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Gemeinschaftlicher Verkauf einer Immobilien mit mehr als 20 Wohneinheiten

14.11.2017 11:31 |
Preis: 30,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Liebe Leser,
ich bin Eigentümer einer 1 Zimmerwohnung in zentraler und äußerst hochpreisiger Lage einer deutschen Großstadt.
Die Eigentümergemeinschaft möchte nun mehrheitlich die gesamte Immobilie an einen Bauträger veräußern. Der Bauträger möchte das dort befindliche Haus mit mehr als 20 Wohneinheiten abreißen und neue Luxuswohnungen bauen.
Bei der letzten Eigentümerversammlung war ich der einzige, der gegen einen gemeinschaftlichen Verkauf gestimmt hat.
Bei dem gemeinschaftlichen Verkauf wird ein bestimmter Kaufpreis angesetzt der in etwa das Niveau der Lage widerspiegel. Der Mehrheitseigentümer plediert für den gemeinschaftlichen Verkauf und stellt einen erheblichen Erhaltungs- und Sanierungsaufwand der bestehenden Immobilie in den Raum. Außerdem wird ein Vorkaufsrecht in der neuen Immobilie ins Spiel gebracht.

Meine Frage ist nun:
Welche Möglichkeiten hat die Mehrheit der Eigentümerversammlung mich zum Verkauf zu bewegen? Welche Möglichkeiten haben die Mehrheitseigentümer mich "rauszudrängen" und kann eventuell auch ohne meine Zustimmung ein solches Vorhaben in Gang gesetzt werden? Welches weitere Vorgehen empfehlen Sie?

Über ein differenzierte Anwort von einem Profi auf diesem Gebiet würde ich mich freuen.

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Sehr geehrter Ratsuchender,


der Verkauf ist nur bei Einstimmigkeit möglich.


Die anderen Miteigentümer haben keinen Anspruch darauf, dass Sie einem Verkauf zustimmen; auch können die Miteigentümer Sie nicht etwa „überstimmen" und dann mittels Beschluss Ihre Zustimmung konstruieren.

Hierbei handelt es sich um sachenrechtliche Grundlagen des Gemeinschaftseigentum, die gar nicht Gegenstand einer Beschlussfassung sein kann, da es für so eine Zustimmung zur Veräußerung keine Beschlusskompetenz gibt. Alle Beschlüsse wären also unzulässig (BGH, Urt.v 12.04.2013, V ZR 103/12).


Ein mögliches Vorkaufsrecht ändert daran nichts.


Die anderen Eigentümer müssten Sie auf Zustimmung verklagen. Nur in absoluten Ausnahmefällen (Gesundheitsgefahren etc.) kann eine Verweigerung Ihrerseits gegen Treu und Glauben verstoßen und durch das Gericht ersetzt werden. Allein künftige notwendige Investitionen sind aber kein solcher Ausnahmefall.


Zum weiteren Vorgehen kann man schwerlich Empfehlungen aussprechen, da die Gesamtumstände nicht bekannt sind.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

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