperre f mein Konto eingerichtet, um zu verhindern dass ein bestimmter Konzern abbucht.

Nun lebe ich im Ausland - dauerhaft - und bin vor kurzem in den Urlaub nach Deutschland gereist und habe sowohl mit meiner deutschen Kreditkarte als auch mit der EC Karte bezahlt. Alles ohne Probleme. Kaum bin ich daheim, trudeln Briefe von Inkassounternehmen und Anwälten ein und fordern Zahlung der Beträge, wo ich Lastschriften 'widersprochen' hätte. Hab ich natürlich nicht, wusste auch nicht mehr um die generelle Lastschriftsperre und hätte auch nicht im Traum vermutet, dass sich dies auf Bezahlungen mit EC Karte ausweitet, die ich schließlich mit meiner PIN autorisiere.

Keine der Zahlungen ist auf meinem Kontoauszug als Ab- und Rückbuchung verbucht.
Meine Bank verweist lediglich auf die generelle Lastschriftsperre und antwortet nicht auf Fragen, was denn sonst noch so nicht bezahlt worden ist oder sie dies rückgängig machen können.
Ich weiß natürlich nicht, was ich alles bar, mit Kreditkarte oder EC Karte bezahlt habe. Denn auf meinem Kontoauszug ist die nicht ersichtlich. Es laufen große Kosten auf, da jedes Mal eine Adressauskunft eingeholt worden ist zu €20 plus Inkasso oder Anwaltskosten.

Was kann ich tun? Hat die Bank Teilschuld?

Die Bank bleibt still und antwortet nicht. Ich kann mir nicht vorstellen dass sich eine generelle Lastschriftsperre auf PIN bestätigte Zahlungen bezieht. Wieso hat mich meine Bank nicht kontaktiert? Ich kann nicht mal mögliche ausstehende Zahlungen begleichen, da ich nicht mal von deren Existenz weiß.
Darüberhinaus werden die Beträge aufgrund der Inkasso/anwaltsgebühren immer höher, denn kleinbeträge von €20 sind nun €120.

Auch erhalte ich idR keine Mahnungen, sondern idR gleich Briefe von Inkasso/Anwalt und ich seh nicht ein, diese Kosten zu bezahlen, wenn ich nicht mal ne Chance zur Zahlung hatte.

Vielen Dank,

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworte:

Ohne die genaue Kenntnis der Umstände ist eine Beantwortung Ihrer Frage nur eingeschränkt möglich.

Grundsätzlich gilt es zu beachten:

1. Bei Zahlung mit Ihrer Girokarte („EC-Karte") lösen Sie grundsätzlich Lastschriften gegen Ihr Konto aus. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass bei der Bezahlung mit PIN Ihr ursprünglicher Vertragspartner (Ladengeschäft, Händler usw.) eine Zahlungsgarantie hat, wohingegen bei der Bezahlung mit Unterschrift eine solche Garantie nicht besteht.

2. Die Endsumme einer Kreditkartenabrechnung wird in der Regel ebenfalls per Lastschrift vom Kartenunternehmen von Ihrem Konto eingezogen.

3. Sofern Sie mit Ihrem Konto nicht am Lastschriftverfahren teilnehmen, sind diese Zahlungen möglicherweise nicht zustande gekommen.


Über die Nichteinlösung von Lastschriften müssen Sie in der Regel informiert werden, daneben finden sich die Rückbuchungen auch auf dem Kontoauszug. Sofern die Belastung aber von vorn herein abgelehnt wurde, gibt es möglicherweise auch keine Rückbuchen. Allerdings sind Sie grundsätzlich gemäß § 675o BGB zu informieren, wenn eine Lastschrift nicht eingelöst wurde. Sie sollten daher auf jeden Fall bei Ihrer Bank noch einmal intervenieren und auf die Benachrichtigungspflicht hinweisen. Ob Ansprüche gegen Ihre Bank bestehen kann auf Grund der überlassenen Informationen nicht abschließend geprüft werden.

Sollten Sie auf dem Kontoauszug Ihrer Bank keine aussagekräftigen Hinweise auf die gegen Sie erhobenen Forderungen finden, müssten Sie zeitnah nachforschen, woher die Forderungen sonst stammen und ggf. weitere Maßnahmen ergreifen (Anzeige, Kartensperre o. ä.). Selbstverständlich sollten Sie keine Forderungen bezahlen, deren Ursprung Sie nicht nachvollziehen können.

Mahnungen von Inkassobüros müssen immer bestimmte Pflichtangaben erhalten, die Ihnen eine Nachforschung ermöglichen: Hierzu zählen gemäß § 11a Abs. 1 RDG

den Namen oder die Firma ihrer Auftraggeberin des Auftraggebers,

und

der Forderungsgrund, bei Verträgen unter konkreter Darlegung des Vertragsgegenstands und des Datums des Vertragsschlusses

(…)

Sie sollten daher unbedingt zunächst mit den Inkassobüros oder den Anwälten, die Sie angeschrieben haben in Kontakt treten und den die Angelegenheiten hinterfragen. Sofern Sie Zweifel an Grund oder Höhe der Forderungen oder Nebenforderungen (Anwalts- oder Inkassogebühren) haben, empfiehlt sich eine zeitnahe anwaltliche Beratung. In keinem Fall sollten Sie die Schreiben ignorieren oder abwarten, da Ihnen hierdurch weitere Kosten entstehen können.

Ich hoffe Ihnen mit dieser Antwort weitergeholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichem Gruß
Patrick Maisch

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 79732 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Vielen Dank für die Antwort ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle, kompetente Anworten, auch bei der "Nachfragefunktion". Mit der Hilfe konnte jetzt weiter strategisch geplant werden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle und kompetente Antwort ...
FRAGESTELLER