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Gemeinschaftliche Mietzahlung-Weigerung


| 10.02.2007 12:23 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Meine Tochter hat mit 2 deutschen Mitstudentinnen ein Haus in England gemietet. Die Miete wird gemeinschaftlich jeden Monat von einem der Mieter für alle bezahlt. Der Mietvertrag dauert nur 9 Monate bis Ende Mai 2007.
Eine Mitbewohnerin hat am 27. Dez. per E-Mail an den Vermieter gekündigt und weigert sich jetzt, ihre Mietanteile und Nebenkosten zu bezahlen (z.B. für Dezember, Januar und April).
Fragen:
Kann dieser Mietvertrag, der weniger als ein Jahr geht, nach englischem Recht überhaupt vorher gekündigt werden?
Ist der Gerichtsstand für eine mögliche Klage meiner Tochter gegen die ehemalige Mitbewohnerin in diesem Fall England oder Deutschland?
Ist es ratsam, zu klagen?
Sehr geehrter Herr Fragesteller,

Es handelt sich um einen Zeitmietvertrag.

Dieser kann nur aus besonders gravierenden Gründen vor Zeitablauf(=Mai 2007) ,ohne Einhaltung von Fristen gekündigt werden.

Für solche Gründe (z.B.ganz erhebliche Mängel des Mietobjekts in England,Bedrohung durch den Vermieter oder Mitmieter oder Ähnliches) ) ist nach Ihren Angaben Nichts ersichtlich.
Deshalb ist davon auszugehen,dass die Kündigung der Mitbewohnerin unwirksam ist.

Folge : Die ehemalige Mitbewohnerin muss sich weiter und fortlaufend an der
mtl.Miete beteiligen,bis zum Zeitablauf(Ende Mai 2007).

Da insoweit Rückstände entstanden sind,könnte grundsätzlich geklagt weden.Gerichtsstand wäre in England,da sich das Haus dort befindet.


Eine solche Klage ist mit Kosten verbunden.
Sie ist daher nur sinnvoll,wenn das fehlende Geld (=fehlende Mietanteile der Mitbewohnerin) plus Verfahrenskosten bei der
säumigen Mitbewohnerin auch beigetrieben werden könnte ,sprich,diese auch das nötige Geld hat,um die fehlenden Beträge und die Verfahrenskosten zu erstatten.

Hieran könnte es,wenn die säumige Mitbewohnerin als Studentin kein regelmäßiges und für eine etwaige Pfändung ausreichendes Einkommen hat,mangeln.


Die betroffenen anderen Mitmieter sollten,soweit noch nicht geschehen,der ehemaligen Mitbewohnerin schriftlich die Rechtslage
(=Kündigung unwirksam)darlegen und mit Fristsetzung und Klagandrohung zur Zahlung auffordern.

Vieleicht reicht dies als Druckmittel aus,um die "kündigende" Mitbewohnerin zu freiwilligen Zahlungen zu bewegen.


Falls nicht ,wäre dann aus den oben genannten wirtschaftlichen Gründen abzuwägen,ob tatsächlich Klage eingereicht wird.




Mit freundlichen Grüßen

Dorothee Mertens

Rechtsanwältin



Nachfrage vom Fragesteller 11.02.2007 | 13:11

Ich habe bei der 1. Anfrage leider vergessen zu erwähnen, dass die 3 Mitbewohner,als sich die Probleme abzeichneten, intern einen Vertrag geschlossen haben,in dem sie sich bereit erklärten, die Kosten zuverlässig und pünktlich im 3-Monatsrhythmus zu bezahlen. Außerdem sollte bei einem anstehenden Austritt aus der Wohngemeinschaft dies den anderen schriftlich 4 Wochen im Voraus mitgeteilt werden. Falls nicht habe die Ausscheidende für alle resultierenden Kosten zu haften. Dies wurde von der Ausscheidenden nicht gemacht.
Frage: Ist für diesen internen Vertrag der Gerichtsstand dann auch England und somit von einer Klage eher abzuraten?
Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.02.2007 | 14:20

Sehr geehrter Herr Fragesteller,

Ihre Nachfrage beantworte ich wie folgt:

Auch für den internen Vertrag ist der Gerichtsstand England,da ich dieser Vertrag ebenfalls auf das Mietobjekt bzw.das Thema Miete bezieht.

Für die Frage,ob eine Klage Sinn macht,kommt es auf die von mir
in der Erstberatung angestellten Überlegungen an.


Wenn also die vertragsuntreue Mitbewohnerin Geld hat,können es sich die beiden anderen Mitstudentinnen auch zurückholen,egal,ob in
England oder hier geklagt werden muss.



Mit freundlichen Grüßen

Dorothee Mertens

Rechtsanwältin





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