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Gemeinsames Haus bei Trennung

17.02.2009 09:54 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Sehr geehrte Damen und Herren,

2003 bin ich aus dem gemeinsamen Haus, dass ich 1995 mit meiner Ehefrau gebaut habe ausgezogen. Wir leben im gesetzl.Güterstand, das Haus ist belastungsfrei, alle meine
damaligen Ersparnisse sind in das Haus geflossen.
Unsere Ehe ist zerrüttet und ich versuche seit der Zeit mit meiner Frau eine einvernehmliche Scheidung herbeizuführen.
Aus Rücksicht auf ihren Gesundheitszustand habe ich dann immer wieder zurückgezogen bzw. ich habe von ihr kein Echo erhalten.
Ich zahle seit meinem Auszug den gesetzlich vorgegebenen Unterhalt ( zuerst 3/7, seit meiner Pens. 50% meiner Nettobezüge)
Meine Frau war aus gesundh. Gründen nicht mehr erwerbsfähig.
Mittlerweile möchte ich mich nicht mehr unbedingt scheiden lassen,
aber ich möchte an meinem Eigentum teilhaben.
Meine Frage:
Kann ich den Unterhalt um einen fiktiven Mietanteil (50% der orts-
üblichen Miete) kürzen - oder gar verlangen nun meinerseits 6 Jahre
in den Genuss des Hauses zu kommen?

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:

1.

Ich gehe davon aus, daß Sie und Ihre Ehefrau je zu ½ Miteigentümer des Einfamilienhauses sind. Wenn Ihre Ehefrau in dem Haus wohnt, muß sie sich einen sog. Wohnvorteil anrechnen lassen. D.h., „untechnisch“ formuliert, Ihre Ehefrau nutzt Ihren hälftigen Miteigentumsanteil an dem Haus mit. Diesen Wohnvorteil können Sie in etwa auf der Grundlage errechnen, als daß Sie ermitteln, zu welchem Mietzins das gesamte Haus vermietet werden könnte. Die Hälfte des Mietzinses könnten Sie als Wohnvorteil, den sich Ihre Ehefrau entgegenhalten lassen muß, anrechnen. Dies würde im Ergebnis zu einer Reduzierung Ihrer Unterhaltsverpflichtung führen.

2.

Einen Anspruch, daß Ihre Ehefrau aus dem Haus auszieht und nunmehr Sie das Haus selbst beziehen, haben Sie jedoch nicht. Sie sind im Jahr 2003 aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen und haben damit den Besitz an dem Haus allein Ihrer Ehefrau übertragen. Da Sie von Ihrem ursprünglichen Vorhaben, die Scheidung einzureichen, Abstand nehmen wollen, wäre zu überlegen, ob ein Versöhnungsversuch Aussicht auf Erfolg hat. Im Zuge einer Versöhnung wäre es denkbar, daß Sie dann wieder - selbstverständlich mit dem Einverständnis Ihrer Ehefrau - in das Haus einziehen könnten.

3.

Scheitert eine Versöhnung, werden Sie überlegen müssen, was mit dem Einfamilienhaus künftig geschieht. Hier bieten sich drei Möglichkeiten an:

- Sie erwerben den hälftigen Miteigentumsanteil Ihrer Ehefrau an dem Haus und werden Alleineigentümer. D.h., Sie „kaufen“ Ihrer Ehefrau deren hälftigen Miteigentumsanteil ab.
- Alternativ könnte Ihre Ehefrau Ihnen Ihren hälftigen Miteigentumsanteil abkaufen, sofern sie hierzu die finanziellen Mittel hat.
- Kommt keine der vorgenannten Möglichkeiten in Betracht, wäre zu überlegen, das Haus einvernehmlich zu verkaufen.

Mit freundlichen Grüßen


Gerhard Raab
(Rechtsanwalt)

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