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Gemeinschaftsausgaben

| 15.04.2016 15:46 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Holger Traub, Dipl. Kfm.


1.) Muss ein Eigentümer in einer Wohnanlage am Ende des Jahres alle Gemeinschaftskosten wie allgemeiner Wasserverbrauch, Kanalgebühren und Allgemeinstrom wie alle anderen in gleicher Höhe bezahlen, auch wenn er nachweislich ein halbes Jahr nicht in seiner Wohnung anwesend war? Eine Beschlussfassung der Eigentümerversammlung liegt nicht vor, aber der Verwalter verlangt die Bezahlung..
2.) Ist der Verwalter verpflichtet, immer seine Mitteilungen in meinen Briefkasten zu stecken,
auch wenn ich 6 Monate (siehe Nr. 1) nicht anwesend bin. Ich habe ihm meine eMail-
Adresse mitgeteilt, er hat in der Versammlung unseren Kontakt über das Internet mitgeteilt,
aber Monate später teilte er mir mit, dieser Weg sei ihm verboten.
Beispiel dazu: im letzten Derzember erhielt ich eine Mail mit folgendem Inhalt: wir lesen in den nächsten Tagen ihren Stromzähler ihrer Waschmaschine ab. berweisen sie bitte bis
zum 15. Dez. die Summe auf Konto ... Die Summe finden sie schriftlich in ihrem Briefkasten.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.) Muss ein Eigentümer in einer Wohnanlage am Ende des Jahres alle Gemeinschaftskosten wie allgemeiner Wasserverbrauch, Kanalgebühren und Allgemeinstrom wie alle anderen in gleicher Höhe bezahlen, auch wenn er nachweislich ein halbes Jahr nicht in seiner Wohnung anwesend war?

Die tatsächliche Anwesenheit in der Eigentumswohnung ist keine Voraussetzung für die Erbringung der Teilleistung an den angefallenen Gemeinschaftskosten. Die Kostentrag ergibt sich per Gesetz, vgl. § 16 Abs. 2 WoEigG. Dieser Regelung liegt der Gedanke zugrunde, dass alle Eigentümer gleichermaßen und geleichmäßig die angefallenen Kosten zu tragen haben. Überspitzt dargestellt konnte sich für eine große Wohneinheit eine unvorhersehbare Kostenlast für einzelne Eigentümer ergeben, wenn sich am Jahresende herausstellen sollte, dass 3/4 der Eigentümer dieses Jahr die Wohnungen nicht bewohnten. Die Gemeinkosten wären dass in voller Höhe von dem verbleibenden 1/4 zu tragen.

2.) Kommunikation per E-Mail

Aufgrund der vorherrschenden Datenschutzbestimmungen und den noch zum Großteil unverschlüsselten Datenübertragungen kann sich der Verwalter auf den Standpunkt stellen, sensible Daten nur auf dem Postweg zu übermitteln. Prinzipiell gilt auch, dass wer einen Briefkasten vorhält, diesen regelmäßig zu leeren hat. Darüber hinaus hat er dafür Sorge zu tragen, dass ihn wichtige Briefstücke (trotz Abwesenheit) erreichen.

Etwas anderes kann sich nur dann ergeben, wenn Sie dem Verwalter explizit mitgeteilt haben, dass Sie im Zeitraum vom XXXX nicht anwesend sein werden. Dann kann das Verhalten des Verwalters treuwidrig sein.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Sofern Sie mit meinen Ausführungen zufrieden waren, wäre ich Ihnen für eine 5-Sterne-Bewertung dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Nachfrage vom Fragesteller 15.04.2016 | 17:55

Anfrage zu 2)
Obwohl ich mir immer meine Post nach Österreich nachsenden lasse, bleibt der
Verwalter bei seiner Auffassung, er müsse seine Mitteilungen den Eigentümern
personlich in den Briefkasten stecken. Dadurch kommt die Post nie mit seinen
Briefen in Berührung und kann sie mir auch nicht in Österreich zustellen. Ich
vermute dahinter Absicht , denn wie berichtet mailt er mir ja vom Ablesen des
Stromzählers und bittet bis zu einem vorgegebenen Datum um Zahlung, ohne mir
je die Summe mitzuteilen. "Die gebe ich in ihren Briefkasten, um den Rest müssen
sie sich schon selber kümmern." Das war der letzte Satz seiner Mail.
Ich bedanke mich recht herzlich für Ihre Hilfe.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.04.2016 | 21:09

Dann können Sie es sich einfach machen.

Wenn Sie wieder längere Zeit im Ausland sind, sollten Sie dem Hausverwalter mitteilen, dass er Ihre Post an die Adresse im Ausland zusenden soll. Eine Zustellung an Ihre postalische Adresse in Deutschland wird durch einen Nachsendeauftrag umgeleitet.

Ein persönlicher Einwurf in dem Briefkasten wird nicht berücksichtigt.

Wenn er sodann weitere "Einwürfe" vornimmt, kann er sich schadensersatzpflichtig machen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Bewertung des Fragestellers 20.04.2016 | 08:11

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

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"Sehr geehrte Damen und Herren,

zur Bewertung Ihres Rechtsanwaltes Herr Dr. Traub. Er war in fast allen Erklärungen sehr genau und hat mir für mein
weiteres Verhalten unserem Hausverwalter gegenüber gute Dienste geleistet.
Vielen Dank

Helmut Gudden "