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Gemeinschaftliches Testament und Trennung / ggf. Trennungsvereinbarung

12.10.2008 13:23 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Ich habe mit meiner Frau vor Jahren ein gemeinschaftliches Testament aufgesetzt(Berliner Testament). Der überlebende Ehepartner erbt das Wohneigentum(welches aber erst teilweise abgetragen ist). Nach Tod des 2. erben meine Tochter und ihre Tochter zur Hälfte(keine gemeinsamen Kinder).

Meine Frau ist im Oktober 2007 ausgezogen und wir wollen ev. eine Trennungsvereinbarung schließen.Die Vereinbarung soll die Vermögensverteilung abschließend regeln. Sie soll regeln, dass der Verkauf des Wohneigentums vorgesehen ist, der Erlös aber zu 20% und 80 % verteilt werden soll (da ich im Gegensatz zu meiner Frau mein gesamtes Vermögen in das Wohneigentum investiert habe). Die Vereinbarung muss notariell beurkundet werden.

1) Ist das gemeinschaftliche Testament bereits durch die Trennung(also ihren Auszug) ungültig?
2) Falls nein: Wird das Testament allein durch Bestehen der Trennungsvereinbarung ungültig (dortige Vermögensverteilung steht ja "irgendwie" im Widerspruch zum Testament)?
3) Falls nein: Wenn man in die Trennungsvereinbarung aufnimmt:
"Gemeinschaftliche testamentarische Verfügungen werden mit dieser Vereinbarung ungültig.", ist das Testament damit ungültig? (Die Vereinbarung wäre ja notariell zu beurkunden)

Sehr geehrte Fragestellerin,

ich bedanke mich für das Einstellen Ihrer Frage, welche ich Ihnen anhand des geschilderten Sachverhaltes gerne wie folgt beantworten möchte:

Allein durch die Trennung wird Ihr Testament nicht automatisch unwirksam. Sie sollten sich gemeinsam mit Ihrem Ehemann überlegen, ob Sie trotz der veränderten Situation (Trennung) das Testament weitergelten lassen möchten, oder anderweitig verfügen möchten.

Da Sie ein gemeinschaftliches Testament geschlossen haben, ist nach der Auslegungsregel des § 2270 Abs. 1 BGB anzunehmen, dass es sich um wechselseitige Verfügungen handelt, die für ihren Widerruf einer notariellen Beurkundung bedürfen ( §§ 2271 Abs. 1 , 2296 Abs. 2 Satz 2 BGB ).

Ihr Gedanke, in die Trennungsvereinbarung auch einen Widerruf bzw. eine Neugestaltung des gemeinschaftlichen Testaments aufzunehmen, ist daher zutreffend. Sie sollten im Notartermin diesen darauf hinweisen, dass ein gemeinschaftliches Testament besteht.

Ich hoffe, Ihnen eine erste Orientierung gegeben zu haben, und stehe Ihnen für die weitergehende Wahrnehmung Ihrer Interessen jederzeit gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Yvonne Müller
Rechtsanwältin

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