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Generalschlüssel (Arbeit - Hotel) wurde geklaut - Wer haftet?


| 27.12.2013 16:28 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Zusammenfassung: Haftung bei Schlüsselverlust durch Arbeitnehmer


Hallo, ich war mit meiner Freundin nach der Arbeit noch was trinken gewesen, als mir meine Handtasche samt Generalschlüssel der Arbeit gestohlen wurde. Ich habe den Verlust gleich der Polizei gemeldet. Da aber am selben Abend noch der Geldbeutel gefunden worden ist, war die Sache für die Polizei erledigt. Leider hatte ich noch keine Schlüsselversicherung abgeschlossen, da ich erst seit 2 Wochen im Betrieb ( Hotel) gearbeitet habe. Die neuen Schlösser kosten laut meinem Chef 16.000 Euro ohne Einbau, die ich jetzt bezahlen soll.

Nun meine Frage: Muss ich dafür im vollem Umfang haften? Oder habe ich die Möglichkeit das über die private Haftpflichtversicherung zu regeln?

Vielen Dank im Voraus

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Für die entstehenden Kosten des Schlösseraustausches müssen Sie nur voll haften, wenn man Ihnen grobe Fahrlässigkeit nachweisen kann. Hier ist es wichtig zu wissen, wie es zu dem Diebstahl gekommen ist. War die Handtasche unbeaufsichtigt, wird man von grober Fahrlässigkeit ausgehen müssen. Man kann Ihnen dann eine Sorgfaltspflichtverletzung vorwerfen, für die Sie gerade stehen müssen. Liegt mittlere Fahrlässigkeit vor, müssten Sie nur anteilig haften. Bei leichter Fahrlässigkeit kommt eine Haftung nicht in Betracht.

Sie sollten den Schaden dennoch umgehend Ihrer privaten Haftpflichtversicherung melden. Oftmals ist Schlüsselverlust mitversichert, dies kommt jedoch auf Ihren Vertrag an. Ob die Versicherung dann für den Schaden aufkommen muss, hängt neben den Versicherungsbedingungen davon ab, ob überhaupt eine Sorgfaltspflichtverletzung Ihrerseits vorliegt und falls ja, wie schwer diese wiegt.

Zunächst muss daher eine Aufklärung des Sachverhalts erfolgen. Erst dann kann beurteilt werden, welchen Vorwurf man Ihnen machen kann. Sie sollten Ansprüche Ihres Arbeitgebers erst einmal zurückweisen und das weitere Vorgehen mit Ihrer Versicherung absprechen.

Abschließend weise ich Sie noch auf folgendes hin:
Diese Plattform dient lediglich zur ersten rechtlichen Orientierung und kann eine ausführliche Rechtsberatung nicht ersetzen. Es ist nur eine überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems aufgrund Ihrer Angaben zum Sachverhalt möglich. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Angaben zum Sachverhalt kann sich eine abweichende rechtliche Bewertung ergeben.


Nachfrage vom Fragesteller 29.12.2013 | 12:24

Hallo und vielen Dank schon mal für Ihre Antwort. Ich würde sagen, dass es auf keinen Fall grobe Fahrlässigkeit war, denn die Tasche stand auf dem Stuhl zwischen mir und meiner Freundin, die gegenüber von mir saß. Das heißt die Tasche war sozusagen in meinem und ihrem Blickfeld und nie komplett unbeaufsichtigt, aber anscheinend war der Dieb besser oder konnte uns irgendwie geschickt ablenken. Wir saßen auch direkt neben dem Hinterausgang der Kneipe, der zum Innenhof führt, von dem aus man auch direkt wieder auf die Straße kommt. Ich denke auf diese Weise hat der Dieb den Laden verlassen.

Weiterhin habe ich meinen Vertrag mit meinem Arbeitgeber überprüft und in keiner Klausel etwas darüber gefunden, dass ich voll verantwortlich für Dinge wäre, die er mir aushändigt. Es ist lediglich ein einfacher Dienstvertrag und nirgendwo wird auch nur das Wort "Schlüssel" erwähnt. Ich habe auch gehört, dass mein Arbeitgeber verpflichtet ist eine Versicherung für solche Fälle abzuschließen. Immerhin sind die Hotelgäste ja auch versichert bei Schlüsselverlust, auch wenn es da nicht um den Generalschlüssel geht.

Ich werde jetzt also auf jeden Fall einen Anwalt in meiner Umgebung beauftragen mir aus dieser Situation heraus zu helfen.

Vielen Dank für Ihre Informationen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.12.2013 | 13:06

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Ihr Schilderung klingt mir nicht nach grober Fahrlässigkeit, selbst leichte Fahrlässigkeit würde ich hier ausschließen. Niemand verlangt von Ihnen, eine Tasche "anzuketten".

Selbstverständlich sollte Ihr Arbeitgeber gegen derartige Schäden versichert sein. Ist dies nicht der Fall, kann das nicht zu Ihren Lasten gehen.

Um jedoch keine Fristen zu verpassen, die sich aus den Allgemeinen Versicherungsbedingungen Ihrer Haftpflichtversicherung ergeben, sollten Sie den Schaden rein vorsorglich Ihrer eigenen Versicherung melden. Meist wird eine Schadensmeldung innerhalb von 1 bis 2 Wochen verlangt.

Mit freundlichen Grüßen

Marion Deinzer
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 29.12.2013 | 13:20


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