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Kann ein Ehepartner das gemeinschaftliche Testament nach dem Tod des anderen ändern?


| 05.09.2014 08:11 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Zum Widerruf von Verfügungen in einem gemeinschaftlichen Testament.


Ein Ehepaar (kinderlos) hat ein gemeinschaftliches Testament, in dem sie sich gegenseitig als Erben einsetzen und nach dem letztverstorbenen sollen die Geschwister zu gleichen Teilen erben. Ein Geschwisterteile ist lt. Testament für die Grabpflege bestimmt worden und erhält dafür 10.000,00 €.
Die Ehefrau ist nun verstorben. jetzt möchte der Ehemann das Testament ändern, da beide sich noch vor ihrem Tod für die Grabstelle auf der grünen Wiese entschieden haben und demzufolge, keine Grabpflege anfällt.
Ist eine Änderung vom Mann jetzt noch möglich?
05.09.2014 | 09:07

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Nur Eheleute sind berechtigt,ein gemeinschaftliches Testament zu errichten (§ 2265 BGB).

2.
Hinsichtlich der Grabpflege wurde wohl ein Vermächtnis in Verbindung mit einer Auflage angeordnet.

3.
Für die Beantwortung der Frage, ob der überlebende Ehemann diese Verfügung noch ändern kann, kommt es darauf an, ob es sich um eine wechselseitige Verfügung i.S.d.§ 2270 BGB handelt.

Das Recht zum Widerruf einer wechselseitigen Verfügung ERLISCHT nach § 2271 Abs. 2 BGB mit dem Tod des anderen Ehegatten.Der Überlebende kann jedoch seine Verfügung aufheben, wenn er das ihm Zugewendete AUSSCHLÄGT.

4.
Eine wechselseitige Verfügung liegt nach der Definition in § 2270 Abs. 2 BGB im Zweifel vor, wenn Ehegatten in einem gemeinschaftlichen Testament gegenseitig bedenken oder für den Fall des Überlebens des Bedachten eine Verfügung zugunsten einer Person getroffen wird, die mit dem anderen Ehegatten verwandt ist oder ihm sonst nahesteht.

Die Frage ist insoweit, ob das Geschwister, das 10.000,-- € für die Grabpflege erhalten soll, ein Geschwister der Ehefrau ist oder nicht.

Vielleicht machen Sie hierzu im Rahmen einer kostenlosen Nachfrage ergänzende Angaben.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Reinhard Moosmann

Nachfrage vom Fragesteller 05.09.2014 | 09:10

"Die Frage ist insoweit, ob das Geschwister, das 10.000,-- € für die Grabpflege erhalten soll, ein Geschwister der Ehefrau ist oder nicht."

Es handelt sich um die Schwester des noch lebenden Ehemannes.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.09.2014 | 09:43

Sehr geehrte Fragestellerin,

dann kann nach meiner ersten Einschätzung der Ehemann das gemeinschftliche Testament hinsichtlich der Grabpflege und der hierfür zugewendeten 10.000,-- € ändern.

Im Hinblick auf die Bedeutung der Sache empfehle ich jedoch, die Problematik nochmals unter Vorlage des gemeinschaftlichen Testaments mit einem auf Erbrecht spezialisierten Rechtsanwalt oder Notar zu erörtern.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Moosmann

Bewertung des Fragestellers 05.09.2014 | 09:45


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