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Gemeinsames Sorgerecht, Elternteil bei dem die Kinder gemeldet sind möchte umziehen

15.11.2019 14:45 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin seit diesem Jahr von meiner damaligen Ehefrau geschieden. Zusammen haben wir zwei Kinder (2 und 5 Jahre alt). Nach der Trennung (2017) habe ich eine Wohnung ca. 20 Minuten entfernt von unserer ehemaligen Ehewohnung angemietet um die Kinder im Wechselmodell zu betreuen. Dies gelang uns auch bis dato sehr gut und die Kinder haben sich nach einiger Anlaufzeit daran gewöhnt.

Nun hat meine Exfrau einen neuen Lebenspartner gefunden, bei dem sie nun einziehen möchte. Dies ist aber ca. 30 Minuten entfernt von Ihrer derzeitigen Wohnung (ca. 50 Minuten Fahrzeit von mir entfernt). Da dadurch die Kinder aus Ihrem bisherigen Umfeld (Kita-Einrichtung, Freunde, Verwante, usw.) gerissen werden habe ich dem Umzug nicht zugestimmt. Nun ist sie trotzdem schon mit einigen Sachen zu Ihm gezogen. Darunter auch Möbel und Sachen der Kinder. Die Wohnung hat sie bisher noch nicht gekündigt lebt aber bei Ihrem neuen Lebenspartner zu 100% dort. Die Kinder
und sie sind weiterhin in der alten Wohnung gemeldet.

Nun spricht sie seit kurzen davon die ehemaligen Ehewohnung zu kündigen und sie und die Kinder fest bei Ihrem neuen Lebenspartner anzumelden. Dem habe ich Ihr widersprochen was natürlch zu einem Gewaltigen Konflikt geführt hat. Ein Umzug hätte für mich die Folge, dass die Kinder in KITA-Einrichtungen gebracht werden müsste, welche fast eine Stunde vom meinem derzeitigen Wohnsitz entfernt liegen würden. Auch Freunde und Verwante der Kinder hätte nur nach langer Fahrt Zugang zu meinen Kindern. Ein leben im Wechselmodell ist dann aufgrund der Fahrzeit nicht mehr Möglich. Weder für mich beruflich noch ist es den Kindern zuzumuten.

Meine Frage ist nun: Wie soll ich mich verhalten? Ist Ihr Verhalten überhaupt rechtlich Zugelassen? Es scheint mir als solle der Umzug "schleichend" oder "heimlich" vonstatten gehen. Auch die Bitte die Kinder wieder in Ihr ursprüngliches Umfeld zurückzuführen ist vergebens, da Sie und die Kinder ja noch in der ehemaligen Ehewohnung gemeldet sind.

15.11.2019 | 15:23

Antwort

von


(567)
Hagenburger Str. 54A
31515 Wunstorf
Tel: 05031/951013
Web: http://www.anwaeltin-holzapfel.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,


Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Zunächst zu Ihrer Frage nach der Zulässigkeit: Grundsätzlich gilt, dass Eltern, die die elterliche Sorge gemeinsam ausüben, sich über den Wohnort der Kinder verständigen müssen. Ihre geschiedene Frau darf also nicht einfach mit den Kindern umziehen, ohne dass Sie im Vorfeld zustimmen. Dabei kommt es nicht so sehr darauf an, wo die Kinder gemeldet sind, sondern wo ihr gewöhnlicher Aufenthalt ist. Wenn die Kindesmutter sich jetzt regelmäßig - und nicht nur besuchsweise - mit den Kindern bei ihrem Partner aufhält, ist dies so nicht in Ordnung.

Andererseits können Sie Ihrer früheren Frau den Umzug zum neuen Partner nicht verbieten. Die Frage ist also nur, ob sie die Kinder mitnehmen darf.

Wenn Ihre geschiedene Frau zu ihrem Freund zieht, darf sie auch die vormalige Ehewohnung kündigen. Das Wechselmodell scheitert dann am zu großen Abstand zwischen den Wohnungen.

Sie haben allerdings keine Handhabe, die Kindesmutter an den bisherigen Wohnort zu binden. Wenn Sie sich nicht einigen können, bei wem die Kinder künftig leben, muss das Gericht über das Aufenthaltsbestimmungsrecht entscheiden. Eine zwangsweise Durchsetzung des bisher gelebten Wechselmodells scheitert an der fehlenden Durchführbarkeit aufgrund der Entfernung.

Sie werden also gemeinsam eine Entscheidung treffen müssen, bei wem die Kinder künftig leben. Falls Ihre frühere Frau weniger arbeitet und mehr Zeit für die Betreuung aufbringen kann, ist sie im Hinblick auf das Alter der Kinder sicher im Vorteil.

Für Sie bleibt dann nur eine erweiterte Umgangsregelung, beispielsweise längere Wochenenden oder eine zusätzlicher Nachmittag in der Woche.

Es tut mir leid, dass ich Ihnen keine für Sie angenehmere Auskunft geben kann.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-


ANTWORT VON

(567)

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