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Generalvollmacht / Rechte & Verpflichtungen


07.09.2007 15:02 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Klaus Wille



Mein Bruder ist im Besitz einer Generalvollmacht um alle finanziellen Angelegenheiten unserer Mutter kontrollieren und regeln zu können.Mit dieser Vollmacht hat er mir meine Bankvollmacht über das Konto unserer Mutter entzogen. Beides geschah ohne mein Wissen.Mutter ist ein Pflegefall und in einem Heim untergebracht.Die Generalvollmacht wurde zu einem Zeitpunkt erwirkt,als Mutter noch im Vollbesitz ihrer geistigen Kraft war. Nach Abzug der Heimkosten verbleiben ca. 500€ auf Mutters Konto.Dieser Betrag wird monatlich von meinem Bruder entnommen.Das seit 4 Jahren.Meine Frage nach dem Verbleib des Geldes wird nicht beantwortet.Ungeklärt ist auch die Frage,wer später die Beerdigunskosten trägt. Geld oder eine Sterbeversicherung sind nicht vorhanden.Welche Rechte,oder welche Verpflichtungen habe ich in dem geschilderten Fall? Für eine verbindliche Antwort bedanke ich mich im voraus.

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Sehr geehrter Modern,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

1. Eine Generalvollmachten berechtigt grundsätzlich zur Vornahme aller Rechtsgeschäfte, soweit die Vertretung zulässig ist. Bei Ihrem Bruder wurde die Vollmacht auf finanzielle Angelegenheiten begrenzt. Er kann daher umfassende Regelungen treffen.

2. Es gibt die Möglichkeit eine Betreuung für Ihre Mutter einzurichten. Gemäß § 1896 BGB kann auf Antrag Ihrer Mutter durch das Vormundschaftsgericht oder von Amts wegen für Ihre Mutter ein Betreuer bestellt werden.

Zum Betreuer wird dann eine natürliche Person bestellt, die geeignet ist, in dem gerichtlich bestimmten Aufgabenbereich die Angelegenheit des Betreuten rechtlich zu besorgen und ihn in dem hierfür erforderlichen Umfang persönlich zu betreuen.

Sie müssen aber berücksichtigen, dass gemäß § 1897 Abs. 4 BGB dem Vorschlag des Betreuten eine bestimmte Personen zum Betreuer zu bestellen in der Regel zu entsprechen ist, wenn es dem Wohl des Volljährigen - also Ihrer Mutter - nicht zuwider läuft. Es kann also sein, dass Ihre Mutter im Rahmen des Betreuerbestellungsverfahrens Ihren Bruder zum Betreuer bestellen lässt. Die Wünsche des Betroffenen sind auch dann zu berücksichtigen, wenn dieser als geschäftsunfähig anzusehen ist.

Derzeit haben Sie keine Möglichkeit die Abhebungen Ihres Bruders seitens des Kontos Ihre Mutter überprüfen zu lassen beziehungsweise diese zu unterbinden. Dies kann nur Ihre Mutter. Ihr Bruder handelt mit einer Generalsvollmacht und wird erst dafür belangt, wenn er die Vollmacht missbraucht. Sollte sich herausstellen, dass er die abgehobenen Beträge entgegen den Anweisungen Ihrer Mutter ausgegeben hat, kann er schadensersatzpflichtig werden. Die Überprüfung, ob die finanziellen Mittel ordnungsgemäß und im Sinne ihrer Mutter verbraucht worden sind, kann aber nur ihre Mutter selbst einstellen.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt
www.anwalt-wille.de


Hinweis
Die vorstehende Beantwortung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Die von mir gegebene Antwort ist eine überblicksartige Beantwortung. Außerdem ist die Beantwortung der Antwort auch abhängig von der Höhe des gebotenen Honorars und kann - insbesondere in den Fällen, in denen die notwendigen Unterlagen (z.B. Verträge, Versicherungsbedingungen, Gerichtsurteile, Schreiben von Dritten) nicht vorlagen - eine Beratung durch einen Rechtsanwalt nicht ersetzen.

Nachfrage vom Fragesteller 07.09.2007 | 16:35

Vielen Dank für die schnelle und verständliche Beantwortung.Leider wurde die Frage,wer im Todesfall der Mutter die Beerdigungskosten trägt,nicht beantwortet.Für einen Nachtrag wäre ich Ihnen dankbar.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.09.2007 | 18:02

Sehr geehrte Damen und Herren,

gemäß §1968 BGB zahlen die Erben die Beerdigungskosten. Gibt es mehrere Erben, so tragen alle die Kosten als Gesamtschuldner.

Mit freuendlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt

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