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Gemeinschaftsbesitz - Instandhaltungsverpflichtung u. Kostenübernahme


26.03.2006 23:15 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht



hallo!
wir haben folgendes Problem:
- RH gekauft
- 7 RH-Partien haben außerdem gemeinsam 1 extra ausgewiesenes Grundstück, auf welchem 1 "Gemeinschaftshaus" steht.
- es besteht kein Vertrag bezüglich Instandhaltung...
- Nachbarn befinden dieses Gemeinschaftshaus als renovierungsbedürftig, - legen in einer Sitzung Abstimmungsmodus fest, - wir sind überstimmt und sollen nun zur Zahlung herangezogen werden.
- Auf welcher rechtlichen Grundlage können wir belangt werden bzw. eine Renovierung verhindern oder uns zumindest von den Kosten entziehen? - Kann tatsächlich jede Entscheidung über Umbau-, anbau, Renovierungsarbeiten u. entstehende Kosten ohne unsere Einverständnis geschehen
Sehr geehrte Fragesteller,

bei der Beantwortung Ihrer Frage gehe ich davon aus, dass das Grundstück, auf dem die Reihenhäuser stehen, im Gemeinschaftseigentum aller steht und an den Reihenhäusern Sondereigentum der jeweiligen Bewohner besteht. Das Grundstück ist also nicht geteilt worden sondern es wurde Sondereigentum an den einzelnen Reihenhäusern geschaffen.

Bei Reihenhäusern besteht nämlich auch die Möglichkeit, dass das Grundstück tatsächlich geteilt wird und jeder Einzelne Alleineigentümer seines Reihenhauses und des dazugehörigen Grundstücks wird.

Nach Ihrem Vortrag scheint mir aber die erstere Alternative wahrscheinlicher zu sein. Bitte korrigieren Sie mich im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, falls ich mich irren sollte.

Die Antwort auf Ihre Frage ergibt sich aus dem Wohnungseigentumsgesetz (WEG). Gemäß §§ 10 Abs. 4 und 16 Abs. 2 WEG sind die Eigentümer verpflichtet die Kosten der ordnungsgemäßen Instandhaltung des gemeinschaftlichen Eigentums (Gemeinschaftshaus) nach dem Verhältnis ihrer Anteile zu tragen, auch wenn Sie bei einer Abstimmung dagegen gestimmt haben.

Gemäß § 22 Abs. 1 WEG können die Eigentümer aber nicht zur Kostentragung gezwungen werden, wenn bauliche Veränderungen, die über die ordnungsgemäße Instandhaltung hinausgehen, vorgenommen werden sollen.

Geht es also um ordnungsgemäße Instandhaltungmaßnahmen, sind Sie verpflichtet, sich an den Kosten Ihrem Anteil gemäß zu beteiligen.

Ob die von der Eigentümerversammlung beschlossenen Maßnahmen als ordnungsgemäße Instandhaltung anzusehen ist, kann mangels Sachverhaltsangaben nicht beurteilt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Kamil Gwozdz
Rechtsanwalt
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