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Gemeinschaftlicher Erbschein?

| 20.03.2018 14:47 |
Preis: 55,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler


Drei Erben haben eine Immobilie geerbt. Einer davon befindet sich im europäischen Ausland.
Die Erben sind sich bisher - mündlich - einig, dass die Immobilie freihändig verkauft werden soll. Weiteres wurde noch nicht vereinbart.
1-Ist es möglich, einen gemeinschaftlichen Erbschein zu beantragen? Im Schreiben vom Nachlaßgericht steht dazu nichts.
Macht es Sinn, einen gemeinschattlichen Erbschein zu beantragen, z.B. aus Kostengründen?

2-Könnte ein gemeinschaftlicher Erbschein später ggf. schädlich sein, z.B. wenn dann doch ein Erbe seinen Anteil vorab separat verkaufen will? - (steht momentan allerdings nicht an.)

3-Wenn man den Erbschein notariell beantragt: Kann man sich beim Termin dort vertreten lassen
a wenn man im Ausland lebt wie ein Erbe
b wenn man im Inland lebt, aber weiter weg, und derzeit gesundheitlich nicht so fit ist?
(z.B. durch den Ehepartner)

4 Wäre eine Vertretung beim Termin für Erbscheinerteilung möglich
a beim Gericht
b falls man über einen Anwalt den Antrag einreicht

Wir favorisieren aber derzeit die Notar- Variante.

5 Wie lange dauert die Erbschein Erteilung?

Vermutlich dauert sie am längsten, wenn man den Antrag direkt an das Gericht schickt?


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Kein Miterbe muss sich am Erbscheinsverfahren beteiligen, allerdings ist die Mitwirkung aller Miterben anzuraten, weil sich diese – wenn es etwa um Kontoguthaben oder Grundstücksgeschäfte geht – als Erben ausweisen müssen. Nur der im Erbschein aufgenommene Miterbe hat als Beteiligter ein Antrags- und ggf. Einspruchsrecht, Stellungnahmemöglichkeiten und wird vom Nachlassgericht informiert. Im Gegenzug trägt jeder Beteiligte anteilsmäßig die Verfahrenskosten, dies erscheint jedoch in Anbetracht der Vorteile einer Beteiligung weniger gravierend. Ein Verkauf eines Anteils ist auch bei einem gemeinschaftlichen Erbschein möglich.

Der Erbschein wird gemäß § 2353 BGB vom Nachlassgericht ausgestellt, in der Regel ist das Amtsgericht des letzten Wohnsitzes des Erblassers zuständig, § 343 FamFG. Wie schnell der Erbschein ausgestellt wird, hängt vom Gericht und dessen aktueller Auslastung ab und ob alle nötigen Antragsunterlagen vorliegen. Dies kann wenige Tage, aber mitunter auch mehrere Monate dauern. Ein inhaltlich korrekt gestellter Antrag direkt bei Gericht dürfte sogar die „schnellste Lösung" darstellen.


Eine Vertretung durch einen bevollmächtigten Dritten (z.B. Miterbe, Rechtsanwalt, Notar) im Antragsverfahren ist stets möglich, egal ob man im In- oder Ausland lebt, krank oder gesund ist.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 20.03.2018 | 17:21

Sehr geehrter Herr RA Böhler, vielen Dank!

Der im Erbschein eingetragene Erbe hat als Beteiligter Antrags- und Einspruchsrecht in Bezug auf was z.B.?

Für den gemeinsamen Verkauf der Immobilie - einvernehmlich - reicht es, wenn ein oder zwei Erben im Erbschein eingetragen sind?

Dieser eine oder diese beiden Antragsteller müssen aber dann den gesamten Preis des Erbscheinverfahrens tragen, und können vom dritten - nicht an diesem Verfahren beteiligten Miterben keine anteilige Erstattung verlangen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.03.2018 | 17:34

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Nachfrae beantworte ich gerne wie folgt:

Ein Einspruch ist z.B. gegen einen Erbscheinsantrag denkbar, wobei es im Übrigen auf die Ausgestaltung des jeweiligen Falles ankommt.

Beim Verkauf der Immobilie sollten alle Erben im Erbschein eingetragen sein, um die schnellstmögliche Abwicklung zu gewährleisten.

Der Miterbe, der nicht am Erbscheinverfahren teilnimmt, muss auch nicht für dessen Kosten aufkommen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 20.03.2018 | 17:37

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"Herr RA Böhler hat sehr schnell und kompetent geantwortet, auch auf meine einmalige Nachfrage"
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 20.03.2018 5/5,0
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