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Gemeinsames Sorgerecht + Umzug


07.10.2006 11:22 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Wir haben und getrennt und noch das gemeinsame Sorgerecht für unsere Kinder, welche bei meiner Frau leben. Nun hat meine Frau angekündigt, nächstes Jahr zu ihren Eltern ziehen zu wollen. Dem Umzug muss ich ja zustimmen. Was passiert aber, wenn meine Frau einfach ohne meine Zustimmung umzieht? Wie kann ich sicherstellen, dass der Umzug nur mit meinem OK erfolgt und nicht in einer Nacht-und-Nebel-Aktion die Kinder weg sind?
Vielen Dank

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Sehr geehrter Herr Fragesteller,

Ihre getrennt lebende Ehefrau kann-da die Kinder derzeit bei ihr
leben-grundsätzlich ohne Ihre Zustimmung umziehen.


Hierbei muss sie Ihnen vorher die genaue neue Anschrift und den genauen Zeitpunkt des geplanten Umzuges mitteilen.

Auch darf die neue Wohnung nicht so weit räumlich von Ihrem eigenen Wohnsitz entfernt sein,dass hierdurch Ihr Umgangsrecht
mit den Kindern unzumutbar erschwert oder verkürzt wird.


Derjenige Elternteil,bei dem die gemeinsamen Kinder jeweils
leben,hat (unabhängig von der gemeinsamen elterlichen Sorge)
das sogenannte Aufenthaltsbestimmungsrecht für diese Kinder.
Dieses beinhaltet-in den oben beschriebenen Grenzen-auch die
Möglichkeit eines Umzuges.

Soweit ein die Kinder versorgender Elternteil dagegen "über Nacht " und hier insbesondere unbekannt (also mit unbekannter neuer
Anschrift )verzieht,macht er sich strafbar.

Denn hierdurch wird dem anderen Elternteil die Möglichkeit
genommen,den direkten Kontakt mit seinen Kindern kontinuierlich aufrechtzuerhalten.


Sollten derzeit bereits konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen,dass die getrennt
lebende Ehefrau eventuell "über Nacht " oder unbekannt verzieht(z.B.weil Sie etwa
die aktuelle Adresse ihrer Eltern nicht kennen),so kommt auch
ein Antrag auf eine einstweilige Verfügung/Anordnung in Betracht,
welche ihr dieses Vorgehen gerichtlich untersagen würde.


In diesem Fall sollten Sie sich weitergehender (Formulierungs-)
hilfe einer Kollegin/eines Kollegen Ihres Vertrauens bedienen.


Mit freundlichen Grüßen

Dorothee Mertens

Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 09.10.2006 | 11:59

Sehr geehrte Frau RAin Mertens,
vielen Dank für die Beantwortung der Frage. Meine Schwiegereltern wohnen etwa 250 Km entfernt. Kann man bei dieser Entfernung schon von einem "erschwerten" Umgangsrecht sprechen oder wo wird hier die Grenze gezogen?
Vielen Dank für die nochmalige Beantwortung.
Mit freundlichen Grüßen,

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.10.2006 | 21:38

sehr geehrter Herr Fragesteller,

ein Umzug in einen ca.250 km entfernt gelegenen Ort wird im
allgemeinen noch für den Umgangsberechtigten(das sind hier Sie)
als zumutbar betrachtet.
Die Grenzziehung bei noch weiterer Entfernung richtet sich nach der Finanzierbarkeit(=Fahrtkosten) und dem fahrtbedingten Zeitaufwand,ferner auch nach der Bindung an die Kinder und der
damit erforderlichen Notwendigkeit regelmäßiger Umgangskontakte.



Mit freundlichen Grüßen

Dorothee Mertens

Rechtsanwältin

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