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Gemeinsames Sorgerecht - Beschulung des Kindes

01.08.2018 11:20 |
Preis: 25,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Für meine fast 5-jährige Tochter über ich und meine ehemalige Lebensgefährtin das gemeinsame Sorgerecht aus, wir waren nicht verheiratet. Es geht nun um den künftigen Schulbesuch meiner Tochter. Die Mutter will "mit aller Gewalt" durchsetzen das mein Kind eine evangelische Schule in freier Trägerschaft besucht. Hinzu kommt das sie selbst an dieser Schule unterrichtet, sie ist dort Grundschullehrerin.

Ich persönlich bin damit nicht einverstanden und bin der Meinung mein Kind sollte in der dem Amtsbereich zuständigen staatlichen Grundschule unterrichtet werden.

1. Da ich gegen eine regigiöse Beschulung bin, zudem halte ich nicht so viel vom Montesoriprinzip.

2. Ich halte es für nicht pädagogisch sinnvoll das Kind in der Schule der Mutter zu beschulen, die Kleine müsste aus meiner Sicht immer damit rechnen als "bevorzugt" behandelt zu werden. Auch befürchte ich, wenn sie an eine Oberschule wechselt das sie in deen Leistungen einbricht und dann in der "realen Schulwelt" schwerer bestehen kann.

Wie ist die Rechtslage?
Muss ich als Papa dulden das mein Kind an der Mutter der Schule beschult wird, die zudem christlich orientiert ist? Die Mutter argumentiert mit einem kürzeren Schulweg und besseren Schulbedingungen!

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Sehr geehrter Ratsuchender,



in Angelegenheiten, die für das betreffende Kind von erheblicher Bedeutung sind, müssen die Eltern gemeinsam entscheiden - zu solchen Angelegenheiten zählt auch die Schulwahl.


Können sich - wovon nach Ihrer Sachverhaltsschilderung ja auszugehen ist - die Eltern nicht einigen, muss das Familiengericht auf Antrag einer Partei entscheiden, wird sich dabei allen am Kindeswohl orientieren.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

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