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Gemeinsames Sorgerecht Elterngespräch Schule Aufgaben


12.04.2018 16:43 |
Preis: 25,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Ein schönen guten Tag, ich hoffe, dass Sie mir vielleicht etwas weiterhelfen können.
Es besteht das gemeinsame Sorgerecht. Jedoch hat die Mutter ein großen Teil der Aufgaben dem neuem Mann (sind verheiratet) abgegeben wie z.B. Freizeit, Erziehung und schulischer Teil, da Sie zeitlich durch Ihren Beruf sehr eingeschränkt ist. Bedeutet zu gemeinsamen Elterngesprächen in der Schule wo Mutter und Vater erscheinen sollten, schickt die Mutter nun den neuen Mann hin und zudem erscheint der leibliche Vater. Dies geschieht ohne Absprache des Vaters. Zudem ist der neue Mann der Mutter aktiv im Förderverein der Schule tätig als Beirat. Auch in Angelegenheiten der Unterhaltsansprüche und Erziehungsmaßnahmen fühlt sich der neue Mann dafür verantwortlich und versucht den Teil der Gespräche die eigentlich die Mutter führen müsste, nun selbst mit dem Vater zu führen, da dieser der Meinung ist als Familienoberhaupt die Verantwortung für das Kind zu haben. Zudem behauptet er, dass der leibliche Vater sein eigenes Kind manipulieren gegen ihn, da das Kind ihn nicht Papa nennt, sondern bei sein richtigen Namen anspricht. In wie weit ist das alles rechtens und wie weit darf die Mutter gehen? Welche rechte habe ich als Vater und wie kann ich rechtlich selbst vorgehen? Schließlich bin ich bisher all mein Pflichten als Vater nachgekommen und habe mich um mein Kind immer gekümmert.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

der neue Ehemann der Kindesmutter ist durchaus berechtigt Angelegenheiten des täglichen Lebens wahrnzunehmen, wenn er von der Mutter dazu bevollmächtigt ist.

Bei Elternteilen, die die gemeinsame Sorge haben kann die Mutter nach Entscheidungen auf den neuen Ehegatten übertragen. Da hier aber gemeinsames Sorgerecht besteht, kann diese Vollmacht nur soweit gehen, wie auch die Mutter handeln kann.

Nach § 1687 BGB sind das dann Entscheidungen des tägliches Lebens, die nach dem Gesetz häufig vorkommen und die keine schwer abzuändernden Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes haben. Z.B. sind dann Schullaufbahnentscheidungen nur von der Mutter mit dem Vater zu treffen. Diese Entscheidung kann der neue Ehegatte nicht treffen und diese können ihm auch nicht übertragen werden.

Insoweit kann die Mutter dem neuen Ehegatten eingeschränkt Vollmacht erteilen. Das kann aber nicht soweit gehen, dass Sie aus der Entscheidungsbefugnis abgedrängt werden.

Sie müssen sich auch nicht mit dem neuen Ehegatten auseinandersetzen; das obliegt der Mutter.

Bei erheblichen Entscheidungen, müssten Sie dann das Familiengericht anrufen oder zunächst einmal die Unterstützung durch das Jugendamt in Anspruch nehmen. Aber da ist dann die Mutter in der Pflicht.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 12.04.2018 | 18:23

Zunächst mal recht vielen Dank für die Antwort. Was mir aber leider noch unklar ist, ob der neue Ehemann auch einfach zur Schule gehen kann und allein an den Elterngesprächen teilnehmen kann (Bundesland Hessen). Bedarf es da nicht der Zustimmung beider Parteien?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.04.2018 | 20:29

Sehr geehrter Ratsuchender,

für Elterngespräche in der Schule dürfte die Vollmacht der Mutter reichen. Etwas anderes gilt nur dann, wenn es um Besonderheiten handelt, die erhebliche Auswirkungen auf das Kind haben.

Sie als Vater sollten aber regelmäßigen Kontakt zur Schule halten, um über die wesentlcihen Entwicklungschritte des Kindes informiert zu sein.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle


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