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Gemeinsames Sorgerecht beantragen

22.09.2010 18:04 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Tobias Rösemeier


Hallo,
wie ist vorzugehen, um das gemeinsame Sorgerecht zu beantragen, wenn die nicht verheiratete Ex Partnerin dieses verhindern möchte.
Die Kinder wohnen bei Ihr, und werden regelmäßig von mir besucht.
Wie lange dauert das Verfahren?
Gibt es Prüfungen?
Wenn ja von was hängt es ab?

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne unter Berücksichtigung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworte. Ich weise darauf hin, dass das Hinzufügen bzw. Weglassen von wesentlichen Sachverhaltsbestandteilen zu einem völlig anderen rechtlichen Ergebnis führen kann. Dieses Medium dient dazu, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung zu verschaffen, kann und soll keinesfalls eine Beratung bei einem Kollegen vor Ort ersetzen.

Dies vorausgeschickt, beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Grundsätzlich sollte zunächst versucht werden im Hinblick auf die höchstrichterliche Rechtsprechung zur gemeinsamen elterlichen Sorge, eine einvernehmliche Lösung zu finden. Hierzu kann das Jugendamt zur Vermittlung hinzugezogen werden.

Sollte dieser Versuch scheitern, müsste ein Antrag auf Übertragung der gemeinsamen elterlichen Sorge beim zuständigen Familiengericht eingereicht werden. Solange bislang keine Gesetzesänderung stattgefunden hat und aufgrund der benannten gerichtlichen Entscheidungen bereits jetzt die Übertragung der gemeinsamen elterlichen Sorge begehrt wird, empfiehlt es sich für den gerichtlichen Antrag einen Anwalt mit der eigenen Vertretung zu beauftragen.

Maßstab für die gemeinsame elterliche Sorge ist immer das Kindeswohl. Ist das Kindeswohl durch die gemeinsame elterliche Sorge nicht gefährdet und besteht zwischen Ihnen und den Kindern eine gesunde Vater-Kind-Beziehung, spricht nichts gegen die Übertragung der gemeinsamen elterlichen Sorge, auch wenn sich die Kindesmutter hiergegen wehrt.

In ganz schwerwiegenden Fällen kann es dazu kommen, dass das Gericht ein familienpsychologisches Gutachten zu der Frage einholt, ob bei der Ausübung der gemeinsamen elterlichen Sorge das Kindeswohl gefährdet ist. Dies dürfte aber die Ausnahme darstellen und die Notwendigkeit eines Gutachtens lässt sich aus Ihrer Sachverhaltsschilderung nicht entnehmen.

Wie lange das gerichtliche Verfahren dauert, kann ich Ihnen leider nicht mitteilen, da dies von vielen Umständen, insbesondere aber von der Auslastung des angerufenen Familiengerichts abhängt. Prinzipiell soll in Familiensachen zügig ein erster Termin zur mündlichen Verhandlung anberaumt werden, allerdings kann es auch sein, dass Sie auf diesen bereits 2 Monate warten müssen. Die weitere Dauer des Verfahrens hängt dann vom Verfahrensablauf und dem jeweiligen Vortrag ab. Eine verbindliche Prognose kann ich Ihnen leider nicht geben.

Bei einem Verfahren sollten Sie auf jeden Fall anregen, sollte das Gericht nicht von sich aus agieren, den Kindern einen Verfahrensbeistand beiordnen zu lassen. Dies sind die "Anwälte der Kinder" und schildern deren Sicht im Sorgerechtsverfahren.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste rechtliche Orientierung verschaffen. Sollte etwas unklar geblieben sein, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Tobias Rösemeier
- Rechtsanwalt -

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