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Gemeinschaftskonto Schenkungssteuer

27.03.2008 11:30 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Der Vater überträgt beiden Kindern, eines volljährig, ein Kapitalvermögen von 40000€ auf ein neu eingerichtetes Gemeinschaftskonto, als "Oder" Konto auf Namen beider Kinder zu gleichen Teilen eingerichtet.
Auf dem Konto entstehen nur Kapitalzuwächse durch Zinsen, weitere Einzahlungen werden nicht gemacht.
Nach einiger Zeit stirbt eines der Kinder.
Vermächtnis oder Testament des verstorbenen Kindes liegt nicht vor.
Wo und wie fällt Schenkungssteuer an?
Sind die Kinder sich gegenseitig schenkungssteuerpflichtig?

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Anfrage unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes und Ihrer Sachverhaltsdarstellung summarisch wie folgt:

Zu unterscheiden sind hier die verschiedenen Vermögenserwerbsvorgänge, die Sie dargestellt haben.

Ausgegangen wird von mir von einer unbeschränkten Steuerpflicht der Beteiligten.

Die Tatsache der Schenkung des Vaters an das Kind oder die Kinder wird, wenn er nicht binnen einer Zehnjahresfrist weitere Schenkungen vorgenommen hat, keine Schenkungssteuer auslösen, da sich die Schenkung unter dem gewährten Freibetrag befindet. Der Freibetrag beträgt bei Kindern ( immer im Verhältnis zum Gebenden zu sehen) derzeit 205.000,00 €.

Mit dem Tode des verstorbenen Kindes wurde der Anteil an dem Gemeinschaftskonto weitervererbt. Da das Kind kein Testament hinterlassen hat, greift hier die gesetzliche Erbfolge. Wenn das Kind keine eigenen Kinder hatte, dann sind seine Eltern bzw. bei deren Vorversterben deren Kinder Erben geworden.

Den Eltern steht ein Freibetrag von 307.000,00 € zu. Wenn das verstorbene Kind keine Kinder hatte und beide Eltern noch leben, dann wäre dieser Freibetrag durch den benannten Vermögensbestandteil nicht ausgeschöpft und kann angenommen werden, dass keine Erbschaftssteuer anfällt.

Wenn ein Elternteil allerdings nicht mehr leben sollte oder sogar beide, dann würde der Betrag ja an die Kinder der Eltern, also ( wenn keine weiteren Kinder vorhanden sind) an das bereits beschenkte Kind fallen.
Mangels anderer Absprachen kann mit guten Argumenten von einer hälftigen Teilung des Guthabens auf dem Konto auszugehen sein.

Da dem Geschwisterkind lediglich ein Erbschaftssteuerfreibetrag in Höhe von 10.300,00 € zusteht, da hier gemäß § 16 Erbschaftssteuergesetz die Steuerklasse II greift, wäre von einer Erbschaftssteuer auszugehen.
Wenn man nun nur von der Summe in Höhe von ca. 21000,00 € ausgeht und den restlichen Nachlass unberücksichtigt lässt, dann wären 10.700,00 € zu versteuern. Bei dem derzeit geltenden Steuersatz in Höhe von sodann 12 % beträgt die Erbschaftssteuer 1.284,00 €.
Ggf. kann der Betrag aber abweichen, wenn hier noch weitere Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten zu berücksichtigen sind.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben einen ersten Überblick gegeben zu haben. Für Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung.

Die Beratung in diesem Forum kann einen Gang zum Anwalt nicht ersetzen. Sie beruht auf der hier getätigten Sachverhaltsdarstellung, die ggf. noch genauer zu überprüfen wäre, um eine rechtssichere Auskunft zu erhalten.
Das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann die Antwort auch komplett verändern.

Mit freundlichen Grüßen,


Bitter
Rechtsanwältin



Nachfrage vom Fragesteller 27.03.2008 | 13:58

Vielen Dank für Ihre Antwort,
Erbe auf das verstorbenene Kind ist nur ein Elternteil(Vater)und geerbt wird der (hälftige) Anteil des Gemeinschaftskontos. Der Vater müsste also wegen Unterschreitung des Freibetrages (wie hoch?) keine Erbschaftssteuern bezahlen.
Wenn er den geerbten Anteil auf dem Gemeinschaftskonto beläßt, (Verfügungsberechtigt überlebendes Kind), müsste m.E. nochmal eine Schenkung anfallen, die aber auch noch unter der Freibetragsgrenze bleibt.
Habe ich das so richtig verstanden?
frdl. Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.03.2008 | 15:26

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.
Wenn die Mutter des Kindes ebenfalls vorverstorben ist, dann würden Erben des Kindes der Vater und die Kinder der Mutter werden, jeweils zur Hälfte.

Der Vater hätte dem Kind gegenüber einen Freibetrag in Höhe von 51.200,00 € derzeit.

Wenn der Vater dem Kind, welchem das Konto gehört, den Betrag oder seinen Anteil am Betrag wieder zukommen lassen will, wäre das in der Tat wieder eine Schenkung, die aber in der Tat immer noch unter dem Freibetrag bliebe.

Mit freundlichen Grüßen,

Bitter

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